Vor 17 Jahren kam niemand an diesem Film vorbei – die Rede ist von „Slumdog Millionär“ von Danny Boyle: Bei einem vergleichsweisen schmalen Budget von 15 Millionen US-Dollar nahm der Film an den Kinokassen weltweit 378 Millionen ein. Der Triumph setzte sich ein Jahr später bei der Oscar-Verleihung 2009 fort. „Slumdog Millionär“ war zehnmal in neun Kategorien bei den Oscars nominiert und gewann davon acht, unter anderem wurde der Streifen als Bester Film und für die Beste Regie ausgezeichnet.
Bei seinem Oscar-prämierten Werk setzte Danny Boyle auf Newcomer. Dev Patel und Freida Pinto feierten mit „Slumdog Millionär“ ihr Schauspiel-Debüt – und auch 20 Jahre später sind beide noch regelmäßig in Serien- und Filmproduktionen zu sehen. Dev Patel spielte unter anderem in „Lion“, „David Copperfield - Einmal Reichtum und zurück“ sowie in der Serie „The Newsroom“ mit. Freida Pinto war in „Planet der Affen: Prevolution”, „Mogli: Legende des Dschungels“ und der Mini-Serie „The Path To 9/11“ zu sehen. Bald wird die Filmographie von Pinto von einer Serie ergänzt, in der sie die Hauptrolle spielen wird.
Neue Serie mit "Slumdog Millionär"-Star Freida Pinto geplant
Wie Variety berichtet, wird Freida Pinto in der neuen Netflix Serie „Unaccustomed Earth“ die Hauptrolle als Parul Chaudhury übernehmen. Die achtteilige Adaption basiert auf Jhumpa Lahiris gleichnamigen gefeiertem Kurzgeschichtenband und entspinnt sich als „episches, dramatisches und kulturell lebendiges Drama“ über Liebe, Leidenschaft und Zugehörigkeit in einer indisch-amerikanischen Gemeinschaft in Cambridge, Massachusetts, wie es in der offiziellen Pressemitteilung heißt.
Showrunner ist John Wells („Shameless“, „ER“) gemeinsam mit Madhuri Shekar, während Ritesh Batra („The Lunchbox“) Regie führt und die ersten beiden Episoden produziert. Nisha Ganatra, Jhumpa Lahiri selbst sowie weitere Produzenten begleiten das Projekt.
Darum geht es in "Unaccustomed Earth"
„Unaccustomed Earth“, auf Deutsch „Fremde Erde“ ist eine Sammlung von acht Kurzgeschichten über indisch-amerikanische Familien, die zwischen Tradition und moderner, westlicher Lebensweise stehen. Die Figuren – oft zweite Generation von Einwanderern – ringen mit kultureller Identität, familiären Erwartungen, Liebe und Entfremdung.
Die erste Hälfte von „Unaccustomed Earth“ umfasst fünf eigenständige Geschichten, die Themen wie familiäre Erwartungen, Migration, Einsamkeit und zerbrechliche Beziehungen behandeln. Im Mittelpunkt stehen oft Konflikte zwischen traditioneller Herkunft und westlichem Lebensstil. Der zweite Teil besteht aus einer dreiteiligen Erzählung über Hema und Kaushik, deren Leben sich über Jahrzehnte immer wieder kreuzen. Ihre gemeinsame Geschichte ist geprägt von Verlust, verpassten Chancen und einer späten, tragisch endenden Wiederbegegnung.
"The Namesake" basiert auch auf einem Werk von Jhumpa Lahiri
„Unaccustomed Earth“ ist nicht das erste Werk von Jhumpa Lahiri, das verfilmt wird: „The Namesake“ bekam bereits 2007 eine Verfilmung von Mira Nair („Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit“). In den Hauptrollen sind Kal Penn („Harold & Kumar“), Tabu („Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“) und Irrfan Khan („Jurassic World“) zu sehen, Autorin Jhumpa Lahiri hat einen kurzen Cameo-Auftritt.
Der Film (wie auch der zugrunde liegende Roman von 2003) erzählt die Geschichte der Familie Ganguli: Ein junges Paar aus Kolkata wandert in die USA aus und versucht dort, sich ein neues Leben aufzubauen. Während die Eltern an ihren kulturellen Wurzeln festhalten, wachsen die Kinder Gogol und Sonia im amerikanischen Alltag auf.
Wann Freida Pinto in der neuen Serie zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Unklar ist ebenfalls, ob Pinto erneut in ihre „Slumdog Millionär“-Rolle schlüpfen wird. Alle Infos zu einer möglichen Fortsetzung des Indie-Hits erfahrt ihr hier:
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