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    Von Netflix, den Obamas und den "Avengers: Endgame"-Regisseuren: "Exit West" wird verfilmt
    Von Björn Becher — 06.03.2020 um 09:32

    Einer der berührendsten Romane der vergangenen Jahre wird verfilmt. Für „Exit West“ schließen sich Streaminggigant Netflix, Michelle und Barack Obama sowie die „Avengers: Endgame“-Regisseure Joe und Anthony Russo zusammen.

    Einaudi / Netflix

    Schon direkt als Mohsin Hamids weltweiter Bestseller „Exit West“ 2017 erschien, sicherten sich die Brüder Joe und Anthony Russo („Avengers: Infinity War“, „Avengers: Endgame“) die Rechte für eine Verfilmung der märchenhaften Liebesgeschichte vor ernstem Hintergrund. Nun kommt es endlich dazu – mit prominenter Unterstützung.

    Denn auch Michelle und Barack Obama sollen laut Collider einsteigen. Und da die beiden mit ihrer Produktionsfirma einen exklusiven Deal mit Netflix haben, wäre dann auch der Streaminggigant an Bord, der „Exit West“ sicher nicht nur auf der eigenen Plattform auswerten würde, sondern wie andere Prestigeprojekte (siehe „The Irishman“) auch ins Kino bringen – allein schon, um die Oscarregeln zu erfüllen.

    Regisseur und Hauptdarsteller für "Exit West"

    Die Beteiligten, die dafür verantwortlich sind, dass es den Film geben wird, sind hochkarätig. Aber auch die kreativ Beteiligten, die nun den Film selbst für diese Produzenten umsetzen werden, sind stark. Laut Collider wird Yann Demange die Regie übernehmen, während wir Riz Ahmed in der Hauptrolle sehen.

    Yann Demange schaffte seinen Durchbruch mit dem Bürgerkriegsdrama „’71 – Hinter feindlichen Linien“, brachte danach den Drogenkrimi „White Boy Rick“ heraus und wurde im Vorfeld von „Keine Zeit zu sterben“ immer wieder als 007-Regisseur gehandelt.

    Riz Ahmed dürfte vielen Kinogängern durch seine Nebenrolle in „Rogue One: A Star Wars Story“ bekannt sein, bekleidete über die Jahre die unterschiedlichsten Parts in Werken wie „Four Lions“, „Nightcrawler“, den Serien „The Night Of“ und „The OA“ oder in „Venom“.

    Walt Disney
    Riz Ahmed in "Rogue One: A Star Wars Story"

    Darum geht es in "Exit West"

    „Exit West“ spielt in einem namenlosen, muslimisch geprägten Land im Mittleren Osten, wo ein Bürgerkrieg tobt. Inmitten der Wirrungen lernen sich Nadia und Saeed (im Film dann Riz Ahmed) kennen. Sie ist aufgeschlossen, lebt säkular und fasziniert ihn mit ihrer Coolness. Er ist eigentlich streng religiös, doch verliebt sich in die so gegensätzliche, selbstbewusste Frau.

    Aber in ihrer Heimat hat ihre Liebe keine Chance. Die Stadt brennt, Anschläge häufen sich. Für eine gemeinsame Zukunft müssen sie fliehen. Und es gibt Gerüchte, dass dies möglich ist, dass es fast schon magische Türen (siehe Bild) gibt, die einen fern in den Westen katapultieren, wo man glücklich werden könne. Doch der Weg durch diese Türen kostet Geld, viel Geld. Und hinter jeder Tür wartet eine andere Zukunft…

    Wer sich vorab nun schon für den Roman „Exit West“ interessiert, bekommt ihn übrigens als E-Book, gebundenes Buch oder Taschenbuch im Handel – unter anderem bei Amazon.*

    Noch ist nicht bekannt, wann der „Exit West“-Film erscheinen soll, da Netflix diesen Stoff aber sicher als aussichtsreichen Oscar-Kandidaten ansieht, dürfte eine Veröffentlichung gen Ende eines Kalenderjahres erfolgen. Weil nun laut Collider erst einmal noch ein Autor für ein Drehbuch angeheuert werden soll, ist damit eine Veröffentlichung frühestens Ende 2021 realistisch, zumal die Produktion aufgrund der nach eindrucksvollen Bildern schreienden Vorlage auch umfangreicher werden dürfte.

    Die Netflix-Top-10: Was kann die neue Funktion?

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