"So etwas hatte ich noch nie gesehen": Von diesem Meisterwerk war Al Pacino so beeindruckt, dass er es 2x hintereinander gesehen hat!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Al Pacino ist einer der größten Schauspieler der Welt. Doch vor über 50 Jahren war er ganz schön eingeschüchtert, als er plötzlich einem Kollegen gegenüberstand, der ihn in einem achtfach oscargekrönten Meisterwerk völlig umgehauen hatte!

Al Pacino ist sicher einer der ersten Namen, die Filmfans in den Sinn kommen, wenn es um lebende Hollywood-Legenden geht. Doch auch ein Schauspiel-Schwergewicht wie der „Heat“- und „Scarface“-Star hat mal klein angefangen – und bewundernd zu seinen Vorbildern aufgeschaut.

Gerade einmal zwei Kinorollen hatte Pacino gespielt, als Francis Ford Coppola ihn für seinen Gangsterfilm-Meilenstein „Der Pate“ (1972) besetzte – als Michael Corleone, den Sohn des Mafiabosses Don Vito Corlone. Die Rolle brachte Pacino seine erste Oscar-Nominierung ein und sollte seine Karriere für immer verändern. Doch als es mit den Dreharbeiten losging, war Pacino nach eigenen Aussagen vor allem nervös – schließlich durfte er sich die Leinwand mit einem seiner absoluten filmischen Idole teilen: Marlon Brando!

Al Pacino schwärmt von Marlon Brando – und einem mit 8 Oscars ausgezeichneten Meisterwerk!

In einem Interview mit dem Playboy äußerte sich Pacino wie folgt über die Zusammenarbeit mit der 2004 verstorbenen Ikone: „Es besteht kein Zweifel: Jedes Mal, wenn ich Brando sehe, sehe ich einen großartigen Schauspieler. Ob er gerade großartig spielt oder nicht – man sieht jemanden, der in der Tradition großer Schauspielkunst steht. Was er genau daraus macht, ist eine andere Frage – aber er hat alles. Die nötigen Instrumente und das Talent, sie zu benutzen – es ist alles da. Deshalb hat er überdauert. Ich erinnere mich, als ich ‚Die Faust im Nacken‘ zum ersten Mal sah. Ich musste ihn sofort nochmal sehen. Ich konnte mich nicht bewegen, konnte das Kino nicht verlassen. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Ich konnte es kaum fassen.“

Für seine Darstellung des einfachen Hafenarbeiters Terry Malloy, der sich gegen die Machenschaften einer korrupten Gewerkschaft stellt, erhielt Brando im Jahr 1955 seinen ersten Oscar (den zweiten gab es dann für „Der Pate“). Dazu gab noch sieben weitere Trophäen für das Drama – u.a. für Regisseur Elia Kazan sowie als Bester Film. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik wiederum bekam „On The Waterfront“ (so der Originaltitel) die seltene Höchstwertung von fünf Sternen.

Kein Wunder also, dass Marlon Brandos Performance auf Pacino, der zum Erscheinen des Meisterwerks um die 14 Jahre alt war, großen Eindruck gemacht hat. Zu diesem Zeitpunkt hat er sicher nicht geahnt, dass die nachkommenden Schauspieler-Generationen über ihn einmal ganz ähnlich sprechen würden!

Wenn ihr übrigens wissen wollt, welcher Film der einzige ist, von dem Pacino sich wünschte, er hätte darin mitgespielt, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:

"Der einzige Film, den ich gern gemacht hätte": Al Pacino bereut bis heute, dass er ein sechsfach oscarnominiertes Biopic abgelehnt hat

*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren