Während auch in der Filmwelt die meisten Preisverleihungen die besten Leistungen des Jahres ehren, geht man bei der Vergabe der Goldenen Himbeeren bereits seit 1981 augenzwinkernd den entgegengesetzten Weg. Bei den „Anti-Oscars“ werden alljährlich die nach Meinung der Veranstalter*innen schlechtesten Filme und Darbietungen gekürt. Und nun wissen wir, wer 2026 für die fragwürdige Auszeichnung in Frage kommt.
Angeführt wird die Liste der Nominierungen von Disneys gefloppter „Schneewittchen“-Realverfilmung und Amazons weithin verrissener und ausschließlich über Computerbildschirme stattfindender Low-Budget-Adaption der legendären Sci-Fi-Geschichte „Krieg der Welten“ mit Ice Cube. Beide kommen auf jeweils sechs Nennungen, darunter für den Schlechtesten Film.
In der Hauptkategorie konkurrieren sie mit dem Psycho-Trip „Hurry Up Tomorrow“ (in dem der gleich mehrfach nominierte Musik-Star The Weeknd eine fiktionalisierte Version seiner selbst spielt), dem vielgescholtenen „Star Trek“-Streamingfilm „Star Trek: Sektion 31“ (jeweils fünf Nominierungen) sowie dem dreifach nominierten Sci-Fi-Abenteuer „The Electric State“, seines Zeichens der teuerste Netflix-Film aller Zeiten.
Mit Jared Leto, Natalie Portman, Ariana DeBose, Nicolas Cage, Robert De Niro und Michelle Yeoh befinden sich außerdem auch wieder einige frühere Oscar-Gewinner*innen unter den Nominierten für die Schauspielkategorien.
Nachfolgend haben wir euch die Nominierungen für die Goldene Himbeere 2026 in allen neun Kategorien einmal aufgelistet:
Schlechtester Film
- „The Electric State“
- „Hurry Up Tomorrow“
- „Schneewittchen“
- „Star Trek: Sektion 31“
- „Krieg der Welten“
Schlechtester Schauspieler
- Dave Bautista, „In The Lost Lands“
- Ice Cube, „Krieg der Welten“
- Scott Eastwood, „Alarum“
- Jared Leto, „Tron: Ares“
- Abel „The Weeknd“ Tesfaye, „Hurry Up Tomorrow“
Schlechteste Schauspielerin
- Ariana DeBose, „Love Hurts“
- Milla Jovovich, „In The Lost Lands“
- Natalie Portman, „Fountain Of Youth“
- Rebel Wilson, „Bride Hard“
- Michelle Yeoh, „Star Trek: Sektion 31“
Schlechtestes Remake, Rip-off oder Sequel
- „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“
- „Five Nights At Freddy’s 2“
- „Die Schlümpfe: Der große Kinofilm“
- „Schneewittchen“
- „Krieg der Welten“
Schlechteste Nebendarstellerin
- Anna Chlumsky, „Bride Hard“
- Ema Horvath, „The Strangers: Chapter 2“
- Scarlet Rose Stallone, „Gunslingers“
- Kacey Rohl, „Star Trek: Sektion 31“
- Isis Valverde, „Alarum“
Schlechtester Nebendarsteller
- Alle sieben künstlichen Zwerge, „Schneewittchen“
- Nicolas Cage, „Gunslingers“
- Stephen Dorff, „Bride Hard“
- Greg Kinnear, „Off The Grid - Außer Kontrolle“
- Sylvester Stallone, „Alarum“
Schlechteste Film-Combo
- Alle sieben Zwerge, „Schneewittchen“
- James Corden & Rihanna, „Die Schlümpfe: Der große Kinofilm“
- Ice Cube & seine Zoom-Kamera, „Krieg der Welten“
- Robert De Niro & Robert De Niro (als Frank & Vito), „The Alto Knights“
- The Weeknd & sein kolossales Ego, „Hurry Up Tomorrow“
Schlechtester Regisseur
- Rich Lee, „Krieg der Welten“
- Olatunde Osunsanmi, „Star Trek: Sektion 31“
- Die Russo-Brüder, „The Electric State“
- Trey Edward Shults, „Hurry Up Tomorrow“
- Marc Webb, „Schneewittchen“
Schlechtestes Drehbuch
- „The Electric State“
- „Hurry Up Tomorrow“
- „Schneewittchen“
- „Star Trek: Sektion 31“
- „Krieg der Welten“
Verliehen werden die Razzies wieder traditionell am Vorabend der Oscarverleihung, der diesmal auf den 14. März 2026 fällt. Wer sich derweil am Folgetag dann Chancen auf den wichtigsten Filmpreis der Welt ausrechnen kann, erfahren wir am morgigen 22. Januar. Einen Indikator dafür lieferte jüngst die Vergabe der Golden Globes. Wer hier das Rennen machen konnte, erfahrt ihr in unserem großen Gewinner-Artikel:
Alle Gewinner der Golden Globes 2026: Der beste Film 2025 räumt ab, Netflix-Mega-Hit schlägt Disney und Co.