"Der Film wurde mir weggenommen": Regisseur von Science-Fiction-Highlight mit Brad Pitt enthüllt Studio-Einmischung
Tobias Kirchner
Tobias Kirchner
-Freier Autor
Tobias liebt das Kino, weil es ihn für ein paar Stunden in andere Welten entführt.

Nicht selten erfahren wir Jahre später, dass Regisseure nicht die komplette Kontrolle über ihr Projekt haben. Jetzt offenbarte James Gray, dass er sich sein Science-Fiction-Projekt mit Brad Pitt eigentlich ganz anders vorgestellt hatte: „Ad Astra“.

Regisseur James Gray war zuletzt auf dem Filmfestival Cannes unterwegs, um über seinen neuen Film „Paper Tiger“ mit Adam Driver und Scarlett Johansson zu sprechen, der dort seine umjubelte Premiere feierte. Insbesondere die Leistung von Driver wird gelobt und auch in unserer FILMSTARTS-Kritik kommt der Film sehr gut weg. In diesem Zusammenhang hat Gray jedoch in einem Interview auch über ein vergangenes Projekt gesprochen und erzählt, dass er bei der Umsetzung nicht die ganze kreative Kontrolle hatte: der Science-Fiction-Film „Ad Astra“ mit Brad Pitt.

"Es wäre ein völlig anderer Film geworden."

James Gray packte in dem Interview aus und beschwerte sich darüber, dass die veröffentlichte Fassung nicht seine ursprüngliche Version war. Tatsächlich hat laut Grays Aussage das (damals noch nicht zu Disney gehörende) Studio 20th Century Fox den Film sogar länger gemacht, als er es wollte.

In dem Gespräch ließ er keine Zweifel an den Schwierigkeiten mit „Ad Astra“. Während er über Paper Tiger sprach, sagte James Gray: Bei diesem Projekt kontrolliere ich alles und bei ‚Ad Astra‘ war das nicht der Fall. Der Film wurde mir weggenommen.

Ganz losgelassen hat ihn „Ad Astra“ offenbar nicht. So gab Gray zu, dass er eines Tages gerne seine Version des Films mit der Öffentlichkeit teilen würde. „Es wäre ein völlig anderer Film geworden. Er wäre zwölf Minuten kürzer gewesen. Ich bin wahrscheinlich der einzige Regisseur, der einen kürzeren Director's Cut macht”, sagt Gray. Die Umsetzung einer neuen Schnittfassung liege allerdings nicht in seiner Hand, so der Regisseur weiter.

„Ad Astra“ kam 2019 in die Kinos und erhielt damals durchaus positive Kritiken. An den Kinokassen blieb der Film allerdings hinter den Erwartungen zurück und spielte bei einem Budget im Bereich von 80 Millionen Dollar nur rund 128 Millionen Dollar weltweit ein.

„Ad Astra“ mag zwar an den Kassen gefloppt sein, allerdings handelt es sich sicherlich nicht um den schlechtesten Film in der Karriere von Brad Pitt. Welchen Film der Darsteller am liebsten vergessen würde, erfahrt ihr hier:

"Ich habe ihn noch nicht gesehen": Brad Pitt wollte den schlechtesten Film seiner Karriere schnell vergessen

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