Sein ultimatives Meisterwerk? Die ersten Kritiken zu Quentin Tarantinos neuem 4,5-Stunden-Epos sind da!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Aufgewachsen mit den Filmen von Jackie Chan, geht bis heute kaum ein Kampfsport-Reißer an ihm vorbei – ob aus Hongkong, Indonesien oder England.

Quentin Tarantino veröffentlicht „Kill Bill Vol. 1“ und „Kill Bill Vol. 2“ endlich, wie er es schon immer vorhatte – als ultimatives Mammutwerk. Jetzt gibt es die ersten Kritiken zum Martial-Arts-Epos, in dem einiges anders ist, als wir es kennen.

Seit Jahren spricht Quentin Tarantino davon, noch einen letzten, dann zehnten Film zu drehen. Doch während wir nach wie vor auf konkrete Details zum Abschlussprojekt des „Pulp Fiction“-Machers warten, beschert dieser seinen Fans einfach auf so ziemlich jede andere nur erdenkliche Art eine Freude – etwa mit seinem Buch „Cinema Speculation“*, den in den kommenden Wochen ins Haus stehenden 4K-Premieren von „Kill Bill Vol. 1“*, „Kill Bill Vol. 2“* und „Jackie Brown“* sowie mit Herzensprojekten, die er nun endlich realisieren konnte (nach „Yukis Rache“ spricht der Regisseur jetzt auch wieder von „Vega Brothers“).

Aber natürlich sehnen die meisten vor allem „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ entgegen. Nach über 20 Jahren kommt das zunächst zweigeteilt veröffentlichte Martial-Arts-Epos am 5. Dezember erstmals so in die US-Kinos, wie es sich Tarantino immer wünschte. Wann und auf welchem Weg das stolze vier Stunden und 35 Minute Mammutwerk nach Deutschland kommt, ist zwar noch nicht bekannt. Dafür gibt es jetzt aber wenigstens die ersten Kritiken zur ultimativen „Kill Bill“-Schnittfassung.

"Ein wahrhaft episches Werk"

Peter Martin von Screen Anarchy beschreibt „The Whole Bloody Affair“ als „sogar noch besser“ als die beiden Solofilme, kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus und fasst das Überlänge-Werk schließlich wie folgt zusammen: „Ein wahrhaft episches [...] Werk, meisterhaft umgesetzt.“

Auch beim Collider zeigt man sich begeistert, auch wenn Kritiker Ross Bonaime betont, dass die Geschichte (natürlich) immer noch die altbekannte ist: „Die Geschichte der Braut, wie wir sie kennen. Mit kleinen Unterschieden.“

Tarantinos „großes Meisterwerk“ sei das Werk ihm zufolge zwar nicht, allerdings eine faszinierende „Erinnerung daran, wie sehr sich QT als Filmemacher in den vergangenen zwei Jahrzehnten weiterentwickelt hat.“ Tarantinos Liebe für das Kino sowie für die verschiedensten Genres, die er in seinem Rache-Epos vermengt, triefe bei „The Whole Bloody Affair“ aus allen Poren.

Die XXL-Laufzeit macht sich bezahlt!

Auch Barry Hertz von The Globe and Mail gibt sich euphorisch, spricht so etwa von einer „glorreichen Reise in den Verstand eines Meisters“, während Ryan Cultrera von Joblo zunächst in Erinnerungen schwelgt – bevor er schließlich auf die neue Fassung zu sprechen kommt. Die Änderungen seien oft subtil. Hier ein paar Sekunden mehr Gore, dort ein neues Voice-Over. An anderer Stelle seien die Unterschiede zur ursprünglichen Kinofassung jedoch gravierend.

Die brandneue, siebeneinhalb Minuten lange Anime-Sequenz sehe „grandios“ aus und auch der Kampf gegen die Crazy 88, der nun nicht mehr in Schwarz-Weiß, sondern in Farbe daherkommt, entfalte eine völlig neue Wirkung – also, neu zumindest für diejenigen, die die japanische DVD des ersten „Kill Bill“ noch nie gesehen haben (in der die Sequenz seit jeher so vorliegt). Viel wichtiger aber: Während 08/15-Kinogänger*innen sich erwartungsgemäß auf einen Ausdauertest einstellen müssen, dürfen sich Fans freuen. Denn die Laufzeit sei in jedem Fall gerechtfertigt – und ermögliche es dem Publikum, tiefer als je zuvor in die Geschichte der Braut (Uma Thurman) und ihren Vergeltungszug einzutauchen. Bei Rotten Tomatoes gingen bislang immerhin fünf Kritiken ein, die ebenfalls allesamt positiv ausfallen.

Da bleibt nur zu hoffen, dass wir uns bald auch in Deutschland von „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ ein Bild machen können. Bis dahin könnt ihr euch die Zeit ja mit den laut Quentin Tarantino besten Filmen des 21. Jahrhunderts vertreiben, die der Filmemacher kürzlich verraten hat:

"Mein Herz raste": Quentin Tarantino kürt brutalen Kriegsfilm zum besten Film des 21. Jahrhunderts

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