"Sie muss sich entschuldigen und ihr Verhalten ändern": Popstar Madonna hat seit 12 Jahren in mehreren Kinos Hausverbot
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Schon so mancher Kinogänger hat sich gewünscht, dass sein ständig am Handy hängender Sitznachbar doch bitte Hausverbot erhalten sollte. Eine Kinokette greift bei Störern tatsächlich knallhart durch – selbst wenn es sich um globale Mega-Stars handelt!

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Obwohl sie sich für ihre Darstellung der „Evita“ im gleichnamigen Musical sogar über einen Golden Globe freuen konnte, erhielt Popstar Madonna für ihre Filmkarriere nie dieselbe Anerkennung wie für ihre Musik. Mehr noch: Im Rahmen einer wissenschaftliche Analyse wurde sie gar zur schlechtesten Schauspielerin aller Zeiten gekürt (mehr dazu in diesem Artikel) – ein Befund, der durch ihre insgesamt neun (!) „Auszeichnungen“ mit dem Anti-Oscar Goldene Himbeere unterstrichen wird.

Ihre zweifelhaften Leistungen in Filmen wie „Body Of Evidence“, „Stürmische Liebe“ oder „James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag“ sind allerdings nicht der Grund, warum Madonna in einer ganzen Reihe von Lichtspielhäusern ein Hausverbot auferlegt bekommen hat. Die in Austin, Texas gegründete Kinokette Alamo Drafthouse ist nämlich bekannt für ihre strengen Verhaltensregeln während der Vorstellungen – und macht auch dann keine Ausnahme, wenn ein globaler Mega-Star dagegen verstößt.

Madonna wurde von einer ganzen Kinokette verbannt

Als Steve McQueens später mit drei Oscars (u.a. Bester Film) ausgezeichnetes Historien-Drama „12 Years A Slave“ beim New York Film Festival seine US-Premiere feierte, tat Madonna genau das, was wahrscheinlich jeden Kinofan irgendwann schon einmal zur Weißglut gebracht hat – sie benutzte während des Screenings mehrmals ihr Handy und wurde dabei auf frischer Tat ertappt.

Die Alamo-Drafthouse-Kette erklärte die heute 67-Jährige prompt zur Persona Non Grata in all ihren Häusern und nutzte diesen Vorfall, um ein öffentliches Statement zu setzen. CEO Tim League meldete sich kurz nach dem Rausschmiss der „Like A Prayer“-Sängerin in den sozialen Medien zur Wort und erklärte: „Bis sie sich bei den Kinofans entschuldigt, ist Madonna vom Besuch ausgeschlossen.“ (via Far Out Magazine)

Alle Mitarbeiter wurden über den Rauswurf von Madonna informiert

Gegenüber Deadline äußerte sich League später noch einmal ausführlicher zu der Angelegenheit: „Es ist schon lange meine Position, dass [dieses Verhalten] in keinem Film angemessen ist – geschweige denn bei einer Premiere [...] und von jemandem aus der Branche! Wir haben tatsächlich allen unseren Mitarbeitern ein Memo geschickt, in dem darauf hingewiesen wird, dass sie, falls sie Madonna sehen, ihr bitte mitteilen sollen, dass sie sich entschuldigen und ihr Verhalten ändern muss. Texten während eines Films ist unhöflich und respektlos gegenüber dem Filmemacher und dem übrigen Publikum.“

Öffentlich entschuldigt hat sich Madonna nie – somit ist davon auszugehen, dass der Bann zwölf Jahre später wahrscheinlich immer noch gilt. Ein so konsequentes Durchgreifen wünschte man sich jedenfalls auch von manch anderem Kino!

Noch härter traf es übrigens Richard Gere, der 20 Jahre lang nicht bei der Oscar-Verleihung auftreten durfte! Was dahintersteckt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Oscar-Verbot für Richard Gere: Darum durfte der "Pretty Woman"-Star 20 Jahre lang nicht an der Verleihung teinehmen!
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