Nachdem er sich lange Zeit als Musikvideo-Regisseur verdingte, machte Yorgos Lanthimos in der Filmwelt erstmals 2009 von sich reden: Das Psychodrama „Dogtooth“ feierte bei den internationalen Filmfestspielen von Cannes Weltpremiere, wurde dort gleich doppelt prämiert und schließlich für einen Oscar nominiert. Und alle waren sich schnell sicher: Yorgos Lanthimos ist ein Name, von dem man noch viel hören wird.
Über 15 Jahre später brannte sich der Grieche als Meister des Skurrilen längst ins kollektive Gedächtnis – mit Filmen wie etwa der pechschwarzen Dating-Dystopie „The Lobster“ oder der Historien-Satire „The Favourite“.
Zuletzt war der mittlerweile fünffach (!) oscarnominierte Regisseur und Autor ganz besonders eifrig, allein im Vorjahr lieferte er mit „Poor Things“ und „Kinds Of Kindness“ gleich zwei Filme ab – bevor mit „Bugonia“ am 30. Oktober 2025 sein neuestes Werk in den deutschen Kinos startet. Beeindruckend: Trotz Höchsttempo bescherte uns der Ausnahme-Regisseur regelmäßig originelle, spannende und unbedingt sehenswerte Unterhaltung jenseits des Mainstreams. Doch dieses Pensum hat seinen Preis.
Nach "Bugonia": Yorgos Lanthimos will eine Pause einlegen
Im Gespräch mit dem Collider wurde der Filmemacher jetzt unter anderem mit der Frage konfrontiert, wie er es denn schaffe, eine derartige Vielzahl von Projekten in so kurzer Zeit zu realisieren. Seine Antwort darauf ist überaus naheliegend – und dürfte Fans erst einmal einen kleinen Schock versetzen:
„Ich kann so nicht weitermachen. Da bin ich mir nun ganz sicher“, räumt Lanthimos ein. „Ich glaube, ich brauche eine Pause. [...] Ihr könnt mich beim Wort nehmen“, hängt der „The Killing Of A Sacred Deer“-Macher schließlich an. Schließlich wollte er bereits zwischen seinen letzten drei Arbeiten eine Auszeit nehmen. „Ich werde eine kleine Pause einlegen“, bestätigt er schließlich. Er sei an dem Punkt angekommen, an dem er zu erschöpft sei, um so weiterzumachen. Es ist nicht der erste Break des Auteurs, der auch schon zwischen 2018 und 2023 keinen Film drehte.
Wie lange wir auf das Lanthimos-Comeback am Ende warten müssen, bleibt noch abzuwarten. Ab nächster Woche haben wir aber erst einmal die Möglichkeit, eine seiner wilden Kreationen auf der großen Leinwand zu erleben. Bei der Entführungs-Sci-Fi-Comedy mit Lanthimos-Muse Emma Stone in der Hauptrolle handelt es sich um die wunderbar-böse Neuverfilmung des koreanischen Hits „Save The Green Planet!“. In der FILMSTARTS-Kritik gab es für das wenig subtile, am Ende aber wahnsinnig viel Freude bereitende, abgefuckte Remake 4 von 5 möglichen Sternen. Mit dem Trailer könnt ihr euch schon mal auf den wilden Ritten einstimmen: