"Warum habt ihr auf mich gewartet?": Robin Williams sollte einen Film machen, der mit Kevin Costner zum Hit wurde
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.

Ein Mann, ein Feld, ein Traum: Der magische Baseball-Film „Feld der Träume“ wurde für drei Oscars nominiert. Anstelle Kevin Costner hätte beinahe Robin Williams die Hauptrolle darin übernommen.

Es gibt Schauspieler, die dank eines ähnlichen Images oftmals um dieselben Rollen gebuhlt haben – Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone, beispielsweise. Doch dass „Der Club der toten Dichter“-Star Robin Williams und „Der mit dem Wolf tanzt“-Mime Kevin Costner einst für ein und dieselbe Rolle vorgesehen waren, das kann man sich nur schwer vorstellen.

Doch genau dazu kam es in den späten 1980er-Jahren: Das Produktionsteam hinter dem magisch angehauchten Sportdrama „Feld der Träume“ hatte für die Hauptrolle sowohl Kevin Costner als auch Robin Williams im Blick. Letztendlich übernahm Costner den Part – merkte danach aber an, dass der „Good Morning, Vietnam“-Star besser gepasst hätte. Falls ihr nun Lust auf den Film bekommen habt: „Feld der Träume“ ist unter anderem via Amazon Prime Video als VOD verfügbar.

Darum geht es in "Feld der Träume"

Der Farmer Ray Kinsella (Kevin Costner) hört, wie eine Stimme aus seinem Maisfeld kommt und ihm aufträgt, genau dort ein Baseballfeld zu erbauen. Als er diesem Auftrag folgt, erscheinen ihm daraufhin die Geister längst verstorbener Baseballprofis, angeführt vom legendären Joe Jackson (Ray Liotta). Sie alle haben eins gemeinsam: Sie waren 1919 in einen Bestechungsskandal verwickelt, und haben daraufhin die Spielerlizenz verloren. Was haben die Geister nun auf Rays Feld vor?

Costner ersetzt Williams, der Costner ersetzen sollte

„Feld der Träume“ wurde von Phil Alden Robinson geschrieben und inszeniert. Der Filmemacher, der später auch die Auftaktfolge der gefeierten Kriegs-Miniserie „Band Of Brothers“ und den Robin-Williams-Film „The Angriest Man in Brooklyn“ inszenierte. Er und die Produzenten von „Feld der Träume“ hatten zunächst Kevin Costner auf dem Wunschzettel für ihren Baseball-Film, doch weil er kurz zuvor mit „Annies Männer“ schon einen anderen Baseball-Film gedreht hat, wurde er gar nicht erst kontaktiert:

Die Produzenten waren sich sicher, dass Costner ablehnen wird, um nicht zwei Filme desselben Genres in kurzer Abfolge zu drehen. Also suchte man nach Alternativen – und Teile des Teams verschossen sich in die Idee, Robin Williams für den Part anzuheuern. Es sei sogar zu ersten, vorsichtigen Verhandlungen gekommen – und das, obwohl Robinson seine Zweifel hatte, wie einige Zeit später Entertainment Weekly vermeldete.

Ironischerweise hatte Robinson nämlich die Sorge, dass Williams das magische Element von „Feld der Träume“ zu mühelos vermitteln könnte: „Ich konnte mir vorstellen, dass Robin Stimmen aus dem Maisfeld kommen hört – aber ich brauchte jemanden, dem man nicht glaubt, dass er Stimmen hört, die aus einem Maisfeld kommen“, wird Robinson zitiert.

Costner scheint es derweil zu bedauern, nie die Gelegenheit bekommen zu haben, Williams als Ray Kinsella zu sehen: Der „Horizon“-Macher nahm Ende der 1980er die „Feld der Träume“-Rolle an, sobald er von dem Projekt erfahren hat. Doch im Rückblick verwundert es ihn, dass Robinson nicht die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den Film mit Williams gedreht hat. Laut Entertainment Weekly fragte er den Regisseur verdutzt, als ihm alle Umstände bekannt waren: „Warum habt ihr auf mich gewartet? Ich finde, dass Robin wirklich großartig ist!“

Ein weiteres Projekt, in dem wir Robin Williams nicht zu Gesicht bekommen haben, obwohl er Interesse an ihm suggerierte, ist die „Harry Potter“-Saga. Weshalb er nicht in die Wizarding World Einzug gehalten hat, erläutern wir euch im folgenden Artikel:

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