Was ist da los? Vom starbesetzten Remake eines der berüchtigtsten Horrorfilme aller Zeiten fehlt seit über zwei Jahren jede Spur!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Ob psychologischer Horror, Slasher-Film oder obskures Kleinod: Michael liebt das Horrorkino, seit er nach dem Schauen von „Blair Witch Projekt“ eine halbe Stunde lang wie versteinert auf dem Sofa saß.

Anfang 2024 wurde das mit Spannung erwartete Remake von „Gesichter des Todes“ fertiggestellt. Doch trotz des berüchtigten Rufs des Originalfilms und einem aktuellen Megastar in der Besetzungsliste gibt es noch immer keinen Veröffentlichungstermin!

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Im Jahr 1978 kam einer der berüchtigtsten Horrorfilme aller Zeiten in die US-amerikanischen Kinos: „Gesichter des Todes“. Vor allem durch seine spätere Veröffentlichung auf VHS erlangte der Film einen fast mythischen Ruf, dem er etwa mit dem reißerischen Coveraufdruck „In 46 Ländern verboten“ selbst Vorschub leistete.

Dieser Slogan war zwar übertrieben, hatte aber einen wahren Kern. So wurde „Gesichter des Todes“ etwa in Großbritannien zu den sogenannten „Video Nasties“ gezählt, einer Liste von Filmen, die wegen ihrer extremen Gewaltinhalte und vermeintlich schädlichen Wirkung auf Jugendliche verboten oder zensiert wurden. Auch in Deutschland landete der Film auf dem Index, während die ungekürzte Fassung wegen des Vorwurfs der Gewaltdarstellung sogar beschlagnahmt wurde. Doch was genau ist denn nun eigentlich so schlimm an dem Werk, das insgesamt vier offizielle und drei inoffizielle Direct-to-Video-Fortsetzungen nach sich zog?

Gesichter des Todes
Gesichter des Todes
1 Std. 45 Min.
Von John Alan Schwartz
Mit Michael Carr, Samuel Berkowitz, Mary Ellen Brighton
User-Wertung
2,7

Nun, bei „Gesichter des Todes“ handelt es sich um einen sogenannten Mondo-Film, also eine sensationalistische Pseudo-Dokumentation, die reale und nachgestellte Schockszenen miteinander kombiniert. Gerahmt von den Ausführungen eines Pathologen namens Francis B. Gröss (Michael Carr), sehen wir eine Aneinanderreihung von Unfällen, Hinrichtungen, Tierquälerei und angeblichen Kannibalismus-Ritualen. Welche Szenen real waren und welche inszeniert, blieb lange unklar, was die Faszination für den Film noch verstärkte.

Als vor rund vier Jahren die Nachricht die Runde machte, dass ein Remake von „Gesichter des Todes“ in Planung sei, löste das unter Genrefans natürlich helle Aufregung und noch größere Neugierde auf. Wie könnte die Neuverfilmung einer „Shockumentary“ überhaupt aussehen, erst recht in Zeiten, in denen Bilder realer Gewalt im Internet rund um die Uhr verfügbar sind?

Das ist über das Remake von "Gesichter des Todes" bekannt

Daniel Goldhaber („How To Blow Up A Pipeline“) hat sich für einen Meta-Ansatz entschieden – im Mittelpunkt seiner Aktualisierung soll eine Frau stehen, die auf einer YouTube-ähnlichen Videoplattform für das Herausfiltern gewalttätiger oder sonstiger als anstößig empfundener Inhalte verantwortlich ist. Eines Tages stößt sie dabei auf eine Gruppe, die es sich offenbar zur Aufgabe gemacht hat, die Morde aus dem Originalfilm nachzustellen. Handelt es sich um Fälschungen – oder doch um tatsächliche Tötungsszenen?

Auf der Besetzungsliste von „Faces Of Death“ stehen u.a. Barbie Ferreira („Euphoria“), Dacre Montgomery („Stranger Things“), Josie Totah („Spider-Man: Homecoming“), Jermaine Fowler („Sorry To Bother You“) sowie, sicherlich die interessanteste Personalie, Popstar Charli XCX („Brat“).

Das Skript hat Regisseur Goldhaber gemeinsam mit Drehbuchautorin Isa Mazzei verfasst, mit der er bereits 2018 für den auf Netflix veröffentlichten Horrorfilm „Cam“ zusammengearbeitet hatte. Die Dreharbeiten fanden in New Orleans statt und wurden im Mai 2023 beendet – Anfang 2024 wurde der Film im Anschluss an einige Nachdrehs schließlich fertiggestellt. Ursprünglich war eine Festivalpremiere beim SXSW im März 2025 geplant, diese wurde jedoch aus unbekannten Gründen zurückgezogen.

Wann bekommen wir "Faces Of Death" endlich zu sehen?

Seitdem ist unklar, ob, wann und auf welchem Wege wir „Faces Of Death“ zu sehen bekommen – weder wurden weitere Festivaltermine angekündigt, noch ist ein allgemeiner Kino- oder Streamingstart des mit Spannung erwarteten, bereits mit einem R-Rating (eine mit dem deutschen FSK:18-Siegel vergleichbare US-Altersfreigabe) versehenen Horrorthrillers bekannt gegeben worden.

Branchenberichte munkeln von einem eher experimentellen und daher nur schwer zu vermarktenden filmischen Endergebnis sowie Kommunikationsproblemen zwischen Regie und Studio. Genaueres weiß man allerdings nicht – aber natürlich halten wir euch auf dem Laufenden. Sobald es neue Informationen zur Veröffentlichung von „Faces Of Death“ gibt, erfahrt ihr es natürlich direkt auf FILMSTARTS.de!

Um einen anderen kontroversen Schocker, den es hierzulande nach wie vor nur gekürzt zu sehen gibt, geht es im nachfolgenden Artikel:

Zu krass für die FSK: Diesen ultrabrutalen Kriegs-Schocker mit echten Leichen gibt es in Deutschland nur stark gekürzt zu sehen!

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