Wenn der Name „James Bond“ fällt, träumen viele Schauspieler davon, einmal den wohl bekanntesten Geheimagenten der Welt zu spielen. Doch Sam Neill war keiner von ihnen. Der neuseeländische Star, der Jahre später mit „Jurassic Park“ Weltruhm erlangen sollte, erinnert sich an eine Zeit, in der er alles andere als scharf auf den Smoking und die Lizenz zum Töten war.
"Darling, du gehst zu den Pinewood Studios – und damit basta"
Als Roger Moore 1985 nach „Im Angesicht des Todes“ den Walther-PPK endgültig niederlegte, begann die Suche nach einem Nachfolger. Viele Namen wie Timothy Dalton und Pierce Brosnan kursierten – und auch Neills. Doch wie Far Out Magazine berichtete, war es für ihn kein Traum, sondern eher ein Albtraum: „Ich wurde regelrecht dazu gedrängt“, erzählt er.
Seine Agenten hätten ihn schlicht vor vollendete Tatsachen gestellt. „Darling, du gehst zu Pinewood Studios und das ist endgültig“, sollen sie gesagt haben. Neill beugte sich dem Druck, doch der Funke wollte nicht überspringen. Er trat ohne Leidenschaft und Interesse vor die Kamera. „Niemand will der James Bond sein, den keiner mag“, erklärte er rückblickend. „Das ist eine wirklich undankbare Rolle.“
Ein Freund als Konkurrent – und der peinlichste Tag seiner Karriere
Hinzu kam, dass Neill gar nicht gewinnen wollte. Denn sein Freund Pierce Brosnan – später selbst zum ikonischen 007 gekrönt – brannte damals darauf, den Part zu übernehmen. „Ich wollte, dass Pierce die Rolle bekommt“, so Neill. „Also habe ich dieses lächerliche Casting gemacht, und es war einfach nur qualvoll.“
Das Ergebnis? Timothy Dalton bekam schließlich den Zuschlag und startete 1987 mit „Der Hauch des Todes“ in sein kurzes, aber intensives Bond-Kapitel. Brosnan musste warten, bis seine Serie „Remington Steele“ endete – und durfte 1995 mit „GoldenEye“ endlich übernehmen.
Für Neill blieb der Bond-Versuch eine schmerzhafte, aber lehrreiche Episode. „Es war qualvoll – zum Glück wurde nichts daraus“, lacht er heute. Doch das Internet vergisst nichts: Seine Probeaufnahmen kursieren bis heute online.
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