Wie so manche Weihnachtssüßigkeiten sorgen auch einige Weihnachtsfilme für Zwiespalt: Manche lieben alles mit Marzipan, andere nehmen beim bloßen Gedanken Reißaus – und während in einigen Haushalten im Laufe der Advents- und Festtagszeit ausreichend Zeit für „Der Grinch“ mit Jim Carrey freigeräumt wird, sorgt Ron Howards tricktechnisch aufwändiger Fantasyhit aus dem Jahr 2000 in anderen fast schon für allergische Schocks.
Eines ist aber klar: Egal ist der 347 Millionen Dollar schwere, mit dem Oscar für das beste Make-up prämierte Weihnachtsfilm kaum jemandem! Solltet ihr zu seinen Fans zählen (oder Fans kennen und beschenken wollen), hat nun eure große Stunde geschlagen: Am 6. November 2025 erscheint „Der Grinch“ endlich wieder auf 4K-Blu-ray:
Wie schon die bisherigen 4K-Auflagen der über 120 Millionen Dollar teuren Produktion ist auch das anlässlich des 25-jährigen Filmjubiläums angekündigte Steelbook limitiert. Ihr solltet also bei Interesse lieber früher als später zuschlagen, denn die alten 4K-Editionen von „Der Grinch“ waren rasch vergriffen und gehen seither zu teils horrenden Preisen auf dem Gebrauchtmarkt weg.
Als Bonusmaterial gibt es neben schon bekannten Featurettes über die zahlreichen Trickeffekte, die detailreichen Kulissen sowie das aufwändige Make-up-Design hinter der Titelfigur, die einem ganzen Dorf Weihnachten verderben will, auch ein neues Extra. Dieses blickt auf die anhaltende Popularität des Films.
"Der Grinch": Der steinige Weg zum Weihnachtsdieb
Egal, ob man „Der Grinch“ (wie der Verfasser dieses Artikels) unfassbar anstrengend findet oder diese zwischendurch immens sarkastische und mit süffisanten, gewagten Gags gewürzte Materialschlacht liebt: Wie Jim Carrey mit Hilfe von zahlreichen Schichten Schminke, Latex und Kunsthaar in den grünen, grantigen Titelhelden verwandelt wurde, ist einfach sensationell!
Verantwortlich für diese Glanzleistung in Sachen Effektschminke waren Rick Baker („American Werewolf“) und Kazuhiro Tsuji, der auch an den Aliens in „Men In Black“ mitwirkte und Gary Oldman in „Die dunkelste Stunde“ zu einem täuschend echten Winston Churchill formte. Beinahe wäre der Filmwelt Tsujis Meisterstück jedoch verwehrt geblieben: Carrey fand den täglichen Schminkprozess derart belastend, dass er zu Tsuji unausstehlich war, woraufhin dieser hinschmiss – Baker, Howard und ein reumütiger Carrey mussten ihn beknien, damit er zurückkehrt.
Der „Ace Ventura“-Star wurde nach dieser Zäsur für eine weniger stressige Fortführung des Produktionsprozesses von einem CIA-Experten beraten, der sich eigentlich auf Methoden spezialisiert hat, um Folter besser zu durchstehen. Im Anschluss an „Der Grinch“ begab sich der Make-up-Künstler Tsuji wiederum in Therapie, um die Zusammenarbeit mit Carrey zu verarbeiten (wir berichteten).
„Der Grinch“ schaffte es, ungeachtet seiner turbulenten Entstehung, ins offizielle FILMSTARTS-Ranking der 25 besten Weihnachtsfilme aller Zeiten. Und sollte euch nach dem grimmigen Weihnachtsmuffel und seiner überbordenden Komik der Sinn nach einem etwas gemäßigteren, bodenständigeren Weihnachtsfilm sein, der Witz und Dramatik vereint: Im folgenden Artikel stellen wir euch einen wundervollen, weihnachtlichen Oscar-Gewinner näher vor!
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