"Ich fühlte mich schmutzig": So heftig waren die Dreharbeiten zu "Requiem For A Dream" für einen der Hauptdarsteller
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

„Requiem For A Dream“ zählt zu den schockierendsten Seherfahrungen der 1990er-Jahre. Wie Marlon Wayans in einem Interview nun offenbart hat, haben auch die Dreharbeiten tiefe Spuren hinterlassen.

Es gibt Filme, die man einfach nie wieder vergisst. „Requiem For A Dream“ von „Caught Stealing“-Regisseur Darren Aronofsky gehört zweifellos dazu. Kaum jemand dürfte das Drogen-Drama gesehen haben, ohne davon zutiefst erschüttert worden zu sein – und genau deshalb gilt es bis heute auch als einer der eindrucksvollsten und kraftvollsten Filme der späten 1990er-Jahre. Für eine erneute Sichtung braucht es allerdings eine gehörige Portion Überwindung.

Doch nicht nur für das Publikum ist „Requiem For A Dream“ eine bedrückende, kräftezehrende Erfahrung, die sich ins Gedächtnis brennt. Auch für die Darsteller*innen waren die Dreharbeiten alles andere als leicht. Marlon Wayans, der im Film die Rolle des Tyrone übernahm, erinnerte sich nun in einem Interview noch einmal an die enorme Belastung während der Arbeit an dem verstörenden Drama:

„Ich habe den Film einmal gesehen – und ich bin selbst darin zu sehen. Ich habe ihn nie wieder geschaut. Ich fühlte mich einfach so... ich weiß nicht. Ich fühlte mich schmutzig, nachdem ich den Film gedreht hatte. Ich hatte einfach das Gefühl, ich müsste meine Mama anrufen. Ich darf nie wieder Drogen nehmen. Er hat mein Leben verändert, und ich habe den Film nur einmal gesehen, aber es war ein großartiger Film“, erklärte Wayans im Gespräch mit Cinema Blend.

Requiem for a Dream
Requiem for a Dream
Starttermin 3. Januar 2002 | 1 Std. 42 Min.
Von Darren Aronofsky
Mit Jared Leto, Ellen Burstyn, Jennifer Connelly
User-Wertung
4,5
Filmstarts
5,0

Marlon Wayans' neuer Film weckt Erinnerungen an "Requiem For A Dream"

Ab dem 27. November ist Marlon Wayans nun im psychedelischen Horrorfilm „Him – Der Größte aller Zeiten“ auf der großen Leinwand zu sehen. Und dort gibt es Parallelen zu „Requiem For A Dream“, wie der Schauspieler im selben Interview anmerkte – wenngleich „Him“ deutlich weniger zermürbend sei:

„‚Him‘ kann ich mir immer wieder ansehen, weil er meiner Meinung nach die perfekte Länge hat, und am Ende... obwohl er Ähnlichkeiten mit ‚Requiem‘ hat: Man beginnt mit diesen Charakteren, man begibt sich auf diese Fahrt mit all ihren Hoffnungen und Träumen und dann stürzt man ab. In ‚Requiem‘ ging es durch den Boden und direkt in die Hölle. Dieser hier kam dem Boden näher, machte dann eine Wendung und fand wieder zum Licht zurück. Und man steigt aus der Fahrt und denkt sich: ‚Oh mein Gott, lass uns das nochmal machen.‘“

Nachfolgend könnt ihr den Trailer zu „Him – Der Größte aller Zeiten“ sehen:

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