Es klingt wie eine absurde Anekdote, doch Regisseur Anthony Hickox schilderte gegenüber Dread Central eine Erfahrung, die ihn an den Rand seiner Laufbahn brachte. 2005 sollte er für „Submerged“ eine Mischung aus Horror und Sci-Fi inszenieren – inspiriert von Klassikern wie „Das Boot“ und „The Thing“. Eine vielversprechende Mischung - doch der Film hatte ein Problem: Hauptdarsteller Steven Seagal. Schon drei Wochen vor Drehbeginn griff der Kampfkunst-Experte zum Telefon. Seine Ansage: „Ich mag keine Aliens, und ich mag keine Monster. Ich will nicht in einem Monsterfilm mitspielen.“
Damit war das ursprünglich genehmigte Drehbuch plötzlich Makulatur. Hickox und sein Team standen vor einem Dreh ohne klare Richtung. „Wir hatten keinen Plan, es war völlig verrückt“, erinnerte sich der Regisseur. Dennoch hielt er durch – nicht aus Überzeugung, sondern weil er das Honorar dringend benötigte. Was während der Dreharbeiten folgte, war für Hickox ein Albtraum.
"Ich kann diesen Mist nicht mehr machen"
Steven Seagal sei unzuverlässig gewesen, habe sich geweigert, Texte aufzusagen, und sei kaum am Set erschienen. „Er ist ein Albtraum. Er ist unmöglich“, resümierte der Regisseur rückblickend. Die Erfahrung war so zerstörerisch, dass Hickox danach erstmals in seiner Karriere eine mehrjährige Pause einlegte. Bis dahin hatte er 17 Filme in 17 Jahren gedreht – nach „Submerged“ brachte er es nur noch auf vier in den folgenden 14 Jahren.
Besonders bemerkenswert: Nie wieder wandte er sich dem Actiongenre zu. Stattdessen zog er sich zurück, um seine Leidenschaft fürs Filmemachen neu zu entdecken. „Ich saß da und dachte: Ich bin ein besserer Regisseur als das“, erklärte Hickox. Es war ein schmerzhafter Bruch mit der Branche, ausgelöst durch die Eskapaden eines Stars, der für viele schon damals als schwierig galt.
Mehr von Steven Seagals Ausbrüchen und Eskapaden lest ihr im nachfolgenden Artikel: