Marvels Thanos ist schuld: James Gunn erteilt Oberbösewicht für "Superman" und das DCU eine Absage – obwohl alle Fans mit ihm rechnen
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Seit dem Ende der zweiten Staffel von „Peacemaker“ waren DC-Fans überzeugt, dass der große Bösewicht für Superman und Co. im DCU Darkseid wird. Doch laut James Gunn wird das nicht passieren.

Warner Bros.

DC-Boss James Gunn war gerade bei einer ganzen Reihe von YouTube-Kanälen zu Gast, die eigentlich darauf spezialisiert sind, Comic-Verfilmungen auf die kleinsten Hinweise zu untersuchen, was zukünftig kommen könnte und dann entsprechende Theorien zu präsentieren. All diese Kanäle sind sich (wie auch viele DC-Fans) seit dem „Peacemaker: Staffel 2“-Finale am 10. Oktober 2025 einig, dass alle Geschehnisse aktuell auf eine große Konfrontation mit Darkseid zusteuern. Doch im Gespräch mit einem der Kanäle stellte James Gunn klar, dass es dazu nicht kommen wird – zumindest vorerst.

Ryan Arey von ScreenCrush nutzte sein Gespräch mit dem DC-Boss, um James Gunn in Sachen Darkseid auszufragen. In seiner Frage erklärte er noch, dass er damit rechne, dass Gunn natürlich nichts verraten wird, daher wolle er ganz allgemein wissen, was der „Superman“-Regisseur von dem legendären Comic-Bösewicht hält. Doch James Gunn verriet in seiner Antwort sogar eine ganze Menge...

Darkseid? Das ist aktuell nicht der Plan!

„Darkseid und Thanos sind sich offensichtlich sehr ähnlich. Sie sehen sehr ähnlich aus. Und um dir vielleicht sogar eine umfangreichere Antwort zu geben, als du erwartest hast: Aus diesem Grund ist es aktuell nicht der Plan, Darkseid als großen Bösewicht zu nutzen – aus vielen Gründen. Auch weil Zack es so cool auf seine Weise gemacht hat. Und auch wegen Thanos und Marvel“, führte Gunn so aus.

Er verweist also einmal darauf, dass Zack Snyder zuletzt in seinem Snyderverse mit „Justice League“ bereits Darkseid als großen Fiesling im Hintergrund in Stellung gebracht hatte. Vor allem sieht er aber zu viele Parallelen zu Marvels Thanos, um die Figur bei sich in ähnlicher Funktion einzusetzen.

Darkseid und Thanos – das hat es mit den Gemeinsamkeiten auf sich

Die Parallelen zwischen Darkseid und Thanos werden sehr oft gezogen. Beides sind mächtige kosmische Bösewichte, die sich selbst auf der richtigen Seite sehen, wenn sie das gesamte Universum unterjochen wollen. Die Vergleiche haben auch einen Hintergrund: Denn Thanos-Erfinder Jim Starlin gab zu, dass er sich beim Entwickeln seiner Figur ausgiebig bei dem damals schon existierenden Darkseid von Konkurrent DC bediente.

Es ist also Pech für Gunn, dass im Kino nun die Kopie schon deutlich prominenter als das Original ist. Eine den Vorlagen treue Darkseid-Umsetzung, in welcher dieser als Bösewicht im Hintergrund erst mal die Strippen zieht, bevor er irgendwann selbst zum Angriff auf die Erde bläst, würde von vielen Kinogänger*innen jetzt wahrscheinlich als Thanos-Abklatsch aufgenommen werden.

Auch ohne Darkseid: Die New Gods werden wichtig!

Interessant ist aber, dass Gunn selbst seine Darkseid-Absage eingeschränkt hat. Schließlich sei es „aktuell“ nicht der Plan, was natürlich bedeuten kann, dass Darkseid in Zukunft und mit mehr Abstand doch noch kommen wird.

Viele Fans vermuteten zuletzt, dass Darkseid eine so wichtige Rolle spielt, weil im DCU jüngst via „Peacemaker“ die Parallelwelt Salvation enthüllt wurde. Diese dient der US-Regierung als neues Gefängnis für Wesen mit Superkräften. Das ist aus den Comics bekannt, wo sich Salvation dann aber als Trainingsgelände von Darkseid und den weiteren News Gods von Apokolips herausstellt. Dort bereitet Darkseid seine Armee von Paradämonen auf einen Angriff auf die Erde vor.

Hat für James Gunn zu viel Ähnlichkeit mit Thanos: der legendäre DC-Bösewicht Darkseid. DC Comics
Hat für James Gunn zu viel Ähnlichkeit mit Thanos: der legendäre DC-Bösewicht Darkseid.

Das DCU scheint jedoch nicht exakt dieser Story zu folgen. Elemente davon werden aber übernommen. Salvation wird eine Schlüsselrolle im DCU und vor allem im kommenden „Superman“-Sequel „Man Of Tomorrow“ spielen.

Die von „Fantastic Four“-Autor Jack Kirby erschaffenen New Gods faszinieren James Gunn auch unglaublich, wie er im ScreenCrush-Interview klarstellt. Sie werden deswegen ein wichtiger Bestandteil des DCU. In der aktuell in Entwicklung befindlichen Animationsserie „Mister Miracle“ wird laut Gunn ein starker Fokus auf ihnen liegen. Schließlich ist der im Mittelpunkt dieser Serie stehende Protagonist Scott Free einer von ihnen – und dabei eng mit Darkseid verknüpft.

Auch in kommenden DC-Filmen könnte es Hinweise auf die New Gods geben – womöglich bereits in „Supergirl“. Der nächste DC-Kinofilm soll am 25. Juni 2026 starten. Auch dazu gab es zuletzt ein paar neue Informationen. Diese findet ihr im folgenden Artikel:

"Ein Weltraum-Abenteuer wie 'Guardians Of The Galaxy'": James Gunn heizt Vorfreude auf neuen DC-Blockbuster an!

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