James Gunn bestätigt: "Superman" bleibt einer der größten Marvel- und DC-Traditionen treu – und doch soll es anders werden
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Markus ist nicht nur großer MCU-Fan, sondern hat auch sonst ein Faible für Superheldinnen und -helden und ihre meist sogar noch spannenderen Widersacher*innen.

Post-Credit-Szenen sind seit Jahren ein fester Bestandteil der Comic-Blockbuster von Marvel und DC. Und der kommende „Superman“ wird hier keine Ausnahme bilden, obgleich James Gunn dabei offenbar aus Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.

Abspann-Szenen sind zwar bei Weitem keine Erfindung von Marvel, doch hat die Comic-Schmiede die Film-Anhänge in den vergangenen Jahren so richtig salonfähig gemacht. Seit dem ersten „Iron Man“ kommt so gut wie kein MCU-Abenteuer ohne solche Mid- und/oder Post-Credit-Szenen aus, die nach dem eigentlichen Film noch einen Gag nachreichen oder ein kommendes Projekt anteasern (und zudem dafür sorgen, dass man bei der Auflistung der Beteiligten, die einen Film überhaupt möglich gemacht haben, sitzen bleibt).

Auch DC setzte beim Versuch, die Marvel-Erfolgsformel mit dem DCEU zu kopieren, mehrfach auf derartige Epiloge. Und dem wird man trotz der Generalüberholung im Zuge von James Gunns neuem DCU offenbar treu bleiben. Denn auch „Superman“ wird eine Post-Credit-Szene haben. Das bestätigte Gunn persönlich nun in einem Interview mit Entertainment Weekly.

Post-Credit-Szenen können auch für Probleme sorgen

Gleichzeitig gab der „The Suicide Squad“-Macher aber zu verstehen, dass er die Sache gerade nach seinen Erfahrungen bei Marvel durchaus kritisch sieht, da Abspann-Teaser auch allerlei Probleme mit sich bringen können. Das zeigen etwa die vielen losen Fäden, die nach allerlei Abspannszenen der jüngeren Vergangenheit aktuell im MCU baumeln. Aber auch Gunn selbst bekam das nach „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ zu spüren, wie er EW verriet:

„Ich mochte nicht, was ich in ,Guardians 2‘ gemacht habe, wo wir Adam Warlock angeteasert [...] und all diesen Kram aufgebaut haben, den ich nicht unbedingt geplant hatte. Ich hatte schon irgendwie vor, dieses [Adam-Warlock]-Versprechen einzulösen, aber man muss damit vorsichtig sein. Eine Post-Credit-Szene soll wie ein Schlag ins Gesicht sein, nach dem Motto: ‚Oh mein Gott! Schau dir das an.‘ Wenn man sie aber nur dazu benutzt, um irgendwas aufzubauen, kann man sich damit manchmal selbst ein Bein stellen. Es war nicht leicht, Adam Warlock in ,Guardians 3‘ unterzubringen. Ich habe es geliebt, mit [Darsteller] Will [Poulter] zu arbeiten, und ich mochte es, mich mit der Figur auseinanderzusetzen – aber am Ende des Tages war es ein bisschen so, als würde man versuchen, einen eckigen Pflock in ein rundes Loch zu stecken.“

Abspann-Teaser für die DC-Zukunft nur, wenn es wirklich passt

Daher möchte der Filmemacher daraus jetzt die richtigen Schlüsse ziehen. Abspannszenen sollen in seinem DCU wohl lediglich behutsam und bedacht eingesetzt werden und nur dann zukünftige Ereignisse und Figuren anteasern, wenn es „wirklich, wirklich gut funktioniert“. Generell sei er nämlich durchaus ein Fan der kleinen Film-Schnipsel: „Ich liebe es, dem Publikum etwas zurückzugeben. Deshalb werde ich versuchen, am Ende des Abspanns etwas für die Zuschauer einzubauen, weil ich es großartig finde. Ich liebe mein Team, und ich möchte, dass ihr sitzen bleibt und seht, wer die Oberbeleuchter waren.“

Was sich James Gunn für das Ende seines „Superman“-Abspanns ausgedacht hat, erfahren wir dann in einem Monat: „Superman“ startet am 10. Juli 2025 in den deutschen Kinos und wird nach der Animationsserie „Creature Commandos“ das neue DCU dann auf der großen Leinwand einläuten. Kürzlich verkündete Gunn außerdem, dass für den Kosmos-Reboot auch an einem neuen „Wonder Woman“-Film gearbeitet wird. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Nun also doch! James Gunn kündigt neuen "Wonder Woman"-Film an – aber ohne Gal Gadot

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