Dass die Produzenten und Produzentinnen eines Films oft mehr verdienen als die Regisseure und Regisseurinnen, ist jetzt nicht ungewöhnlich. Oft sind sie schließlich an der Finanzierung beteiligt oder machen den Film erst möglich, weil sie zum Beispiel den zugrundeliegenden Stoff entdecken und sich gesichert haben. Doch im Falle von Jason Blum und „Obsession - Du sollst mich lieben“ ist die Lage anders.
Jason Blum ist einer der aktuell bedeutendsten Horror-Produzenten Hollywood. Mit seiner Firma „Blumhouse“ steckt er hinter Franchises wie „Paranormal Activity“ und „Insidious“. Bekannt wurde er vor allem, weil er „Blockbuster für Pennies“ schafft, sprich: Er bringt Horrorfilme heraus, die kaum Geld kosten, dann aber riesige Kino-Hits werden.
Genau das trifft auf „Obsession - Du sollst mich lieben“ zu. Der Film kostete gerade einmal 750.000 Dollar. Mittlerweile hat er bereits über 229 Millionen Dollar eingespielt. Das ist mehr als das 300-fache des Budgets. Einen besonderen Rekord brach das Werk damit auch: Noch nie zuvor hat ein Film, der für unter einer Million Dollar produziert wurde, so viel Geld eingespielt.
"Obsession" ist ein Blumhouse-Film – aber doch nicht
Wer „Obsession - Du sollst mich lieben“ ab dem 25. Juni 2026 in den Kinos sehen wird, wird im Vorspann das Blumhouse-Logo entdecken. Jason Blum ist Ausführender Produzent des Films, seine Firma steht als Produktionsfirma in allen Listen und wie viel der Horror-Hit-Produzent bereits mit dem Werk verdient hat, werden wir gleich erörtern. Doch vorher müssen wir zu einer Besonderheit kommen.
Als „Obsession“ im September 2025 seine Weltpremiere auf dem Filmfestival in Toronto feierte, war Blums Name und das Logo seiner Firma noch nicht dabei. Auch das ist noch nicht so besonders. Oft werden Filme im Anschluss an solche Festival-Premieren gekauft. Das ist hier passiert. Allerdings erwarb nicht Blumhouse den Film, sondern der Verleih Focus Features für insgesamt 15 Millionen Dollar. Focus Features brachte „Obsession“ jetzt auch in die Kinos. Doch wie kam Jason Blum ins Spiel?
Eineinhalb Monate nach dem Erwerb des Films holte Focus Features den „Blockbuster für Pennies“-Experten an Bord. Er und seine Firma sollten beim Marketing helfen – vor allem allein durch die Präsenz mit ihrem für das Genre so prominenten Namen. Blum hat also mit der Entstehung des eigentlichen Films nichts zu tun. Er hat diesen weder entdeckt, noch irgendwie finanziert, noch an der Produktion mitgewirkt. Und doch steht ihm angeblich ein besonders dicker Zahltag ins Haus.
15 Millionen Dollar nur für Jason Blum und seine Firma
Wie das Branchenmagazin The Wrap unter Bezugnahme auf mehrere mit dem Projekt vertraute Insider berichtet, wird Jason Blum für seine Rolle als „Marketing-Helfer“ erfolgsabhängig vergütet. Nach dem Erreichen des ersten Einnahmeziels von 25 Millionen Dollar an den nordamerikanischen Kinokassen standen dem Horror-Experten direkt zwei Millionen Dollar zu. Für jede weitere fünf Millionen Dollar sollte er einen weiteren Bonus von 500.000 Dollar bekommen. Aktuell hat Obsession über 156 Millionen Dollar an den US-Kinokassen eingespielt. Allein nach dieser Regelung hat Blum nach unseren Berechungen bereits 15 Millionen Dollar verdient.
Er werde damit deutlich mehr Geld als Regisseur und Autor Curry Barker sowie dessen Produzentin Haley Nicole Johnson verdienen, die den Film mit ihrer Firma Under The Shell auf den Weg brachte. Der Großteil des Gewinns wird aber natürlich bei US-Verleih Focus Features landen. The Wrap berichtet, dass das Unternehmen rund 125 Millionen Dollar einnehmen wird.
"Obsession - Du sollst mich lieben": Diesen Horror-Hit müsst ihr schauen!
In Kürze könnt ihr euch wie gesagt auch in Deutschland davon überzeugen, dass „Obsession - Du sollst mich lieben“ nicht nur verdammt erfolgreich, sondern auch richtig, richtig gut ist. In der FILMSTARTS-Kritik vergibt unser Chefredakteur Christoph Petersen so nicht nur 4,5 Sterne, sondern schwärmt auch von einem „der doppelbödigsten, cleversten, garstigsten, dichtesten und heftigsten Schocker seit langem“.
Kinostart ist der 25. Juni 2026. Übrigens ist auch Steven Spielberg ein Fan. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:
Trotz Trubel um seinen neuen Sci-Fi-Blockbuster "Disclosure Day": Steven Spielberg gesteht seine Liebe für diesen aktuellen Horror-Hit!Unsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.