Der Regisseur ist nur 20 Jahre alt: "Backrooms" startet mit einem unglaublichen Rekordergebnis in den Kinos!
Christoph Petersen
Christoph Petersen
-Chefredakteur
Seitdem er nach „Scream“ eine Woche lang nicht schlafen konnte, jagt er diesem Gefühl hinterher – und schaut deshalb so gut wie jeden Horrorfilm.

Man hat gespürt, wie der Hype in den vergangenen Wochen angeschwollen ist. Aber mit dem, was am Startwochenende an den US-Kinokassen passiert ist, konnte vorab trotzdem niemand ernsthaft rechnen. Die Zahlen sind der absolute Wahnsinn!

Kane Parsons ist gerade einmal 20 Jahre alt! Als Teenager ist er mit der 22-teiligen Webserie „The Backrooms“ auf YouTube berühmt geworden – und als es dann darum ging, aus den Creepypasta-Kurzfilmen eine Kinoproduktion zu formen, wollte er zunächst einmal seine Highschool fertig machen. Im Anschluss hat er sich dann allerdings gegen die Uni entschieden und ist stattdessen dem Ruf Hollywoods gefolgt – wo er den „Backrooms“-Kinofilm für ein Budget von zehn Millionen Dollar umsetzen konnte. Das ist so schon eine unglaubliche Geschichte …

… aber so richtig geht es mit den Unglaublichkeiten jetzt erst los: Seit dem US-Start am vergangenen Wochenende ist Kane Parsons offiziell der jüngste Regisseur aller Zeiten, der in Nordamerika an der Spitze der Kinocharts gelandet ist. Aber dieser Platz 1 ist kein normaler Platz 1 – denn mit seinen unfassbaren 81 Millionen Dollar Umsatz allein am ersten Wochenende hat „Backrooms“ auch sonst noch jede Menge Box-Office-Rekorde gebrochen.

Wenn man schon mit 20 alle Rekorde bricht

So ist „Backrooms“ gerade mit mehr als 100 Millionen Dollar der beste weltweite Horror-Kinostart des Jahres gelungen – und zwar vor „Scream 7“, der seinerseits den besten Start des gesamten „Scream“-Franchises hingelegt hat. Und dabei muss man beachten: „Scream 7“ ist quasi überall am selben Wochenende gestartet, während es bei „Backrooms“ viele Territorien gibt, wo der Film erst in den kommenden Wochen startet – so zum Beispiel auch in Deutschland, wo der 18. Juni 2026 als offizieller Starttag terminiert ist.

Aber damit nicht genug: „Backrooms“ hat zudem auch den US-Startrekord des Kult-Studios A24 („Das Drama“) regelrecht pulverisiert. Diesen hielt bis zum vergangenen Wochenende nämlich immer noch „Ex Machina“-Mastermind Alex Garland, dessen Kriegs-Thriller „Civil War“ im Jahr 2024 mit 25,5 Millionen Dollar gestartet war. „Backrooms“ hat also mehr als dreimal so viel eingespielt wie der bisherige Rekordhalter.

Damit ist der Horror-Schocker nach nur drei Tagen bereits der zweiterfolgreichste Film in der Geschichte des Studios – und es wird nicht lange dauern, bis er sich auch noch am bisherigen US-Spitzenreiter „Marty Supreme“ (96 Millionen Dollar) vorbeischieben wird.

Das Phänomen funktioniert auch im Kino phänomenal

Los ging alles mit dem Bild eines gelblichen, leer geräumten Zimmers, um das sich eine schnell wachsende Online-Fancommunity entwickelte – eine Faszination, die Kane Parsons dann mit Kurzfilmen über vermeintlich alltägliche Büroräume, bei denen immer irgendwas nicht ganz stimmt, weiter befeuerte. Aus diesem bislang aufs Kurzformat setzenden Creepypasta-Phänomen einen Kinolangfilm zu machen, ist alles andere als leicht – aber Parsons liefert voll ab.

So schreibt mein Kritiker-Kollege Kamil Moll im Fazit der offiziellen FILMSTARTS-Besprechung (4,5 Sterne) zu „Backrooms“: „Dem gerade mal 20 Jahre alten Kane Parsons gelingt das Kunststück, einen eigentlich zutiefst internetbasierten urbanen Horrormythos in großes Kino zu übersetzen, ohne dabei dessen eigentlichen Reiz zu verlieren. Parsons macht genau jenes diffuse Gefühl greifbar, das schon seine Webserie so einzigartig erscheinen ließ: die verstörende Ahnung, in einer Realität gelandet zu sein, die unserer eigenen fast vollkommen gleicht – und gerade deshalb falsch wirkt. Das Ergebnis ist einer der intensivsten und einzigartigsten Horrorfilme der letzten Jahre.

Am selben Wochenende hat übrigens auch noch ein zweiter Horrorfilm Box-Office-Geschichte geschrieben:

Die beste Mundpropaganda aller Zeiten: Alle wollen diesen Horrorfilm sehen – aber in Deutschland müssen wir noch drei Wochen warten!

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