Niemand hat es bemerkt: "Barbie"-Star Margot Robbie hat in Quentin Tarantinos "Once Upon A Time... In Hollywood" gleich ZWEI Rollen gespielt!
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.

„Once Upon A Time... In Hollywood“ mit Leonardo DiCaprio, Brad Pitt und Margot Robbie wurde von der Fachpresse, der Filmbranche und den Kinofans gleichermaßen gefeiert. Doch ein Detail im Film ist euch sicherlich entgangen!

Es ist eine Hommage an das Los Angeles, wie Quentin Tarantino es in seiner Kindheit erlebt hat. Ein Tribut an emotional komplizierte, aber im Alltag von erstaunlicher Umgänglichkeit geprägte Freundschaften. Ein filmischer Kniefall vor der 1969 ermordeten Schauspielerin Sharon Tate. Und eine locker-lässig erzählte Auseinandersetzung mit persönlichem, industriellem sowie gesellschaftlichem Wandel:

Tarantinos tragikomische Regiearbeit „Once Upon A Time In... Hollywood“ verschlang zwar Kosten von fast 100 Millionen Dollar, um eine lang vergangene Hollywood-Epoche wiederaufleben zu lassen. Doch sie nahm allein an den Kinokassen auch über 390 Millionen Dollar ein, gewann zwei Academy Awards, wurde in acht weiteren Kategorien für den Oscar nominiert, und war in unzähligen Jahresbestenlisten weit oben anzutreffen.

Zwar war es Brad Pitt, der für den Film einen Oscar erhielt, dennoch leistete auch Margot Robbie einen enormen Beitrag dazu, dass „Once Upon A Time In... Hollywood“ so warm aufgenommen wurde: Der „Barbie“-Star wurde dank ihrer zwar wortkargen, aber zutiefst menschlichen Darbietung viele Male als das pochende, verletzliche Herz dieses Films bezeichnet.

Schließlich stellt sie die einst ebenso populäre wie unterschätzte Tate dar, die Tarantino ebenso als aufsteigenden Stern am Kinofirmament wie als Privatmensch mit Träumen, Freuden und Ängsten skizziert. Was aber kaum jemand bemerkt hat: Robbie spielt nicht bloß Sharon Tate, sondern ist auch in einer zweiten Rolle zu sehen. Falls ihr nun auf Margot-Robbie-Suche gehen wollt: „Once Upon A Time In... Hollywood“ ist auf diversen Plattformen als VOD erhältlich, darunter bei Amazon Prime Video.

Falls ihr AXN Black als Prime Video Channel* abonniert habt, könnt ihr Tarantinos neunten (und bislang letzten) abendfüllenden Kinofilm sogar ohne Zusatzkosten abrufen.

Darum geht es in "Once Upon A Time In... Hollywood"

1969: Western haben ihre Glanzzeit hinter sich, weshalb die Karriere des erprobten Western-Darstellers Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) ins Straucheln gerät. Der Ruhm seiner Hit-Serie „Bounty Law“ verblasst zunehmend, weshalb Rick und sein Stuntdouble Cliff Booth (Brad Pitt) allmählich nach neuen Wegen suchen müssen, um in der Traumfabrik zu überleben.

So springt Rick über seinen Schatten, um als Gastdarsteller in einer TV-Serie den Schurken zu geben, selbst wenn das bedeutet, dass er von jüngeren, aufstrebenden Stars vermöbelt wird. Während dieser Zeit der Blamage ziehen nebenan ausgerechnet „Tanz der Vampire“-Regisseur Roman Polański (Rafal Zawierucha) und seine Frau Sharon Tate (Margot Robbie) ein – und die wecken die Neugier finsterer Gestalten...

Eine kurze, knappe Verneigung vor Margot Robbies Vergangenheit

Dass Margot Robbie vor ihrem internationalen Durchbruch in der australischen Seifenoper „Nachbarn“ mitgespielt hat, dürfte mittlerweile unter Film- und Serienfans bestens bekannt sein. Dass die „Suicide Squad“-Mimin in ihrer Kindheit als Trapezkünstlerin glänzte und in ihren Jugendjahren bei der Fast-Food-Kette Subway tätig war, hat sich derweil weniger herumgesprochen. Außerdem verdiente sich Robbie ein Zubrot als Reinigungskraft sowie als Barkeeperin.

Ihre Erfahrungen im Cocktailmischen entstaubte Robbie Ende 2025 für die YouTube-Präsenz der Vogue: In einem Video stellt sie eine kleine Auswahl ihrer Lieblingsfilme vor und mixt dazu passende Drinks. Dabei kürt sie Tarantinos „Once Upon A Time In... Hollywood“ zu einem ihrer persönlichen Favoriten und plaudert aus dem Nähkästchen: „Was kaum jemand weiß: Ich absolviere in dem Film einen Cameo!“

Im Laufe des Films kommt mehrmals die Fluggesellschaft Pan Am vor, die (insbesondere für die US-Bevölkerung) einen essentiellen Teil des Lebensgefühls der 1960er ausmachte. In einer Szene etwa sieht man Rick Dalton, wie er sich an Bord eines Pan-Am-Fliegers eine Bloody Mary servieren lässt. „Als Quentin gehört hat, dass ich in einer TV-Serie namens ‚Pan Am‘ mitgespielt hatte, meinte er: ‚Okay, du musst die Pan-Am-Flugbegleiterin spielen‘“, verriet Robbie der Vogue.

Diesen Vorschlag wollte die Schauspielerin ihrem Regisseur nicht ausschlagen, weshalb sie in „Once Upon A Time In... Hollywood“ nicht nur als Tate auftritt, sondern auch in diesem kleinen Part. „Die Hände, die das Teil zusammenrühren, das sind meine“, beteuert sie – und wer genau hinhört, wird erkennen, dass auch der kurze Text der Pan-Am-Mitarbeiterin von Robbie eingesprochen wurde.

Und falls ihr wissen wollt, welchen ihrer Flops Margot Robbie abgöttisch liebt, müsst ihr einfach unseren nächsten Artikel lesen:

"Verstehe immer noch nicht, warum die Leute den Film gehasst haben": Margot Robbie trauert zu Unrecht geflopptem 3-Stunden-Epos hinterher

*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren