Mit Hilfe von KI? Hollywood-Legende kündigt für 2026 gleich zwei (!) neue Filme an
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Zu verrückt? Gibt es nicht! Wo Neues entsteht, beginnt für Daniel Kino, das sich ins Gedächtnis brennt. Je schräger und verrückter, desto besser!

Hollywood-Legende Paul Schrader macht regelmäßig in den sozialen Medien von sich reden, doch der bald 80-Jährige hat auch vom Filmemachen noch lange nicht genug. 2026 will er gleich mehrmals auf dem Regiestuhl Platz nehmen.

Columbia Pictures

Scorsese-Fans werden Paul Schrader auf ewig für die Drehbücher zu „Taxi Driver“ und „Wie ein wilder Stier“ dankbar sein, Arthouse-Aficionados dürften ihn hingegen vor allem dank „Mishima - Ein Leben in vier Kapiteln“ in Erinnerung behalten – und auch in der jüngeren Vergangenheit wusste der Altmeister zu begeistern, etwa mit seiner „Man In A Room Trilogy“ bestehend aus den drei Ausnahme-Thrillern „First Reformed“, „The Card Counter“ und „Master Gardener“. Sozialen Medien sei Dank, schlägt die 79-jährige Hollywood-Legende heute aber auch regelmäßig hohe Wellen, wenn sie ihre Meinung zu aktuellen Hits oder Trends in der Filmbranche preisgibt – und damit auch gerne mal gegen den Strom schwimmt.

Warum er „One Battle After Another“ und damit den vielleicht besten Film 2025 kritisiert, oder welche neue Netflix-Serie er feiert, die bei der Allgemeinheit weit weniger populär ist, haben wir bereits an anderer Stelle erläutert. Und auch, dass Schrader Künstliche Intelligenz unterstützt, während etwa „Frankenstein“-Regisseur Guillermo del Toro „lieber sterben“ würde, als einen KI-Film zu drehen. Doch eben jener Umstand könnte nun vielleicht sogar dafür sorgen, dass wir in den kommenden Jahren noch einige Schrader-Werke zu Gesicht bekommen werden. Oder Werke, die Schrader bei ChatGPT und Co. in Auftrag gibt...

Paul Schrader arbeitet aktuell an mehreren Filmen

Aktuell befindet sich Paul Schrader für Vorstellungen seines Ausnahme-Biopics „Mishima“ in Japan, doch im Anschluss will er sich wieder der Postproduktion seines bereits abgedrehten Films „The Basics Of Philosophy“ widmen. Das Drama um einen Philosophie-Professor mit unter anderem Jack Huston und Sofia Boutella soll im Laufe des nächsten Jahres in die Kinos kommen. Doch der Autor und Regisseur hat noch mehr in der Pipeline:

„Es sieht ganz so aus, als würde ich nächstes Jahr zwei Filme machen“, so Schrader jetzt gegenüber Variety – wobei es im Gespräch mit dem Branchenblatt ganz so klingt, als wäre „The Basics Of Philosophy“ da noch nicht einmal mitgezählt. „Ja, ich habe fertige Drehbücher“, bestätigt der Auteur schließlich.

Nähere Details zu den Projekten ließ er sich vorerst zwar nicht entlocken, doch es liegt nahe, dass es sich bei einem davon um „Non Compos Mentis“ handelt. Das als „Film Noir über sexuelle Obsessionen“ beschriebene Drama sollte ursprünglich bereits gedreht werden, aufgrund von Überarbeitungen des Drehbuchs wurde daraus aber zumindest erst einmal nichts.

Anfang des Jahres äußerte sich Schrader übrigens schon einmal ausführlich zur Debatte um Künstliche Intelligenz – und sprach sich damals ganz klar für die Technologie aus. Während andere Filmschaffende darauf pochen, Kunst „menschlich“ zu halten, ist sich der „Taxi Driver“-Autor sicher, dass KI die Zukunft ist – und wir schon bald reine KI-Filme zu sehen bekommen werden:

"Warum sollten Autoren monatelang herumsitzen?" Regielegende ist überzeugt, dass KI die besseren Drehbücher liefert

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