Dieser 90er-Jahre-Hit ist der heimliche fünfte Film der "Ghostbusters"-Reihe – laut Ur-Geisterjäger Dan Aykroyd!
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Der 90er-Jahre-Hit „Casper“ ist bekannt für die erste reine CGI-Hauptfigur in einem Realfilm. Und: Für Dan Aykroyds ikonischen Gastauftritt als Geisterjäger. Für ihn ist die Fantasy-Komödie deshalb sogar Teil der offiziellen „Ghostbusters“-Welt.

Seit über 40 Jahren begeistert die Sci-Fi-Horror-Komödien-Reihe „Ghostbusters“ große und kleine Geister-Fans. Aktuell bilden vier „Ghostbusters“-Abenteuer die offizielle Filmreihe: „Ghostbusters“ (1984), „Ghostbusters II“ (1989), „Ghostbusters: Legacy“ (2021) und „Ghostbusters: Frozen Empire“ (2024). Sie alle bauen inhaltlich aufeinander auf und folgen derselben „Zeitlinie“ (Tipp: Es ist auch die Reihenfolge, die ihr bei einem „Ghostbusters“-Film-Marathon beherzigen solltet).

Nicht zum offiziellen Film-Kanon (aber natürlich zum Franchise) zählt das Reboot „Ghostbusters“ (2016) mit vier weiblichen Hauptdarstellerinnen. Zum Franchise gehören außerdem die beiden Animationsserien „The Real Ghostbusters“ (ab 1986) und „Extreme Ghostbusters“ (1997). Und das war es. Diese aufgezählten Werke bilden, Stand 2026, die komplette serielle und filmische „Ghostbusters“-Welt – oder?

Nicht, wenn es nach Ur-Ghostbuster Dan Aykroyd geht, der in den Filmen die Rolle des gutmütigen, manchmal etwas naiven Tech-Enthusiasten Dr. Ray Stantz verkörpert. Für den Mitschöpfer der Reihe spielt die Fantasy-Komödie „Casper“ (1995) im „Ghostbusters“-Kanon eine nicht unerhebliche Rolle. Der Grund: der Gastauftritt des Oscar-nominierten Darstellers („Miss Daisy und ihr Chauffeur“) in seiner Paraderolle als Geisterjäger (übrigens längst nicht der einzige Überraschungssauftritt in dem 90er-Jahre-Hit). Doch wieso tritt er dort überhaupt als Ghostbuster auf?

Märchen vom einsamen Geist: Das ist "Casper"

Der von Blockbuster-Titan Steven Spielberg produzierte und von Brad Silberling („Stadt der Engel“) inszenierte Film erzählt vom „Geistertherapeuten“ Dr. James Harvey (Bill Pullmann) und seiner Tochter Kat (Christina Ricci). Gemeinsam ziehen sie bei der cholerischen Eigentümerin Carrigan Crittenden (Cathy Moriarty) ein, um deren alte Villa von unheimlichen Gespenstern und Flüchen zu befreien. Kat schließt Freundschaft mit dem einsamen Gespenst Casper – während Caspers (verstorbene) Verwandte, das Geistertrio Onkel Stretch, Stinkie und Fatso, für mächtig Chaos in der Villa sorgen.

Casper
Casper
Starttermin 20. Juli 1995 | 1 Std. 40 Min.
Von Brad Silberling
Mit Devon Sawa, Christina Ricci, Bill Pullman
User-Wertung
3,3

Falls ihr mal wieder Lust auf „Casper“ habt oder euch den perfekt getricksten Familienfilm erstmals ansehen möchtet: „Casper“ ist unter anderem über Amazon Prime Video als Leih- und Kauf-VoD erhältlich.

Für Ms. Crittenden und ihren Gehilfen Dibbs, die in der geheimnisvollen Villa einen Schatz vermuten, ist das umherspukende Gespenstertrio natürlich ein Dorn im Auge. Und wer könnte Geister besser verjagen als die Ghostbusters? Kurzum: Die Profis müssen ran.

Dan Aykroyds Cameo in "Casper"

Das ist der Startschuss für den Part von Aykroyd/Stantz, dessen Gastauftritt nur 12 Sekunden dauert, aber unter Fans dennoch Kultstatus besitzt. Denn Aykroyd tritt in seiner legendären Ghostbusters-Uniform inklusive Protonen Pack auf, das Namensschild „Stantz“ ist gut lesbar.

Stantz geht ins Haus – und kommt nach wenigen Sekunden verängstigt herausgestürmt. Was Stretch, Stinkie und Fatso mit ihm angestellt haben, weiß bis heute niemand so genau, doch für den Geisterjäger scheint das Gespenstertrio eine Nummer zu groß. Den besten Verweis auf die „Ghostbusters“-Filme gibt’s am Ende von Stantz' Stippvisite. Kurz bevor er panisch davonrennt, ruft er Ms. Crittenden und Dibbs zu: „Wen rufst du an? Jemand anderen!“ (im Original: „Who ya gonna call? Someone else!“). Diese kurze, aber treffsichere Dialogzeile spielt auf den berühmten Ghostbusters-Slogan an.

Zählt der Film für Aykroyd wegen dieses Cameos zum „Ghostbusters“-Universum? „Ich denke schon, schließlich hat Steven Spielberg mich angefragt und gesagt: ‚Komm und mach das‘, und ich wurde Teil des Films“, sagte Aykroyd im Gespräch mit Aaron Sagers für dessen Podcast Talking Strange (via JoBlo). „Natürlich ist es eine schöne Hommage an das, was wir mit Regisseur Ivan Reitman und allen anderen geschaffen haben. Ich denke, man muss das unbedingt ins ‚Ghostbusters‘-Universum aufnehmen“, so der 73-Jährige.

Ihr wollt euch Aykroyds Auftritt in "Casper" ansehen? Auf YouTube steht die berühmte Szene kostenlos zum Abruf bereit:

Ob Aykroyd mit „das“ nun einzig seinen Gastauftritt oder den kompletten Film „Casper“ meint, bleibt wohl sein Geheimnis. Kein Geheimnis, vielmehr völlig offensichtlich, ist der Schnauzbart, den er als Stantz in „Casper“ trägt. Ein völlig neuer, unbekannter Look! Der Hintergrund: Aykroyd spielte seinen Gast-Part kurz nach dem Ende des Drehs zur Thriller-Komödie „Undercover Cops“, für die er sich den Bart hatte wachsen lassen.

Neben dem ersten „Ghostbusters“-Film zählt Joe Dantes schwarzhumorige Grusel-Farce „Gremlins“ zu den absoluten 80er-Jahre-Horror-Kultstreifen. Auch bei „Gremlins“ fungierte Spielberg als ausführender Produzent – und veredelte den Film mit einem völlig abgedrehten Gastauftritt:

Habt ihr ihn erkannt? Einer der größten Regisseure aller Zeiten versteckt sich im Getümmel der Kult-Horrorgroteske "Gremlins"!

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