Ist jetzt sogar die öffentliche Sicherheit in Gefahr? Erfolg von "Zoomania 2" schlägt immer größere Wellen in China
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

„Zoomania 2“ ist ein absoluter Megahit! Das bringt nun aber offenbar einige Probleme mit sich, denn in China hat man nun Angst, dass giftige Schlange die nationale Sicherheit ins Wanken bringen.

Mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar hat „Zoomania 2“ bislang weltweit eingespielt – und damit den ebenfalls äußerst erfolgreichen ersten Teil bereits überholt. Wie es bei Animationsfilmen oft Usus ist, entwickeln sich diese jedoch nicht nur auf der großen Leinwand zu echten Überfliegern. Gerade die jüngeren Zuschauer*innen möchten ihre Lieblingsfiguren am liebsten direkt mit nach Hause nehmen und sie auch im Alltag bei sich haben.

Handelt es sich dabei um Plüschtiere oder andere harmlose Fanartikel, stellt das für die meisten Eltern in der Regel kein Problem dar. Anders sieht es allerdings aus, wenn es um echte Tiere geht – und dann auch noch um eine Schlange. In solchen Fällen dürften viele Erziehungsberechtigte deutlich auf die Bremse treten. Genau dieser Umstand sorgt aktuell in China für ernsthafte Diskussionen, denn dort sieht man inzwischen sogar die öffentliche Sicherheit gefährdet.

Bricht in China bald das Grubenotter-Chaos aus?

In „Zoomania 2“ wird mit Gary De’Snake (im Original gesprochen von Ke Huy Quan) eine neue Figur eingeführt, die dem Publikum schnell ans Herz wächst. Wie CNN World berichtet, hat die große Beliebtheit des Charakters nun offenbar dazu geführt, dass sich viele Chines*innen dafür interessieren, eine echte Viper als Haustier zu halten. Große chinesische E-Commerce-Plattformen verzeichnen seit dem Kinostart von „Zoomania 2“ jedenfalls einen deutlichen Anstieg bei Suchanfragen sowie spürbar steigende Preise für Grubenottern.

Die Grubenotter, die in China übrigens auch als Bambusotter bekannt ist, zählt zu den hochgiftigen Gefahrentieren. Ihre Haltung unterliegt daher strengen Vorschriften. Ein Biss einer Grubenotter kann ohne sofortige medizinische Behandlung tödlich enden. Genau dieser Umstand bereitet den Behörden und Medien derzeit große Sorgen.

So warnt die Tageszeitung Beijing News: „Im Film wird die Schlange mit liebenswerten und mutigen menschlichen Eigenschaften ausgestattet, doch die reale giftige Bambusotter ist weit davon entfernt, ein harmloses Trendspielzeug zu sein. Wenn eine Giftschlange entkommt oder angreift, gefährdet sie nicht nur den Besitzer und dessen Familie, sondern kann sich auch zu einem Vorfall der öffentlichen Sicherheit ausweiten.“ (via JoBlo)

Ob diese Warnungen letztlich übertrieben sind, sei dahingestellt. Fest steht jedoch, dass Schlangen in ihrer natürlichen Umgebung am besten aufgehoben sind. Wer sich Gary De’Snake dennoch nach Hause holen möchte, sollte lieber zur plüschigen Variante greifen – beim Kuscheln mit ihr besteht schließlich garantiert kein Sicherheitsrisiko.

Und falls ihr wissen wollt, wie die Abspannszene von „Zoomania 2“ einen möglichen dritten Teil vorbereitet, solltet ihr auch den nachfolgenden Artikel lesen:

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