Berührender Trailer zum Berlinale-Highlight "I Was A Stranger" – mit "Ziemlich beste Freunde"-Superstar Omar Sy
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes Top 10 neue Filme 2025: 1. The Life Of Chuck 2. Train Dreams 3. Black Bag 4. One Battle After Another 5. The Mastermind 6. The Negotiator 7. Warfare 8. Stormskärs Maja 9. Sentimental Value 10. Heldin

Das Flüchtlings-Drama „I Was A Stranger“ gewann bei der Berlinale 2024 den Amnesty International Film Prize. Nach einer auch sonst extrem erfolgreichen Festivaltournee gibt es nun endlich einen Trailer zu sehen:

Im Jahr 2023 befanden sich über 100 Millionen Menschen in unterschiedlichen Gegenden unseres Planeten auf der Flucht. Wobei sie sich in den Zufluchtsstaaten oft aggressiven Anfeindungen ausgesetzt sehen – auch hierzulande. Mit seinem Langfilm-Regie- und -Drehbuchdebüt „I Was A Stranger“ will Brandt Andersen für mehr Menschlichkeit beim Umgang mit Geflüchteten werben.

Bisher war der US-Amerikaner primär als Produzent für Filme wie „Silence“ von Martin Scorsese oder „Barry Seal - Only In America“ mit Tom Cruise tätig. Dank der bei Prestige-Projekten wie diesen geknüpften Verbindungen ist es ihm offenbar nicht nur gelungen, einen Weltstar wie Omar Sy („Ziemlich beste Freunde“) für eine der Hauptrollen zu verpflichten.„I Was A Stranger“ durfte seine Weltpremiere auch im Rahmen der Berlinale feiern – neben Cannes, Venedig, Toronto und Sundance immerhin eines der fünf wichtigsten und einflussreichsten Filmfestivals der Welt.

Wobei das schon im Trailer berührende, unabhängig finanzierte Drama dieser Aufmerksamkeit mehr als gerecht wird. Wir haben Andersens nicht nur in Berlin, sondern auch bei zahlreichen anderen Festivals prämiertes Werk nämlich bereits gesehen. Im Rahmen der offiziellen FILMSTARTS-Kritik vergab Autor Lars-Christian Daniels starke 4 von 5 möglichen Sternen.

Im Laufe des Textes werden Vergleiche zu Meisterwerken wie Iñárritus „Babel“ und Kurosawas „Rashômon“ bis hin zu Tarantinos „Pulp Fiction“ angestellt. Das Fazit unserer Rezension lautet: „Brandt Andersen richtet den Scheinwerfer in seinem erschütternden Fluchtdrama ‚I Was A Stranger‘ auf Schicksale, die im 21. Jahrhundert Millionen Menschen auf der ganzen Welt erleiden – und hält damit ein flammendes Plädoyer für mehr Menschlichkeit.“

Während der Film weiterhin auf diversen Festivals gezeigt wird, steht mit dem 9. Januar 2026 nun ein landesweiter Starttermin in den USA fest. Wann und auf welchem Weg wir „I Was A Stranger“ hierzulande flächendeckend sehen können, wurde bisher noch nicht bekannt gegeben.

Das Los des Fremden
Das Los des Fremden
Von Brandt Andersen
Mit Yasmine Al Massri, Yahya Mahayni, Omar Sy
Starttermin 18. Juni 2026

Das passiert in "I Was A Stranger"

„I Was A Stranger“ schildert das Schicksal von fünf Familien mit Fluchthintergrund über vier verschiedene Kontinente hinweg in einzelnen Kapiteln. „The Soldier“ Mustafa (Yahya Mahayni) kämpft für den syrischen Präsidenten Assad und muss immer wieder sinnlosen Erschießungen beiwohnen. In einem Flüchtlingscamp an der türkischen Küste bietet der selbst aus Afrika geflohene Marwan (Omar Sy) als „The Smuggler“ Schleusertrips nach Westeuropa an.

„The Poet“ Fathi (Ziad Bakri) sieht mit seiner Familie in einer solchen lebensgefährlichen Schlauchbootüberfahrt die einzige Chance auf eine bessere Zukunft. Und „The Captain“ Stavros (Constantine Markoulakis) sorgt in Diensten der griechischen Küstenwache dafür, dass so viele Geflüchtete wie möglich aus Seenot gerettet werden. Im finalen fünften Segment werden dann all diese Storys zusammengeführt – inklusive einer ebenso bitterbösen wie anrührenden Schlusspointe.

Wenn ihr „I Was A Stranger“ und weitere wichtige Neustarts aller Genres – egal ob auf großer Leinwand, im Streaming oder fürs Heimkino – auf keinen Fall verpassen wollt, abonniert doch einfach unseren kostenlosen Newsletter, der jeden Donnerstag erscheint.

Einen ganz anderen, aber ebenfalls nicht unwichtigen Film stellt euch FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen im folgenden Artikel vor:

Wer ist "schuld" an Corona – und warum brauchen wir eigentlich immer sofort Sündenböcke: Trailer-Premiere zur Kino-Doku "Blame"

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