Um das neue Action-Epos von Tom Cruise wird so ein großes Geheimnis gemacht, dass selbst das erste Bild uns nichts verrät
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

2026 kommt ein neuer Film mit Tom Cruise in die Kinos, der mit großer Spannung erwartet wird. Es ist ein Originalprojekt mit einem hochkarätigen Regisseur. Jetzt hat der Superstar ein erstes Bild dazu geteilt – doch schlauer macht es uns nicht.

Paramount Pictures

Von November 2024 bis Mai 2025 stand Tom Cruise für ein Filmprojekt vor der Kamera, das erst am 1. Oktober 2026 in die Kinos kommen soll. Regie führte der vierfache Oscarpreisträger Alejandro G. Iñárritu, der für gefeierte Titel wie „Amores Perros“, „Birdman“ oder „The Revenant“ bekannt ist. Es ist nach drei „Mission: Impossible“-Filmen und einem Sequel zu „Top Gun“ der erste neue Originalfilm von Cruise seit 2017. Doch bislang wissen wir fast gar nichts über das Projekt.

Es wurde zwar unter dem Titel „Judy“ gedreht, doch das war nur ein Projektname, der nicht einmal zwingend etwas mit dem Filminhalt zu tun haben muss. Zu diesem Inhalt kursieren aktuell nur Andeutungen. Es soll ein episches Action-Spektakel werden, ist da teilweise zu lesen, was der Grund für die langen Dreharbeiten und die noch längere Post-Produktion sein dürfte. Regisseur Iñárritu selbst sprach davon, dass der Dreh eine „wilde Komödie“ war und deutete so an, dass es sehr lustig zugehen wird.

Angeblich spielt Cruise den mächtigsten Mann der Welt, der versehentlich ein Desaster auslöst und nun beweisen muss, dass er es doch gut meint und wirklich der Retter der Menschheit ist. Machen Iñárritu und Cruise hier ihren eigenen Kommentar zum Superheldenkino? Wir wissen es nicht und ohnehin könnte diese kursierende Inhaltsangabe auch gar nicht stimmen.

Jetzt hat Tom Cruise das allererste Bild zu dem Film auf seinem Instagram-Account geteilt ...

... doch so richtig schlauer sind wir dadurch nicht. Denn das von Cruise selbst als „erstes Foto“ angepriesene Schwarz-Weiß-Bild verrät fast gar nichts. Es entstand zwar am Set, doch von dem ist wenig im Hintergrund zu erkennen. Zudem verweist der Superstar darauf, dass es bei den Proben war. Damit können wir nicht einmal von seinem Äußeren etwas ableiten. Denn bei solchen Proben ist es durchaus üblich, dass man in seiner privaten Kleidung unterwegs ist. Da es wohl noch vor Beginn der Dreharbeiten war, wissen wir nicht mal, ob Cruise die Frisur auf dem Bild auch im Film haben wird oder seine Haare komplett anders aussehen werden.

Cruise, der sich mit dem Instagram-Posting auch für seinen Ehrenoscar bedankt, der ihm gerade verliehen wurde, stachelt damit nur weiter unsere Neugier an. Die ist bei vielen Filmfans sehr hoch. Die Kombination aus Cruise und Iñárritu ist vielversprechend und dazu gibt es die Frage, was für ein Projekt den „Mission: Impossible“-Star dazu bewogen hat, sich mal wieder auf ein riskanteres Unterfangen einzulassen, das nicht mit Franchise-Bekanntheit im Rücken schon mal ein gewisses Kinopublikum und Einspielergebnis garantiert.

Mit Sandra Hüller und visuell auf den Spuren eines Meisterwerks

Gedreht wurde zudem mit VistaVision-Kameras auf 35 mm, was zuletzt Paul Thomas Anderson mit seinem 5-Sterne-Meisterwerk „One Battle After Another“ getan hat. Erwartet uns ein ähnliches visuelles Highlight? Nicht nur die Technik, sondern auch der dreifache Oscarpreisträger Emmanuel Lubezki („Gravity“, „Children Of Men“) als Bildgestalter lassen hoffen. Lubezki bebilderte für Iñárritu schon „Birdman“ sowie „The Revenant“ und wurde zuletzt bei „Bardo“ von vielen schmerzlich vermisst.

Auch der um Cruise versammelte Cast ist vielversprechend. In weiteren Rollen sind unter anderem Leinwandlegende John Goodman, der zuletzt in „The Negotiator“ begeisternde Riz Ahmed, „House Of The Dragon“-Königin Emma D'Arcy, der immer großartige Jesse Plemons („Bugonia“) und auch die gerade Hollywood erobernde deutsche Schauspielerin Sandra Hüller („The Zone Of Interest“) zu sehen.

Kinostart des noch titellosen Films ist wie gesagt der 1. Oktober 2026 und spätestens dann wissen wir mehr. Vielleicht sehen wir dann sogar eine oscarreife Performance von Cruise, wie sich einige seiner Fans erhoffen. Denn auch wenn er durch die bereits erwähnte Auszeichnung mit einem Ehrenoscar für seine gesamte Karriere jetzt einen der ersehnten Goldjungen zu Hause stehen hat, fehlt noch ein richtiger Academy Award für eine schauspielerische Einzelleistung. Vielleicht beschert ihm der Regisseur den bedeutendsten Filmpreis der Welt, der bereits Leonardo DiCaprio mit „The Revenant“ zum ersten Oscar verhalf? Verdient hätte Cruise ihn schon des Öfteren – unter anderem für die Performance, um die es im folgenden Artikel geht:

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