"Sie hassten mich so sehr": "Fluch der Karibik"-Star Johnny Depp spricht wieder über Disneys erste Reaktion auf Jack Sparrow
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Johnny Depps Darstellung von Jack Sparrow ist für viele der Schlüssel zur Beliebtheit von „Fluch der Karibik“. Dass Disney das zu Beginn anders sah, ist bekannt. Johnny Depp blickte jetzt noch einmal darauf zurück.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Gerade war Johnny Depp bei der Filmbusiness-Messe Saudi Film Confex in Riad zu Gast. Dort hielt er eine Masterclass, in welcher er vor dem anwesenden Publikum auf sein Schaffen zurückblickte. Im Rahmen des Gesprächs ging es darum, wie Depp an seine Darstellung von Figuren herangeht. Der Schauspieler nutzte dies, um deutlich zu machen, dass es ungemein wichtig sei, seinem eigenen Instinkt zu vertrauen. Als Beispiel führte er die wohlbekannte erste Ablehnung seiner Performance als Jack Sparrow an.

„Sie hassten mich so sehr. Disney verabscheute mich und sie waren überzeugt, dass ich den Film ruiniere“, erinnerte er sich laut Screen Daily jetzt an die ersten Reaktionen zurück. Das passt zu alten Aussagen des Schauspielers, der bereits in der Vergangenheit verriet, dass Disney ihn sogar feuern wollte. Der damalige CEO Michael Eisner habe beim Anblick des Materials der ersten Drehtage hinsichtlich Jack Sparrow verwirrt gefragt: „Ist er betrunken? Ist er schwul?“ Depp entgegnete damals einer Disney-Führungskraft angeblich: „Wisst ihr denn nicht, dass alle meine Figuren schwul sind?“

Johnny Depp lässt sich nicht von irgendeinem Buchhalter sagen, wie er die Figur anlegt

Wie Depp früher ausführte, wisse er gar nicht, warum er damals dann nicht gefeuert wurde, obwohl es diese massive Ablehnung gab. Heute ist er umso überzeugter, dass es richtig war, trotz der Widerstände bei seiner Interpretation der Figur zu bleiben: „Es muss Kompromisse im Kino geben – aber eben nicht in dem extremen Maße, dass dir irgendein Buchhalter sagt, wie du deine Figur anlegen sollst“, zitiert Screen Daily ihn bei seinem Auftritt in Riad.

Ob Johnny Depp noch einmal Jack Sparrow spielt, steht in den Sternen. Mehr zum aktuellen Stand rund um „Fluch der Karibik 6“ gibt es im folgenden Artikel:

"Fluch der Karibik 6" mit Johnny Depp: Disney hat sich wohl für eine Idee zur Fortführung der Piraten-Reihe entschieden!

Unabhängig davon stehen die Chancen aber ganz gut, Depp wieder etwas häufiger zu sehen – übrigens auch aufgrund solcher Auftritte in Saudi-Arabien. Dass der Star ein Event in dem aufgrund seines Umgangs mit Menschenrechten umstrittenen Staat besucht, hat sicherlich auch mit geschäftlichen Interessen zu tun. Der lokale Filmfonds half bereits vor einigen Jahren, Depps Schauspiel-Comeback „Jeanne Du Barry“ zu finanzieren.

Danach konnte der „Sweeney Todd“-Star zudem dank arabischen Geldes ein lange geplantes Regie-Projekt realisieren. Das Künstler-Biopic „Modi - Three Days On The Wing Of Madness“ feierte gen Ende des Jahres 2024 dann erste Festival-Premieren (natürlich unter anderem auch in Saudi-Arabien). Lange war eine weitere Veröffentlichung dann aber unklar. In den USA gibt es jetzt im November zumindest einen kleinen Kinostart. Über einen deutschen Release ist noch nichts bekannt.

Depps nächster Film soll dagegen größer werden. Mit „Schneewittchen“-Regisseur Marc Webb drehte er jüngst den Action-Thriller „Day Drinker“, der 2026 weltweit in die Kinos kommen soll. Einen ersten Blick auf Depps ersten Hollywood-Film seit vielen Jahren gibt es im folgenden Artikel:

Erstes Bild zu Johnny Depps Hollywood-Comeback: So habt ihr den "Fluch der Karibik"-Star noch nie gesehen

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