Mit „Rocky“ gelang Sylvester Stallone („Demolition Man“) Mitte der 1970er-Jahre nicht nur der große Durchbruch, er erschuf mit dem Boxerdrama zugleich eines der bedeutendsten und einflussreichsten Phänomene der modernen Popkultur. Auf den grandiosen Erfolg des ersten Teils folgten fünf weitere Fortsetzungen sowie die erfolgreiche „Creed“-Spin-off-Trilogie, in der Michael B. Jordan ins Zentrum des Geschehens rückte. Doch nicht nur der oscarprämierte Klassiker selbst ist legendär – auch die Entstehungsgeschichte hinter „Rocky“ hat längst Kultstatus.
Denn der junge Stallone, der sich zu jener Zeit mit schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs über Wasser hielt, kämpfte nach dem Verfassen des Drehbuchs mit unermüdlicher Entschlossenheit dafür, die Hauptrolle des Underdog-Boxers selbst übernehmen zu dürfen. Der Rest ist Filmgeschichte. Der beschwerliche Weg dorthin war jedoch alles andere als geradlinig – und genau dieser Weg wird demnächst in „I Play Rocky“ filmisch nacherzählt.
Matt Dillon wird zu Frank Stallone Sr.
Auf dem Regiestuhl nimmt Oscar-Preisträger Peter Farrelly („Green Book“, „Dumm und Dümmer“) Platz. Nachdem bereits bekannt gegeben wurde, dass Anthony Ippolito die Rolle des jungen Sylvester Stallone übernehmen wird und Stephen James den Part von Carl Weathers übernimmt, steht nun auch fest, wer Stallones Vater verkörpert Wie das Magazin Deadline exklusiv berichtet, schlüpft Matt Dillon in die Rolle von Frank Stallone Sr.
Concorde Film
Für Farrelly und Dillon ist es kein erstes Zusammentreffen: Bereits bei der Kultkomödie „Verrückt nach Mary“ arbeiteten sie zusammen, wo Dillon als verlogener Privatschnüffler Pat Healy eine seiner denkwürdigsten Leistungen zeigte. Darüber hinaus war der Schauspieler in Filmen wie „Rumble Fish“ von Francis Ford Coppola, dem erotischen Thriller „Wild Things“ sowie Lars von Triers kontroversem Serienkiller-Epos „The House That Jack Built“ zu sehen.
Als Frank Stallone Sr. wird Dillon erneut eine intensiv-ambivalente Figur verkörpern. Wie Sylvester Stallone selbst mehrfach betont hat, war das Verhältnis zu seinem Vater von einer komplizierten Dynamik geprägt. Zwar war Frank Stallone Sr. ein charismatischer, fleißiger und disziplinierter Mann, dessen Anerkennung Sylvester sein ganzes Leben lang suchte. Konflikte mit seinem Sohn trug er aber vor allem auf körperlich gewaltsame Weise aus.
Auch Sylvester Stallone damalige große Liebe ist besetzt
Ebenfalls bestätigt ist, dass AnnaSophia Robb („Charlie und die Schokoladenfabrik“) in die Rolle von Sasha Czack schlüpfen wird. Diese war während der Entstehung von „Rocky“ Stallones Freundin und wurde später seine erste Ehefrau. Das Paar war insgesamt elf Jahre verheiratet, bevor es sich 1984 scheiden ließ. Bereits ein Jahr später trat Stallone dann mit Brigitte Nielsen erneut vor den Traualtar.
Wann „I Play Rocky“ starten soll, ist bislang noch nicht bekannt. Allerdings darf man gespannt sein, ob es Peter Farrelly erneut gelingen wird, bei den Oscars ein Wörtchen mitzusprechen. Nachdem er in den 1990er-Jahren zusammen mit seinem Bruder Bobby vor allem für kultige Brachialkomödien verantwortlich war, legte er mit „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ legte er dann einen Publikums- und Kritikerliebling ab, der mit dem Oscar in der Kategorie Bester Film prämiert wurde.
Übrigens: Falls ihr wissen wollt, welchen Film Sylvester Stallone abgrundtief hasste und sogar versuchte, zu verbrennen, dann müsst ihr den nachfolgenden Artikel lesen.