Er ist nur für eine Sekunde (!) im Film zu sehen: Niemand hat diesen Mega-Star in Steven Spielbergs "Krieg der Welten" erkannt!
Sebastian Groß
Sebastian Groß
-Freier Autor
Manchmal fühlt er sich alt, weil er damals „The Big Lebowski“ oder „Matrix“ zum Kinostart gesehen hat. Andererseits konnte er damals „The Big Lebowski“ und „Matrix“ zum Kinostart sehen. Zum Glück behält er das für sich, außer jemand fragt ihn. Jetzt fragt ihn halt endlich.

Bevor er mit Tanzfilmen und später als ernsthafter Schauspieler Karriere machte, tauchte dieser Hollywood-Star schon in einem Spielberg-Blockbuster auf – allerdings so kurz, dass ihn kaum jemand bemerkt hat.

Channing Tatum („Magic Mike“) gilt heute als einer der wandelbarsten Stars Hollywoods. Seinen Durchbruch feierte er 2006 mit dem Tanzfilm „Step Up“, der einige Fortsetzungen nach sich zog und ihn ins Rampenlicht katapultierte. Von dort aus arbeitete er beständig an seinem Ruf, mehr zu sein als nur der attraktive Tänzer, mit dem alles begann.

Zwar blieb ihm das Image des Schönlings nicht fremd, doch mit Arbeiten wie „Foxcatcher“ (2014), „The Hateful Eight“ (2015) von Quentin Tarantino oder „Logan Lucky“ (2017) hat er sich längst auch als ernstzunehmender Schauspieler etabliert, der allerdings auch sehr gerne mit seinem Image spielt.

Wer in diesem Blockbuster an der falschen Stelle blinzelt verpasst den Auftritt von Channing Tatum

Doch Karrieren dieser Größenordnung haben selten einen geradlinigen Verlauf. Schon ein Jahr vor „Step Up“ stand Channing Tatum in einem waschechten Blockbuster vor der Kamera: „Krieg der Welten“. Bitte nicht verwechseln mit der letzten filmischen Adaption des H.G.-Wells-Sci-Fi-Klassikers, „War Of The Worlds“, die dieses Jahr exklusiv bei Prime erschien und als einer der schlechtesten Filme des Jahres gilt.

Mit 4 Prozent bei Rotten Tomatoes der schlechteste Film 2025: Jetzt liefert der Hauptdarsteller die Erklärung für das Desaster!

Wir meinen die 2005er-Version, von niemand Geringerem inszeniert als Hollywood-Legende und „E.T.“-Regisseur Steven Spielberg! Tatums Rolle war allerdings derart unbedeutend, dass sie fast komplett dem Schnitt zum Opfer fiel. Nur ein winziger Moment blieb erhalten: Wer sehr genau hinsieht, kann Tatum während des ersten Angriffs der Außerirdischen entdecken, als eine Kirche zerstört wird. Für den Bruchteil einer Sekunde läuft er durchs Bild – ein Detail, das selbst eingefleischte Fans oft übersehen. Achtet im unteren Video bei Sekunde 26 auf den Mann mit der schwarzen Mütze und der Jeansjacke, der von rechts nach links läuft. Das ist Channing Tatum.

Für seine Karriere hatte dieser Auftritt keinerlei Gewicht, doch er ist ein interessantes Beispiel dafür, wie selbst heutige Hollywood-Größen ihre Laufbahn in unscheinbaren Kleinstrollen begannen. Gerade in einem von Tom Cruise („Mission: Impossible“) getragenen Katastrophenspektakel wie „Krieg der Welten“ geht eine solche Statistenarbeit zwangsläufig unter. Dass Tatum kurz darauf mit „Step Up“ zum Hauptdarsteller avancierte, zeigt, wie schnell sich die Dinge ändern können.

Auch wenn seine Szene in „Krieg der Welten“ kaum mehr als eine Randnotiz darstellt, lohnt sich ein Blick zurück. Denn sie verdeutlicht, dass selbst heutige Stars nicht selten mit beinahe unsichtbaren Anfängen gestartet sind. Solche Momente gehören jedoch zu fast jeder Schauspielkarriere: winzige Rollen, verworfene Chancen, abrupte Wendungen. Genau daraus entstehen Geschichten, die Jahre später umso spannender wirken.

Rückblickend spricht Tatum offen darüber, dass nicht alles wie geplant in seinem Berufsleben verlief. Nicht jede Entscheidung in seiner frühen Darstellerphase war gut gewählt. Besonders das Nein zu einem damals heiß gehandelten Fantasy-Projekt betrachtet er heute als Fehler. Mehr dazu im folgenden FILMSTARTS-Artikel:

"Einer der größten Fehler meiner Karriere": "Magic Mike"-Star Channing Tatum bereut bis heute, diesen Fantasy-Hit abgelehnt zu haben

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