Bruce Willis hat sich immer wieder für seine Rollen verausgabt. Schon für seine Durchbruchsrolle als John McClane in „Stirb langsam“ ging er an seine körperlichen Grenzen. Den berühmten Sprung vom Dach des Nakatomi Plaza etwa absolvierte er selbst, wobei er von der Druckwelle der Explosion auf ein Luftkissen geschleudert wurde. Einen ungleich höheren Preis zahlte er wiederum bei einer Schießerei in einem engen Schacht: Durch die Lautstärke der Platzpatronen verlor er dauerhaft zwei Drittel seines Hörvermögens auf dem linken Ohr.
Auch in Filmen wie „Last Boy Scout“ oder „Looper“ absolvierte er einige halsbrecherische Stunts. Seine größte Herausforderung stellte nach eigenen Aussagen aber ein anderer Film dar: der Kriegs-Actioner „Tränen der Sonne“!
In dem 2003 unter der Regie des späteren „The Equalizer“-Schöpfers Antoine Fuqua entstandenen Kriegs-Actioner verkörpert Willis den amerikanischen Lieutenant A.K. Waters, der sein Team inmitten des Bürgerkrieges von Nigeria durch den dichten Dschungel manövrieren muss. Das Ziel: die Ärztin Dr. Lena Kendricks (Monica Bellucci) in Sicherheit zu bringen.
In einem Interview mit The Oklahoman räumte Willis offen ein, dass ihm die Dreharbeiten zu „Tränen der Sonne“ ziemlich zugesetzt haben: „Das war bei weitem der härteste Film, den ich je gemacht habe, sowohl körperlich als auch emotional“, so der heute 70-Jährige. „Es war wirklich anstrengend. Ich glaube nicht, dass es ein Actionfilm ist – ich denke, es ist ein Film über das menschliche Herz, über Heldentum und darüber, anderen Menschen zu helfen. Im Kern geht es darum, dass das Gute über das Böse triumphiert.“
Ein Bootcamp und Zoff mit dem Regisseur
Einer der Gründe, warum die Arbeit an „Tränen der Sonne“ einen enormen Kraftakt bedeutete, lag darin, dass der ehemalige US-Navy-SEAL Harry Humphries als technischer Berater fungierte – und die Schauspieler (der Cast von „Der Soldat James Ryan“ kann ein Lied davon singen!) eine Art militärisches Bootcamp durchlaufen ließ, um für ein größtmögliches Maß an Realismus zu sorgen. Zudem sollen Willis und Regisseur Fuqua nicht gut miteinander zurechtgekommen sein, wie wir bereits in einem anderen Artikel berichtet haben.
Die Strapazen hatten sich am Ende nur bedingt gelohnt: Mit einem weitweiten Einspielergebnis von 86,5 Millionen US-Dollar (gegenüber einem Budget von 75 Millionen) enttäuschte „Tränen der Sonne“ an den Kinokassen – und die Kritiken fielen größtenteils negativ aus. Wir von FILMSTARTS.de hatten so gerade einmal dürftige 2 von möglichen 5 Sternen übrig für den „handwerklich solide[n] Actioner“, der „in lahmen Charaktere, platten Klischees und noch platterem US-Patriotismus [versinkt].“
Besser kam da schon ein heute fast vergessener 90er-Jahre-Film an, für den Bruce Willis auf eine Menge Geld verzichtete, um mit einem ganz bestimmten Kollegen vor der Kamera stehen zu können. Die ganze Geschichte lest ihr im nachfolgenden Artikel:
"Mach dir keine Sorgen um Geld": Bruce Willis verzichtete auf 99% seines Gehalts, um mit einer echten Hollywood-Legende zusammenzuarbeiten*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.