In Steven Spielbergs Sci-Fi-Meisterwerk „Minority Report“ jagt Tom Cruise als Detective John Anderson im Jahr 2054 zukünftige Verbrecher. Die sogenannten Precogs – Menschen mit hellseherischen Fähigkeiten – können voraussagen, wer in Washington D.C. straffällig wird. Doch als Anderson selbst plötzlich als potenzieller Mörder in einer Vision auftaucht, gerät die Welt des scheinbar perfekten Systems ins Wanken. Anstatt Täter zu verhaften, muss er nun vor dem eigenen Team fliehen – und wird dabei unerbittlich von dem Ermittler Danny Witwer gejagt.
In die Rolle des Verfolgers schlüpfte dabei Colin Farrell. In einem Gespräch bei The Late Show hat er nun eine Anekdote ausgepackt, die Tom Cruise am Set ganz und gar nicht erfreut haben dürfte. Der „The Penguin“-Star berichtete, dass er an einem Drehtag alles andere als in Bestform war.
„Ich hatte einen der schlimmsten Tage, die ich je an einem Filmset erlebt habe“, gestand Farrell im Interview gegenüber Moderator Stephen Colbert. „Es war mein Geburtstag am 31. Mai, und wir drehten gerade. Ich flehte die Produktion eines 120-Millionen-Dollar-Films an – wer glaubte ich eigentlich, wer ich war? –, ob ich an meinem Geburtstag nicht aussetzen könnte.“
Zu dieser Zeit befand sich Farrell mitten im Kampf gegen seinen Drogen- und Alkoholkonsum – und beschloss am Abend vor seinem Geburtstag dennoch feiern zu gehen. Mit „ein paar Bier“ zu viel intus erschien er am nächsten Morgen am Set – die Folgen ließen nicht lange auf sich warten.
Wegen Colin Farrell musste eine "Minority Report"-Szene 46-mal gedreht werden
Er erinnert sich: „Es war schrecklich. […] Die Crew fragte mich, ob ich rausgehen und frische Luft schnappen möchte. Aber ich dachte nur: Wenn ich kurz rausgehe, muss ich danach noch besser abliefern – also sagte ich: ‚Nein, wir machen einfach weiter.‘“ Dieses „weitermachen“ endete schließlich in ganzen 46 Takes für eine einzige Szene – sehr zum Missfallen des Co-Stars.
„Tom war nicht sehr glücklich mit mir. Tom, den ich liebe, war nicht sehr glücklich!“, gab Farrell zu. Rückblickend blickt er selbstkritisch auf den Vorfall: „Es ist nicht cool, weil ich zwei Jahre später in die Entzugsklinik musste. Aber in diesem Moment hat es funktioniert.“
Übrigens: Auch an einem Disney-Set mit Robin Williams hatten die Mitarbeitenden es laut Filmteam mit bewusstseinsverändernden Substanzen zu tun. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
"Alle waren drauf": Am Set dieses Disney-Films mit Robin Williams ging es überhaupt nicht jugendfreundlich zu*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.