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Die 75 besten Actionfilme aller Zeiten
Von Andreas Staben, Björn Becher, Carsten Baumgardt, Gregor Torinus, Robert Cherkowski, Moritz Henze-Jurisch, Julius Vietzen, Erik Panknin, Constantin von Harsdorf, Maren Koetsier, Melanie Lauer, Christoph Petersen, Lars-Christian Daniels — 25.09.2014 um 11:10
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Die FILMSTARTS-Redaktion hat diskutiert, gewählt und sich entschieden. Hier sind sie nun, die unserer Meinung nach 75 besten Actionfilme aller Zeiten!


Platz 75: „Die Bourne Verschwörung
(Paul Greengrass, USA 2004)


Mit „Die Bourne Verschwörung“ gelang Paul Greengrass eine Fortsetzung des äußerst erfolgreichen Agenten-Action-Thrillers „Die Bourne Identität“ von Doug Liman, die dem ersten Teil keineswegs nachsteht. Im Handlungsmittelpunkt steht wieder der ehemalige CIA-Killer Jason Bourne, dem jede Erinnerung an seine ursprüngliche Identität fehlt und der inzwischen vom Jäger zum Gejagten geworden ist. Erneut glänzt der Film durch moderne Actionszenen, welche die damaligen James-Bond-Filme bereits ein wenig alt aussehen ließen. Neu ist auch, dass die Hauptperson in einem Agenten-Thriller kein makelloser Held, sondern ein Mann mit Gedächtnisverlust ist. Die Jason-Bourne-Filme haben das bis dahin recht klassische Genre erneuert und ins neue Jahrtausend gebeamt! Einziger Wermutstropfen: Franka Potente, die im ersten Teil die zweite Hauptrolle im Film hatte, erhält in der Fortsetzung deutlich weniger Leinwandzeit.

Tom Cruise kämpft gegen eine Alien-Übermacht

Platz 74: „Edge Of Tomorrow
(Doug Liman, USA, Australien 2014)


In „Edge of Tomorrow“ schickt Regisseur Doug Liman Tom Cruise als Major William „Bill“ Cage in den Kampf gegen eine gnadenlose Alien-Übermacht. Die hat bereits den größten Teil Kontinentaleuropas überrannt und soll jetzt mit Hilfe einer gigantischen in der Normandie gelandeten Alliierten-Armee besiegt werden. Bereits hier zeigt sich der hohe Ironie-Gehalt dieses Sci-Fi-Films: Fiese Aliens als heimliche Nazi-Wiedergänger sind schon eine recht krude Idee. Hinzu kommt, dass der Actioner nicht einfach ein weiteres Tom-Cruise-Starvehikel ist, sondern gekonnt mit genau dem bekannten Starimage des Schauspielers spielt. Der von Cruise verkörperte Major Cage ist nämlich alles andere als ein geborener Held, sondern ein verweichlichter Drückeberger, der zum Kampfeinsatz gezwungen werden muss. Aber es kommt noch viel dicker, denn ausgerechnet bei der fatalen Schlacht in der Normandie gerät Bill in eine nicht minder fatale Zeitschleife hinein wie sie ein anderer Bill - nämlich Bill Murray - 1993 in „…und täglich grüßt das Murmeltier“ erlebte. So verbindet „Edge of Tomorrow“ brachiale Alien-Action mit einem richtig smarten Skript.

"Hardcore": Exzessiver Egoshooter-Actionrausch

Platz 73: „Hardcore
(Ilya Naishuller, USA, Russland 2015)


Der FILMSTARTS-Kritiker hat „Hardcore“ als „Party-Action-Splatterfilm“ bezeichnet und Ilya Nayshullers originelle Egoshooter-Adrenalinbombe damit treffend auf den Punkt gebracht. Das Besondere ist hier vor allem die konsequent durchgehaltene Ich-Perspektive: Der Zuschauer erlebt den ganzen Film aus der Sicht des kybernetischen Supersoldaten Henry und „erwacht“ zu Beginn mit ihm in einem Labor. Dort wird erst an ihm herumgeschraubt, ehe ein paar Fieslinge auftauchen, die ihm nach dem Leben trachten. Wenig später stürzt Henry auf der Flucht aus einem Flugzeug… Der mit den neuesten GoPro-Kameras gefilmte „Hardcore“ bietet nie gesehene Blickwinkel, gnadenlose Gewalt, irres Tempo und atemlose Action in den Straßen Moskaus – garniert mit coolen Splattereffekten und schwärzestem Humor.

