"Das war ein Fehler": Sylvester Stallone bereut bis heute, dass er diesen gefeierten Thriller abgelehnt hat
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Sylvester Stallone überzeugt längst nicht nur als Actionstar. Sein Talent als Charakterdarsteller hätte er Mitte der 1980er dabei einmal mehr unter Beweis stellen können – doch er lehnte ab. Diese Entscheidung bezeichnete er später als großen Fehler!

Wer heute an Sylvester Stallone denkt, hat wahrscheinlich vor allem den Actionstar im Kopf – schließlich feierte der heute 79-Jährige mit Filmen wie „Die City-Cobra“ oder der von ihm selbst initiierten „The Expendables“-Reihe einige seiner größten Erfolge. Doch selbst sein ehemaliger Erzrivale Arnold Schwarzenegger muss neidlos anerkennen, dass Stallone ihm eine Sache uneinholbar voraus hat – er kann nicht nur stählerne Muskeln sein Eigen nennen und mühelos mit Knarren umgehen, sondern ist obendrein auch noch ein richtig guter Schauspieler.

Nicht umsonst erhielt Stallone für seinen ersten Auftritt als boxender Underdog Rocky Balboa im Jahr 1976 prompt eine Oscar-Nominierung (2016 wurde er für dieselbe Rolle erneut nominiert – in „Creed - Rocky's Legacy“). Und auch „Rambo“ war nicht von Anfang an eine martialische Kampfmaschine, sondern im ersten Teil noch ein psychisch gebrochener Vietnamveteran, der zunächst einfach nur ein neues Leben beginnen will. Weitere Charakterrollen spielte Stallone in Filmen wie „Vorhof zum Paradies“, „Cop Land“ oder zuletzt „Samaritan“.

Diesen Oscar-prämierten Thriller hat Sylvester Stallone abgelehnt

Es hätten dabei noch einige hinzukommen können, wenn der „Tulsa King“-Star ein bisschen weniger wählerisch gewesen wäre – so ist zum Beispiel überliefert, dass er die männliche Hauptrolle in „Coming Home - Sie kehren heim“ ablehnte, die Jon Voight später einen Academy Award als Bester Hauptdarsteller einbrachte. Doch es ist ein anderer Film, von dem Stallone bis heute bereut, dass er ihm die kalte Schulter gezeigt hat: „Der einzige Zeuge“ von Peter Weir.

Der einzige Zeuge
Der einzige Zeuge
Starttermin 24. Mai 1985 | 1 Std. 52 Min.
Von Peter Weir
Mit Harrison Ford, Kelly McGillis, Josef Sommer
User-Wertung
3,7
Filmstarts
4,0
Auf Paramount+ streamen

1986 erhielt Harrison Ford für die Rolle des Polizisten John Book, der in einer Amish-Gemeinschaft untertaucht, um einen kleinen Jungen zu beschützen, die einzige Oscar-Nominierung seiner Karriere. Der Film selbst wurde mit einem weltweiten Box-Office-Einspiel von 117 Millionen US-Dollar (gegenüber einem Budget von 12 Millionen) zum großen Erfolg, und auch die Kritik zeigte sich von dem romantischen Thriller angetan. Für den Schnitt und das Drehbuch gab es jeweils einen Oscar.

Bevor Ford ins Spiel kam, wurde das Projekt allerdings an Sylvester Stallone herangetragen – der das Angebot aber aus nicht näher benannten Gründen ausschlug.

„Dass ich ‚Der einzige Zeuge‘ abgelehnt habe, hat mich fertig gemacht“, gestand der „Judge Dredd“-Darsteller später gegenüber The Hollywood Reporter. „[Das] war ein Fehler.“

Mitte der 1980er war Stallone so gut im Geschäft wie nur wenige andere, so brachte er im selben Jahr sowohl „Rambo II“ als auch „Rocky IV“ in die Kinos – wahrscheinlich hat er die potenzielle Stahlkraft eines vergleichsweise kleinen Films wie „Der einzige Zeuge“ also schlichtweg unterschätzt. Die Rolle hätte ihm mit Sicherheit weitere Anerkennung als Schauspieler eingebracht, aber wie genau er sich als John Book geschlagen hätte, werden wir natürlich nie erfahren.

Stallone wäre allerdings nicht nur gut damit beraten gewesen, „Der einzige Zeuge“ anzunehmen – sondern auch damit, einen anderen Film abzulehnen. Welchen Flop er bis heute bereut, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

"Der schlechteste Autofilm aller Zeiten": Diesen Flop bereut Sylvester Stallone seit über 20 Jahren

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