Die Welt musste fast ein Jahr länger auf „Michael“ warten als ursprünglich geplant. Aber offenbar hat die unfreiwillige Verschiebung des Starttermins die Vorfreude nur noch weiter angeheizt. In den USA hat die 200-Millionen-Dollar-Produktion allein in Previews am Donnerstag vor dem offiziellen Start am Freitag bereits zwischen zwölf und 13 Millionen Dollar in die Kassen gespült. Mal zur Einordnung: Das ist das beste Preview-Ergebnis aller Zeiten für ein Biopic! Auf den weiteren Plätzen folgen dann der bisherige Rekordhalter „Oppenheimer“ (10,5 Millionen) sowie dann schon sehr viel weiter abgeschlagen „Straight Outta Compton“ (4,9 Millionen) und „Bohemian Rhapsody“ (3,9 Millionen Dollar).
Wenn man diese Zahlen hochrechnet, sollte am Ende eigentlich ein Ergebnis von 65 bis 70 Millionen Dollar am ersten Wochenende in Nordamerika für „Michael“ herauskommen – wobei einige Expert*innen sogar in ihren Prognosen sogar bis auf 80 Millionen Dollar und drüber hochgehen. Das sollte auf jeden Fall reichen, um den Rekord für das beste erste Wochenende eines Musiker-Biopics in den USA zu brechen, der aktuell noch von „Straight Outta Compton“ (60,2 Millionen Dollar) gehalten wird. Auch der Rekord für den besten Biopic-Start ist noch im Bereich des Möglichen, aber da müsste sich „Michael“ noch mal richtig strecken: Aktuell steht jedenfalls noch „Oppenheimer“ mit 82,4 Millionen Dollar an der Spitze.
Rekord im Rest der Welt
Das Branchenblatt The Hollywood Reporter hat sich die Mühe gemacht, die Ergebnisse des ersten Tages nach Rekordergebnissen zu durchkämmen. Bislang sind dabei folgende Bestmarken zutage getreten:
- Frankreich: bester erster Tag für ein Biopic (sogar weit vor „Oppenheimer“ und „Bohemian Rhapsody“)
- Großbritannien: bester erster Tag für ein Musiker-Biopic überhaupt Italien: ebenfalls bester erster Tag für ein Musiker-Biopic überhaupt
- Australien: bester erster Tag für ein Musikal-Biopic, und damit sogar erfolgreicher als „Elvis“, der ja sogar in Australien gedreht wurde
- Brasilien: die erfolgreichsten Preview-Ergebnisse aller Zeiten für einen Film, der nicht zu einem Franchise gehört oder auf einem Superhelden-Comic basiert.
"Michael" in Deutschland
Hierzulande werden – wohl auch wegen des Wetters – zwar aktuell nicht die absoluten Höchstwerte erwartet, aber mit angepeilten 500.000 Besucher*innen bis Sonntag strebt „Michael“ gerade in Richtung des zweitbesten Startwochenende des Jahres (hinter „Der Super Mario Galaxy Film“). Damit könnte der Film auch in Deutschland den Rekord für den besten Start eines Biopics brechen, allerdings wird das Rennen womöglich ganz schön knapp: Aktuell wird die Bestmarke jedenfalls noch von Christopher Nolans Schwarz-Weiß-Oscar-Abräumer „Oppenheimer“ aus dem Jahr 2023 gehalten.
„Michael“ ist dabei einer dieser Filme, die bei der Kritik gar nicht bis nur durchschnittlich wegkommen, aber von Fans im Schnitt sehr viel positiver aufgenommen werden. Das spricht natürlich auch für die Chancen an den Kinokassen – zugleich könnte es aber auch andeuten, dass „Michael“ in den kommenden Wochen schneller abbauen wird, weil alle Fans nicht mehr abwarten konnten und direkt zum Start in die Kinos gerannt sind.
Wenn ihr wissen wollt, wir zum Film stehen, könnt ihr entweder die offizielle FILMSTART-Kritik zu „Michael“ lesen – oder etwas ausführlicher in die aktuelle Folge unseres Podcast Leinwandliebe hineinhören.
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