Ganze 24 Jahre nach dem mit fünf Oscars ausgezeichneten Kassenschlager „Gladiator“ hat Regiemeister Ridley Scott 2024 tatsächlich eine Fortsetzung zu seinem gefeierten Historien-Epos vorgelegt. „Gladiator II“ spielte zwar fast auf den Dollar so viel Geld ein wie der legendäre erste Teil (knapp über 460 Millionen Dollar), hat aber auch rund das Dreifache gekostet – und stieß bei Kritik und Publikum außerdem auf eher gemischte Reaktionen (bei FILMSTARTS gab es solide 3 von 5 Sternen).
Schon im Vorfeld zeigte sich auch Russell Crowe nicht gerade angetan von der Aussicht auf eine Fortsetzung eines seiner bekanntesten Filme, der ihm zudem einen Oscar als Bester Hauptdarsteller eingebracht hat. Der Australier, der nach dem Tod seiner Figur Maximus in Teil 1, in keiner Weise beim Sequel involviert war, erklärte so schon im Herbst 2024 in einem Interview, dass er sich bei dem Gedanken daran ein wenig unwohl fühle:
"Ich fühle mich ein bisschen unwohl": Darum hat Russell Crowe ein Problem mit "Gladiator 2"Und an diesem Gefühl scheint sich auch nach Veröffentlichung des Films nichts geändert zu haben. In einem Gespräch mit dem australischen Radiosender Triple J holte Russell Crowe nämlich erneut zur Kritik an „Gladiator II“ aus und konnte sich dabei offenbar auch einen Seitenhieb gegen Ridley Scott nicht verkneifen (wobei etwas unklar bleibt, ob der Schauspieler den Film mittlerweile überhaupt gesehen hat)...
Das sagt Russell Crowe über "Gladiator II"
„Ich denke, die Fortsetzung [...] ist ein wirklich bedauerliches Beispiel dafür, dass selbst die Menschen hinter den Kulissen offenbar nicht verstanden haben, was den ersten Teil so besonders gemacht hat“, erklärte Crowe. „Es waren nicht der Prunk, nicht die Umstände, nicht die Action – es war der moralische Kern.“
Der 61-Jährige führte dazu weiter aus, dass er schon beim Dreh des ersten Teils wiederholt darum kämpfen musste, ebenjenen moralischen Kern seiner Figur beizubehalten und wiederholte Vorschläge etwa für Sexszenen im Keim zu ersticken. Den entsprechenden Auszug vom neuen Interview mit Russell Crowe könnt ihr euch hier anschauen:
Demnach hätte es für Crowe wohl einfach nicht zum Charakter gepasst, wenn dieser im Zuge der Handlung, die überhaupt erst dadurch losgetreten wird, dass seine Frau und sein Kind brutal ermordet werden, mit anderen Frauen geschlafen hätte. „Gladiator II“ enthüllte dann aber, dass Maximus offenbar tatsächlich eine Affäre mit der aus dem ersten Teil bekannten Lucilla hatte (in beiden Filmen gespielt von Connie Nielsen). Aus der ist gar ein Sohn namens Lucius hervorgegangen, der im Sequel der neue Protagonist ist (verkörpert von Shooting-Star Paul Mescal).
Obwohl „Gladiator II“ so umstritten ist und an den Kinokassen gerade angesichts des enormen Budgets ebenfalls nur mäßig überzeugte, plant Ridley Scott übrigens bereits „Gladiator III“ – für den er dann aber mit einer ganz bestimmten Person nicht erneut zusammenarbeiten würde:
"Sorry, Kumpel – das war's": Ridley Scott arbeitet nach "Faul"-Kritik ohne seinen wichtigsten Mitstreiter an "Gladiator 3"