"Gott sei Dank": Jamie Lee Curtis ist froh darüber, dass sie als Teenagerin nicht für einen der größten Horrorfilme vorsprechen durfte
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Mit „Halloween“ wurde Jamie Lee Curtis zur Ikone des Horrorkinos. Die Oscar-Gewinnerin hatte zuvor auch die Möglichkeit, für „Der Exorzist“ vorzusprechen – und ist heute sehr glücklich, dass daraus nichts wurde!

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Jamie Lee Curtis („The Last Showgirl“) zählt heute zu den gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods. Diesen Status hat sich die inzwischen 67-Jährige über Jahrzehnte hinweg mit beeindruckenden Performances in Filmen wie unter anderem „Perfect“, „Ein Fisch namens Wanda“, „True Lies – Wahre Lügen“, „Freaky Friday – Ein voll verrückter Freitag“ sowie „Everything Everywhere All At Once“ erarbeitet. Für Letzteren wurde Curtis schließlich auch mit dem Oscar als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Ihre wohl ikonischste Rolle ist jedoch bis heute Laurie Strode in „Halloween – Die Nacht des Grauens“. Durch das stilprägende Horror-Meisterwerk von John Carpenter („The Fog – Nebel des Grauens“) avancierte Jamie Lee Curtis zur sogenannten Scream Queen und schrieb Filmgeschichte. Dass die Schauspielerin bereits einige Jahre zuvor die Möglichkeit gehabt hätte, in einem anderen Meilenstein des Horrorkinos mitzuwirken, hat Curtis nun in der Drew Barrymore Show offenbart.

Jamie Lee Curtis in "Der Exorzist"?

Der große Durchbruch gelang Jamie Lee Curtis 1978 mit „Halloween“ im Alter von gerade einmal 19 Jahren. Doch schon rund fünf Jahre früher hätte sie sich potenziell einen Namen in Hollywood machen können. Wie Curtis erzählte, sollte sie für „Der Exorzist“ von William Friedkin vorsprechen. Produzent Ray Stark war gut mit Curtis’ Mutter, der Hollywood-Ikone Janet Leigh, befreundet – und konnte sich deren Tochter offenbar gut in der Rolle der besessenen Reagan vorstellen.

„Er rief meine Mutter an und sagte: 'Hey, ich produziere die Verfilmung des Buches ‚Der Exorzist‘. Würdest du Jamie für die Rolle vorsprechen lassen?'“, erklärte Curtis im Gespräch mit Drew Barrymore. „Damals war ich wahrscheinlich zwölf und irgendwie, ein bisschen frech und hatte schon etwas Persönlichkeit. Ich bin mir sicher, er hat mich auf einer Party gesehen und gedacht: 'Oh, sie wäre lustig.' Und meine Mutter sagte: 'Nein.'“

Auch den Grund für diese Entscheidung machte Curtis deutlich: „Meine Mutter wollte unbedingt, dass ich – Gott sei Dank – eine Kindheit habe, die du, wie ich verstehe, nicht hattest. Du hattest diese Möglichkeit nicht.“ Damit bezog sich Curtis auf die schwierige Kindheit von Drew Barrymore, die bereits in jungen Jahren als Hollywood-Kinderstar extrem gefragt war, mit dem frühen Ruhm jedoch kaum umgehen konnte. Schon im Teenageralter machte Barrymore exzessive Erfahrungen mit Alkohol und Drogen, ein Suizidversuch in dieser Zeit scheiterte.

Ob Jamie Lee Curtis ebenfalls eine Weltkarriere hingelegt hätte, wenn sie die Rolle der Reagan in „Der Exorzist“ übernommen hätte, wird unbeantwortet bleiben. Linda Blair, die letztlich für die Rolle ausgewählt wurde und eine Oscar-Nominierung erhielt, blieb dieser langfristige Karriereerfolg jedenfalls verwehrt – auch wenn sie mit ihrer aufopferungsvollen Performance in dem bis heute schockierenden Horrorfilm für immer untrennbar verbunden bleiben wird.

Das nächste Mal auf der großen Leinwand wird Jamie Lee Curtis ab dem 22. Januar 2026 in der Tragikomödie „Ella McCay“ zu sehen sein. Den Trailer könnt ihr euch nachfolgend anschauen:

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