150 Millionen Dollar teures Action-Epos mit Marvel-Stars war 4 Jahre verschwunden, jetzt feiert es seine Premiere
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Mit Stars wie „Captain America“ Anthony Mackie und Ben Kingsley in den Hauptrollen und einem Budget von angeblich 150 Millionen Dollar wurde „Desert Warrior“ gedreht – und schien dann in der Tonne zu landen. Das hat sich jetzt geändert...

AGC Studios

Es war eine ganz schön deutliche Ansage, dass Saudi-Arabien künftig in der Kino-Blockbuster-Liga mitspielen will. Mit „Planet der Affen: Prevolution“-Regisseur Rupert Wyatt als Verantwortlichen, einem illustren Cast und einem stattlichen Budget sollte ein Action-Epos entstehen. Rund um das umstrittene Megastadt-Projekt Neom wurden für den Dreh zu „Desert Warrior“ sogar Locations und Produktionsstätten gebaut, die höchsten Hollywood-Ansprüchen gerecht werden – doch dann gab es erste Rückschläge.

Mitten in den Drehvorbereitungen 2020 machte die Corona-Pandemie den ursprünglichen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Ab Sommer 2021 konnten die Vorbereitungsarbeiten erst fortgesetzt werden. Von September bis Ende des Jahres fanden dann die Dreharbeiten statt – danach verschwand der Film weitestgehend aus dem Blickfeld.

Seit Ende 2021 gab es fast nur Gerüchte um "Desert Warrior"

In den vergangenen Jahren gab es nämlich kaum noch gesicherte Informationen, dafür aber viele Spekulationen. So hieß es, dass Rupert Wyatt zwischenzeitlich das Projekt aufgrund kreativer Differenzen verlassen hat. Es habe verschiedenste Streitigkeiten gegeben – unter anderem sogar darüber, welche Figur eigentlich im Zentrum der Erzählung steht und auch über den generellen Ton. Die Geldgeber wollten wohl eine Art „Braveheart“ sehen, Regisseur Wyatt schwebte ein deutlich nuancierterer Film vor.

Dazu gab es Gerüchte, dass es 2023 in den USA Testvorführungen einer unfertigen Version gegeben habe, die beim Publikum durchgefallen sei. Kein US-Kinoverleiher zeige zudem Interesse an einer Veröffentlichung. Im Herbst 2024 verriet das Branchenmagazin Deadline, dass an der Produktion Beteiligte deutliche Zweifel haben, ob der Film jemals erscheinen wird. Doch jetzt gibt es doch eine Veröffentlichung.

"Desert Warrior" feiert in Kürze Weltpremiere

Rupert Wyatt soll zum Projekt zurückgekommen sein. Man soll sich auf eine Vision geeinigt haben, es gab wohl noch einmal Nachdrehs und eine Schnittfassung, die nichts mehr mit jener aus den Testvorführungen zu tun hat. Im Verlauf der Zeit soll das Budget von ursprünglich geplanten 70 Millionen Dollar auf 150 Millionen Dollar angewachsen sein. Und was jetzt sicher ist: Bald kann die Öffentlichkeit den Film sehen.

Auf dem renommierten Zürich Film Festival wird es im Rahmen eines Gala Screenings am 28. September 2025 die Weltpremiere geben. Die am Film Beteiligten sollen anwesend sein, was zeigen würde, dass sie hinter dem Projekt stehen. Wer genau kommen wird, ist noch nicht bekannt.

Das wissen wir über die Story von "Desert Warrior"

Das Drehbuch von „Road To Perdition“-Autor David Self erzählt eine im 7. Jahrhundert in Arabien angesiedelte Geschichte. Mehrere Clans kämpfen um die Vorherrschaft und mitten in diese Auseinandersetzungen gerät die Prinzessin Hind (Aiysha Hart). Sie soll an Kisra (Ben Kinglsey), den rücksichtslosen und brutalen Herrscher des Sassanidenreichs, verheiratet werden. Doch sie weigert sich – und kann mit ihrem Vater in die Wüste entkommen.

Kisra schickt ihr einen Söldner (Sharlto Copley) mit einer ganzen Armee hinterher, um sie zu fangen. Die Prinzessin trifft derweil in der Wüste einen mysteriösen Banditen (Anthony Mackie), der sich entscheidet, ihr bei einem gewaltigen Vorhaben zu helfen. Denn um eine Chance gegen Kisra und seine militärische Macht zu haben, muss Hind die verfeindeten Clans überzeugen, an einem Strang zu ziehen. Nur gemeinsam kann man das Sassanidenreich zu Fall bringen. Doch wer wird wirklich bei einer epischen Schlacht, die über die Zukunft der Arabischen Halbinsel entscheidet, an ihrer Seite kämpfen?

Zum Cast gehört neben den genannten Namen übrigens auch der deutsch-türkische Schauspieler Numan Acar, den ihr wie Mackie und Kingsley unter anderem aus dem MCU kennen könntet. Dort hatte er nämlich eine Rolle in „Spider-Man: Far From Home“.

Noch viel mehr Geld als „Desert Warrior“ soll übrigens ein gigantisches Kino-Experiment aus Hollywood kosten. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

Das größte Kino-Experiment aller Zeiten bekommt ein Mega-Budget: So gigantisch viel sollen die "Beatles"-Filme kosten

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