Man hasst ihn oder man liebt ihn: Takeshi Kitanos "Outrage"

Platz 72: „Outrage
(Takeshi Kitano, Japan 2010)


Takeshi Kitano ist einer jener Filmemacher, die das Yakuza-Genre zur Perfektion gebracht haben. Brutale Werke über japanische Gangsterbanden wie „Sonatine“ oder „Hana-Bi“ bescherten ihm internationalen Ruhm. Nachdem er sich über ein Jahrzehnt mit anderen Projekten beschäftigte, kehrte Kitano schließlich mit „Outrage“ wieder zu seinen Wurzeln zurück - und spaltete das Publikum gnadenlos: Im Rahmen einer Umstrukturierungsmaßnahme entschließt sich Gangsterboss Sekiuchi (Soichiro Kitamura), zwei eigentlich befreundete Clans gegeneinander aufzuhetzen. Otomo (Takeshi Kitano), Mitglied eines dieser Clans, durchschaut die Machenschaften der Führungsetage schnell, doch er stoppt das Blutvergießen nicht - bis auch er ins Fadenkreuz gerät… Kitano inszeniert rasant und brutal, fast im Minutentakt werden die Karten neu gemischt. Dabei verzichtet Kitano auf einen klassischen Plot und porträtiert auch die Protagonisten (oder vielmehr Antagonisten!) erschreckend unterkühlt und sachlich. Lediglich die teils exzessive Gewalt zieht sich als klare Konstante durch den abgrundtief bösen Yakuza-Streifen - und bringt selbst die eingefleischtesten Kitano-Fans dazu, sich schockiert die Hand vor die Augen zu halten. Der ultrabrutale „Outrage“ ist gewollt fragmentarisch, unkonventionell und schockierend: ein klarer Fall von „love it or hate it“.

Zu hart für Deutschland: John Woos Meisterstück wurde auf DVD einst extrem gekürzt

Platz 71: „Bullet In The Head
(John Woo, Hongkong 1990)


Das wohl ambitionierteste Projekt von Hongkong-Kultregisseur John Woo war zu seinem Leidwesen auch sein größter Flop an den Kinokassen. Angesichts der zutiefst pessimistischen und brutalen Story um drei Freunde, die in den 1960er Jahren nach Vietnam fliehen und dort förmlich dem Goldrausch erliegen, ist das magere Einspielergebnis ein Stück weit verständlich - aber keineswegs verdient! Denn obgleich „Bullet In The Head“ wirklich an die Substanz geht, ist das emotionale und schonungslose Werk vor allem optisch ein Genuss. Woo inszeniert Straßenschlachten, Demonstrationen und Schlachtszenen, die unter die Haut gehen: Zeitlupensequenzen, unerbittlicher Kugelhagel, zersplittertes Glas. Die ästhetischen Gewaltszenen verkommen nie zum Selbstzweck und wurden später von den Wachowskis für „Matrix“ amerikanisiert. Es ist wahrhaft harte Kost, die John Woo mit „Bullet In The Head“ ablieferte - so hart, dass die deutsche Version jahrelang auf dem Index stand und zunächst lediglich in einer 30 Minuten (!) kürzeren DVD-Fassung veröffentlicht wurde.

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Kommentare
  • _kaphoon_

    Langweilig...

  • Alek K.

    Naja...
    Ich finde The Avengers und Guardians Of The Galaxy deutlich besser als Iron Man
    und Drive würde ich wirklich nicht als Actionfilm bezeichnen da es ja nur 2 richtige Actionszenenen gibt. Aber ansonsten gute Liste.

  • Empirical

    Hab schon bei ein paar der ersten den Kopf schütteln müssen aber spätestens als dann allen ernstes Universal Soldier: Day of Reckoning auf Platz 62 auftauchte dachte ich mir, ich kann meine Zeit im Internet auf sinnvollere Art und Weise vertun.

  • Rex_Kramer

    Day of Reckoning? Den ersten Uni Sol Film hätte ich ja noch vertanden, aber DoR? Danke für den Hinweis, kann man sich dann sparen...

  • Jimmy V.

    Zu dem "Universal Soldier"-Film kann ich nichts sagen. Ich finde es aber etwas schwach, dass ihr den 4-Sterne-Film "The Dark Knight Rises" hier aufnehmt. Ja, ich will nicht schon wieder mein Missfallen über dieses missglückte Werk äußern! Aber gerade die Actionszenen sind hier auch nicht gerade der Brüller, wie so wenig der Rest am Film. Klar, der erste Kampf zwischen Bane und Batman ist genial. Umso traurig dann wie lustlos der zweite ist...

  • Fain5

    Hab jetzt keine Lust die alle durch zu klicken. Kann mir jemand sagen ob the Raid 2 dabei ist?

  • Tillberg

    Ist 96 Hours dabei?

  • OzzieCobblepot

    Glaub schon

  • Fain5

    Also zwei Sachen die keinen Sinn ergeben: 1. Bittersweet Life hat von euch 4 Sterne und I saw the Devil 5 Sterne bekommen. Trotzdem sagt ihr, dass Bittersweet Life das Meisterwerk von Jee-woon Kim ist. 2. Ihr schreibt in eurer Kritik zu The Raid 2 "besser kann man Action nicht inszenieren" und dann landet der Film nur auf Platz 42 der besten Actionfilme? Etwas inkonsquent, findet ihr nicht?

  • Fain5

    Wie jetzt, True Lies ist nicht dabei?!?!?

  • Fabian M.

    Platz 10: "Fluchtpunkt San Francisco". Exzellente Wahl! Es freut mich zu sehen, dass unter all den Fan-Zugeständnissen (was haben all die Comic-Filmneulinge wie "Giardians" hier zu suchen, wenn sie sich noch nicht einmal eine echte Reputation haben??) auch einige echte Action-Klassiker wie diser zu finden sind. Aber was Action ist und was nicht, bleibt auch hier ambivalent. "Drive" ist ein toller Film, aber sicherlich kein Actioner.

  • Zach Braff

    klar. was sonst?

  • Zach Braff

    Wie wärs denn damit, meine Frage zu beantworten und ein deiner Meinung nach passenderes Genre zu nennen?! Anstatt sich unpassenderer Weise über von deinen abweichenden Ansichten lustig zu machen.

  • Stefan L.

    Diese Liste der sogenannten "besten Actionfilme" kann ich ehrlich gesagt nur als vorgezogenen Aprilscherz betrachten. Schade um die Zeit, die dabei drauf gegangen ist.

  • Andreas Staben

    Hallo bliblablub,

    wir haben uns entschieden, alle Comic-Superhelden-Filme genauso wie alle
    Animationsfilme draußen zu lassen, da sie in unseren Augen stärker als
    die anderen Filme hier in ganz eigene Kategorien fallen - für die es
    andere Listen gibt.

    Liebe Grüße

  • Andreas Staben

    Hallo GoodGuyGoneWrong,

    die Grenzen sind natürlich fließend und viele Filme passen dabei in mehrere Genres. Bei den Superheldenfilmen sind wir allerdings zu der Einschätzung gekommen, dass sie am Ende noch stärker als andere in eine eigene Kategorie gehören und haben sie daher hier komplett ausgeschlossen. Während die "Fast & Furious"-Filme für uns - egal wie man sie findet - vor allem tatsächlich Action-Filme sind.

    Liebe Grüße
    Andreas

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