Er war 2017 vielleicht nicht „supertoll“, wie der Titel verspricht, aber trotzdem verdammt lustig: „Captain Underpants - Der supertolle erste Film“ hat damals an den US-Kinokassen absolut überzeugt, während hierzulande, wo die zugrundeliegenden Bücher eben auch längst nicht so bekannt sind, am Ende gerade einmal läppische 123.000 Kinobesucher*innen zu Buche standen.
Trotzdem hatte ich als jemand, der mit dem Film großen Spaß hatte, schon die Hoffnung, dass es beim nicht minder abgefahrenen Spin-off „Dog Man: Wau gegen Miau“ besser laufen könnte: Im Gegensatz zu einem Superhelden in Unterhose lässt sich ein Film mit einem Hund als Polizisten womöglich auch einem Publikum verkaufen, das mit der Vorlage noch nicht in Berührung gekommen ist.
Aber Pustekuchen: „Dog Man: Wau gegen Miau“ hat trotz des Wahnsinnstitels nur superknapp die 100.000-Besucher*innen-Marke geknackt. Eine riesige Enttäuschung – und gerade angesichts des immensen Unterhaltungswertes absolut unverdient! Wenn ihr also eh ein WOW-Abo habt, schaut gerne mal rein, ob ihr mit dem durchgeknallten Humor ähnlich viel anfangen könnt wie ich:
Darum geht's in "Dog Man: Wau gegen Miau"
Als Officer Knight (Stimme im Original: Regisseur Peter Hastings) und sein superschlauer Polizeihund Greg eine Bombe entschärfen wollen, geht das mächtig schief. Knights Kopf und Gregs Körper werden verletzt. Eine Krankenschwester hat die zündende Idee und näht kurzerhand den Hundekopf auf den Polizistenkörper – Dog Man ist geboren!
Im Auftrag des eifersüchtigen Polizeichefs (Lil Rel Howery) jagt der neue Super-Cop sofort den genialen, aber notorisch ausbrechenden Verbrecherkater Petey (Pete Davidson). Der plant unterdessen Großes in seinem Versteck: Er will den telekinetisch begabten Fisch Flippy (Ricky Gervais) wiederbeleben, um mit dessen Kräften Ohkay City zu beherrschen. Zusätzlich versucht Petey, sich selbst zu klonen, übersieht aber das Kleingedruckte. Plötzlich muss er sich um sein supersüßes Baby-Ich, Li'l Petey (Lucas Hopkins Calderon), kümmern...
Deshalb hat mir "Dog Man: Wau gegen Miau" so viel Spaß gemacht
Während die jungen Kinobesucher*innen rasante Animations-Action mit niedlicher Baby-Katze bei der Stange hält, ist die Zeichentrick-Metropole Ohkay City bis obenhin vollgestopft mit einem herrlich simplen und gerade deshalb so amüsanten Meta-Humor: So sind die Schauplätze etwa alle nach ihrer puren Funktion benannt, als hätte jemand vergessen, die Platzhalter im Drehbuch anschließend durch fiktionale Namen auszutauschen. So findet die Bombenentschärfung in einem abgelegenen, entbehrlichen Lagerhaus mit dem Namen „Abgelegenes entbehrliches Lagerhaus“ statt – und auch die Klinik, wo Dog Man überhaupt erst zusammengenäht wird, heißt schlicht „Das große Krankenhaus in der Stadt“.
So kommt wirklich jeder auf seine Kosten – und das Fazit meiner offiziellen FILMSTARTS-Kritik lautet deshalb auch: „Gleichermaßen niedliche wie clevere Animations-Komödie, an der Cartoon-Fans aller Altersklassen ihren Spaß haben sollten!“
Aktuell läuft im Kino übrigens auch ein ziemlich abgefahrener und sehenswerter Animationsfilm – allerdings richtet der sich eher an etwas ältere Zuschauer*innen. In „Chainsaw Man - The Movie: Reze Arc“ wird der Schädel des Protagonisten nämlich nicht durch einen Hundekopf, sondern durch eine Motorsäge ersetzt:
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