Wer den Namen Michael J. Fox hört, hat wohl automatisch die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie im Kopf. Schließlich wurde der heute 64-Jährige, der die Schauspielerei aufgrund einer im Jahr 1991 diagnostizierten Parkinson-Erkrankung mittlerweile weitgehend einstellen musste, als Marty McFly vor 41 Jahren weltberühmt – noch heute handelt es sich bei dem zeitreisenden Highschool-Schüler um seine absolute Paraderolle.
Doch natürlich hat Fox in seiner leider viel zu kurzen Karriere auch noch in anderen Filmen mitgespielt – darunter die Börsenkomödie „Das Geheimnis meines Erfolges“, Brian De Palmas Vietnamkriegs-Meisterwerk „Die Verdammten des Krieges“, der Actionspaß „Auf die harte Tour“, die RomCom „Doc Hollywood“ oder Peter Jacksons Horrorkomödie „The Frighteners“.
Kurz nach dem ersten „Zurück in die Zukunft“-Abenteuer (1985) kam zudem noch ein weiterer Film mit Michael J. Fox in der Hauptrolle in die Kinos, der gegenüber der ikonischen Sci-Fi-Komödie mittlerweile aber etwas verblasst ist: „Teen Wolf – Ein Werwolf kommt selten allein“.
Fox spielt darin den 17-jährigen Scott Howard, dessen ohnehin schon schwieriger Alltag als Außenseiter an einer Highschool durch eine genetische Besonderheit zusätzlich verkompliziert wird. Der Titel verrät es bereits: Er verwandelt sich bei Vollmond in einen Werwolf!
Sicherlich auch angeschubst durch den weltweiten Mega-Erfolg von „Zurück in die Zukunft“ entwickelte sich auch „Teen Wolf“ zum Hit: Bei einem Budget von 4 Millionen US-Dollar spülte er weltweit beachtliche 80 Millionen in die Kinokassen. Michael J. Fox, der übrigens mit der Sitcom „Familienbande“ seinen Durchbruch hatte, war jedoch alles andere als glücklich mit dem Film. In seinen Memoiren „Always Looking Up: The Adventures Of An Incurable Optimist*“ schrieb er:
„Mir war schon klar, dass ‚Teen Wolf‘, der einige Monate zuvor gedreht worden war, nicht mein Meisterwerk war. Eines Tages am Set ließ mich der Requisiteur ein paar Fotos machen, auf denen ich eine Tafel Schokolade hielt, damit man dem Süßwarenhersteller zeigen konnte, dass wir sein Produkt tatsächlich im Film verwendet hatten. […] Rückblickend bin ich mir nicht sicher, warum ich diese Rolle angenommen habe.“
„Teen Wolf“ kam zwar erst nach „Zurück in die Zukunft“ in die Kinos, wurde aber vorher gedreht. Hätte Fox einen Blick in die nahe Zukunft werfen können, um so bereits von seinem großen Triumph zu erfahren, dann hätte er sich vermutlich von vornherein anders entschieden.
Zwei Jahre später kam unter dem schlichten Titel „Teen Wolf II“ übrigens eine gefloppte (und in den Augen des Verfassers dieser Zeilen ziemlich spaßige) Fortsetzung in die Kinos – ohne Michael J. Fox, dafür mit Jason Bateman („Kill The Boss“) in seiner ersten großen Leinwandrolle. Bereits 1986 wurde der Stoff zudem als kurzlebige Zeichentrickserie adaptiert. Jahrzehnte später wurde die Grundidee schließlich in Form einer erfolgreichen MTV-Serie neu aufgelegt, die es immerhin auf sieben Staffeln brachte.
Wenn ihr übrigens wissen wollt, von welchem Film Michael J. Fox noch heute bereut, dass er ihn abgelehnt hat, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
"Ich bin ein verdammter Idiot": Michael J. Fox bereut bis heute, dass er einen der größten Hits der 90er abgelehnt hat*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.