In „Black Widow“ wurde Olga Kurylenko als Taskmaster eingeführt. Ganz so viel hatte sie da noch nicht zu tun. Die Figur macht zwar der Titelheldin durchweg das Leben schwer, dabei steckt aber die meiste Zeit ein Stunt-Double im Kostüm. Erst ganz am Ende gibt es nämlich den großen Twist, dass hinter der Maske eine Person mit großem Trauma aus der Vergangenheit von Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) steckt, die im MCU schon jahrelang geteasert wurde: Antonia Dreykov!
Als wir nach der Enthüllung des „Black Widow“-Twists mit Olga Kurylenko ein Interview führten, durfte sie uns nichts über die weiteren Pläne von Marvel verraten, war aber voller Vorfreude auf einen nächsten Auftritt. „Ich will diese Figur weiterspielen. Ich bin bereit für mehr“, vertraute sie uns damals an – und die Chance sollte sich ihr scheinbar bieten:
Taskmaster wurde als großer Teil des Ensemble-Films „Thunderbolts*“ angekündigt. Doch wie jeder weiß, der diesen Film mittlerweile gesehen hat, kam es dann ganz anders. Wenn ihr den Marvel-Film noch nicht kennen sollt, dann Achtung, denn für euch folgen jetzt Spoiler.
Olga Kurylenko in "Thunderbolts": So wurde aus einer Hauptrolle ein Mini-Auftritt
In „Thunderbolts*“ werden zu Beginn die später das Team bildenden Anti-Heldinnen und Schurken aufeinander gehetzt. Nach rund 16 Minuten Filmhandlung betritt auch Olga Kurylenko als Taskmaster die Bildfläche. Der über ihr Auftauchen erstaunten Yelena Belova (Florence Pugh) teilt sie kurz mit, dass sie nicht für sie hier ist, denn sie will U.S. Agent alias John Walker (Wyatt Russell) ausschalten.
Nur eineinhalb Minuten später jagt ihr aber Ghost (Hannah John-Kamen) eine Kugel in den Kopf. 90 Sekunden Leinwandzeit, ein einziger Satz Dialog – das ist Olga Kurylenko ganze „Thunderbolts*“-Rolle.
Wir wissen schon länger, dass der Plan ursprünglich war, dass sie den ganzen Film Teil des Teams ist. Es sollte sogar einen Running-Gag rund um ihre Figur geben. Aufgrund ihrer traumatischen Vergangenheit in einem Gehirnwäsche-Programm hat sie Probleme mit der Erinnerung. Deswegen sollte sie immer wieder versuchen, John Walker zu töten, weil sie vergessen hat, dass man mittlerweile ein gemeinsames Team bildet.
Doch dann entschied man sich, das Drehbuch noch einmal umzubauen. Taskmasters früher Tod sollte dem Publikum signalisieren, dass hier Figuren sterben können.
"Wir sind für fünf Monate nach Atlanta gezogen": Olga Kurylenko über "Thunderbolts"
In einem Interview mit dem französischen Sender Diverto blickte Kurylenko auf die Dreharbeiten zurück. Die Französin erklärte, dass sie für den Dreh des Marvel-Films extra in die USA umzog: „Wir hatten im Grund all unser Zeug mitgebracht. Ich habe meinen Sohn aus der Schule genommen. Wir sind für fünf Monate nach Atlanta gezogen. Wir haben ein Haus gemietet und alles.“ Es war durchaus verständlich, denn zu diesem Zeitpunkt dachte sie, dass sie eine Hauptrolle spielt.
Doch nach zwei Wochen war klar: Aufgrund der damals Hollywood erschütternden Streiks geht es erst einmal nicht weiter. Die Produktion wurde unterbrochen und während Kurylenko der Dinge harrte, fiel bei Marvel die Entscheidung, alles zu überarbeiten. „Es war ein anderes Drehbuch. Nach dem Streik hatte das Skript nichts mehr mit dem davor zu tun. Sie haben das Konzept, die Geschichte, die Orte geändert. Es war nicht mehr dasselbe“, so Kurylenko.
Disney und seine verbundenen Unternehmen
Nicht nur sie selbst sei der Meinung, dass es „schade“ sei, weil sie eine „coole Figur“ verkörpert habe. Laut ihrer Aussage bekam sie immerhin Zuspruch vom Team, das am Film arbeitete. Die Kostümabteilung sei traurig gewesen und habe ihr gesagt, dass Taskmaster die Lieblingsfigur der Abteilung sei, weil sie das beste Kostüm hat.
Auch wenn man es in der Multiverse-Erzählung des MCU nie ganz ausschließen kann, dürfte Olga Kurylenkos Marvel-Zeit endgültig vorbei sein. So kann sich die ukrainischstämmige Schauspielerin anderen Projekten widmen.
Mit dem Sci-Fi-Endzeit-Film „Afterburn“ kommt am 21. August 2025 ein neues Werk mit ihr in die Kinos. Am Set wurden womöglich einige Marvel-Geschichten ausgetauscht, denn neben ihr sind „Guardians Of The Galaxy“-Fanliebling Dave Bautista und Nick-Fury-Darsteller Samuel L. Jackson in weiteren Hauptrollen zu sehen. Mehr zu dem Film gibt es im folgenden Artikel:
Die 2. Apokalypse für einen Marvel-Star in diesem Kino-Jahr: Deutscher Trailer zum Sci-Fi-Actioner "Afterburn"*Bei diesem Link handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.