"Ich war kein großer Fan von Bruce": Darum wollte der "12 Monkeys"-Regisseur anfangs auf keinen Fall mit Bruce Willis zusammenarbeiten
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Vor 31 Jahren kam mit „12 Monkeys“ ein außergewöhnlicher Sci-Fi-Film in die Kinos, der vor allem dank Bruce Willis zum internationalen Superhit wurde. Dabei hatte Regisseur Terry Gilliam anfangs große Bedenken, den „Stirb langsam“-Star zu besetzen.

Es war der ausführende Robert Kosberg, der den Anstoß für einen der prägendsten und ungewöhnlichsten Science-Fiction-Filme der 1990er-Jahre gab: Nachdem er Chris Markers experimentelles Kurzfilm-Meisterwerk „La Jetée“ (auch bekannt unter dem deutschen Titel „Am Rande des Rollfelds“) gesehen hatte, überzeugte er die Universal Studios, die Rechte zu erwerben – und ein Hollywood-Remake zu entwickeln.

Mitte der 1990er-Jahre nahm das Ergebnis unter dem Titel „12 Monkeys“ schließlich Gestalt an: Produzent Charles Roven holte Regie-Exzentriker Terry Gilliam („Brazil“) an Bord, da er der Meinung war, dass der Stil des Ex-Monty-Python-Mitglieds perfekt zu dem komplexen Zeitreise-Szenario passe.

Bruce Willis wurde für die Hauptrolle des Häftlings James Cole besetzt, der den Auftrag enthält, aus der postapokalyptischen Zukunft in die Vergangenheit zurückzureisen, um Informationen über ein tödliches Virus zu sammeln, das fast die gesamte Menschheit ausgelöscht hat. Zur Seite stand ihm der damalige Jungstar Brad Pitt, der für seine überdrehte Darstellung des Psychiatrie-Patienten Jeffrey Goines mit seiner ersten Oscar-Nominierung belohnt wurde.

12 Monkeys
12 Monkeys
Starttermin 21. März 1996 | 2 Std. 10 Min.
Von Terry Gilliam
Mit Bruce Willis, Madeleine Stowe, Christopher Plummer
Pressekritiken
3,9
User-Wertung
4,4
Filmstarts
5,0

Der Name des Mega-Stars Bruce Willis auf dem Plakat war sicherlich der Hauptfaktor dafür, dass „12 Monkeys“ – für uns von FILMSTARTS übrigens ein nahezu perfektes 5-Sterne-Meisterwerk – trotz seiner visuellen und erzählerischen Eigenwilligkeit zum weltweiten Kassenschlager werden konnte. Tatsächlich war Regisseur Gilliam anfangs aber so gar nicht überzeugt von der Besetzung des „Stirb langsam“-Schauspielers, wie er im Jahr 2021 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Films in einem Interview offen zugab (via AlloCiné):

„Ich war vor ‚12 Monkeys‘ nie ein großer Fan von Bruce“, so der „Fear And Loathing In Las Vegas“-Macher, „aber ich mochte die Gespräche mit ihm und stellte fest, dass er intelligent und witzig ist. Ich habe ihm meine Bedenken in Bezug auf seine Arbeit als Schauspieler mitgeteilt. Ich hasste diesen ‚Donald-Trump-Mund‘, den er in Filmen macht. Dieser rektale Mund. Es ist, als würde man jemandem direkt ins Arschloch schauen.“

Dass Willis die Rolle nach dieser drastisch formulierten Offenbarung dennoch annahm, ist durchaus erstaunlich – vor ihm waren zahlreiche andere Hollywood-Größen wie Nicolas Cage oder Tom Cruise im Rennen, die jedoch allesamt ablehnten. Am Ende erwies er sich aber als genau die richtige Wahl, und so ist der Film aus guten Gründen auf unserer Liste der besten Remakes aller Zeiten laut Meinung der FILMSTARTS-Community gelandet. Welcher Thriller-Meilenstein es auf den ersten Platz geschafft hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

4,55 von 5 Sternen! Das ist das beste Remake aller Zeiten – laut den deutschen Zuschauern

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.

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