Kein anderer Regisseur prägte die „Fast & Furious“-Reihe so sehr wie Justin Lin. Für das erfolgreiche Franchise saß er ganze fünf Mal auf dem Regiestuhl – womit er nicht nur die meisten Teile der Reihe zu verantworten hat, sondern auch die beliebtesten: Sein „Fast & Furious Five“ gilt gemeinhin als der beste Teil und setzte den Ton für die actiongeladenen Nachfolger.
Viele Fans haben aber auch ein Herz für „The Fast And The Furious: Tokyo Drift“, bei dem Lin ebenfalls Regie führte. Vor allem, weil sich der Film lieber der Kultur illegaler Straßenrennen widmet, als auf überbordende Action zu setzen.
In einem Artikel für Digital Spy verriet Lin, dass ihm am Set von „Tokyo Drift“ ein mysteriöses Crewmitglied auffiel, welches sich gar nicht an den Dreharbeiten zu beteiligen schien. Noch seltsamer war die Tatsache, dass diese Person herumerzählte, sie sei der Regisseur des Films.
Lin sollte aber noch früh genug erfahren, wofür man diesen Mann eingestellt hatte. Und auch, warum er solche Unwahrheiten verbreitete – genau das kam nämlich sehr gelegen, als die Polizei drauf und dran war, den tatsächlichen Regisseur festzunehmen…
Justin Lin sollte verhaftet werden, doch ein Crewmitglied konnte das verhindern
Die Dreharbeiten zu „Tokyo Drift“ erwiesen sich als ziemlich riskant, denn sie waren teilweise nicht ganz legal: In der titelgebenden japanischen Hauptstadt ist es mitunter unmöglich, eine Drehgenehmigung zu erhalten. Anders als in Hollywood lässt sich dort also nicht einfach mal ein ganzer Stadtteil absperren, um ungestört Autorennen in Szene zu setzen. Das Filmteam stellte die Kameras daher verbotenerweise in Tokio auf, und hoffte, nicht an die Polizei zu geraten – was in einem Fall jedoch missglückte.
Gedreht wurde an diesem Tag in Shibuya, dem überfülltesten Stadtteil Tokios. Lin erinnert sich: „[Die Polizei] zwang uns, abzubrechen. Ich hatte alle meine Aufnahmen, aber was ich nicht wusste war, dass sie mich für den Dreh verhaften wollten. Ein anderer Kerl trat vor und sagte: ‚Ich bin der Regisseur.‘“
Bei diesem Mann handelte es sich um eben jenes Crewmitglied, das sich am Set so rätselhaft verhielt. Wie sich herausstelle, wurde dieser als Lins Doppelgänger eingestellt. So gab er sich vor der Polizei als Regisseur aus, und ging an dessen Stelle über Nacht ins Gefängnis. Auf diese Weise konnte der Dreh ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.
Ein Lockvogel, der sich vor der Polizei als der Regisseur ausgibt: Das ist ohne Zweifel einer der verrücktesten Jobs, die je für einen Film erfunden wurden! Diese Geschichte zeigt aber auch, welche unzähligen Hindernisse sich bei so einem Dreh ergeben können – und welchen Ideenreichtum es manchmal benötigt, um eine Filmproduktion über die Ziellinie zu bringen.
An den Namen des Crewmitglieds kann sich Lin leider nicht mehr erinnern, geschweige denn an dessen Berufstitel. Doch vergessen wird er ihn trotzdem niemals, wie er zum Abschluss betont: „Ich bin ihm für immer dankbar.“
Mittlerweile hat Justin Lin die „Fast & Furious“-Reihe aufgrund kreativer Differenzen verlassen, und seitdem geht es hinter den Kulissen drunter und drüber. Lange Zeit stand es daher nicht gut um den nächsten und vermutlich auch finalen Teil der Saga. Nun geht es mit der Produktion aber doch endlich voran – was man bisher über „Fast & Furious 11“ weiß, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Fast & Furious 11" ist gerettet – und jetzt soll es wohl ganz schnell gehen*Bei diesem Link handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.