Er wird immer wieder vergessen, dabei hat er sogar "Avatar" in den Schatten gestellt: Einer der besten Kriegsfilme des 21. Jahrhunderts mit 4 Marvel-Stars
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Bei den Oscars 2010 zogen u.a. „Avatar“ und „Inglourious Basterds“ gegenüber einem intensiven Kriegs-Thriller den Kürzeren, der 15 Jahre später im direkten Vergleich ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Hier erfahrt ihr, um welchen Film es geht.

Was haben James Camerons Rekordhalter „Avatar - Aufbruch nach Pandora“, Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ und der Pixar-Hit „Oben“ gemeinsam? Sie alle kamen im Jahr 2009 ins Kino – und haben in der betreffenden Oscar-Saison gegen „Tödliches Kommando - The Hurt Locker“ verloren.

Sechs Oscars konnte der intensive Irakkriegs-Thriller von Kathryn Bigelow („A House Of Dynamite“) abräumen, darunter für den Besten Film, die Beste Regie sowie das Beste Originaldrehbuch. Im Vergleich zu den eingangs genannten Filmen hält sich der kulturelle Nachhall von „Tödliches Kommando - The Hurt Locker“ allerdings in Grenzen. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 49 Millionen US-Dollar war der Film gemessen an seinem Budget (rund 15 Millionen) kein Flop, von einem Massenerfolg war er aber weit entfernt. 17 Jahre später ist er ein wenig in Vergessenheit geraten.

Tödliches Kommando - The Hurt Locker
Tödliches Kommando - The Hurt Locker
Starttermin 13. August 2009 | 2 Std. 04 Min.
Von Kathryn Bigelow
Mit Jeremy Renner, Anthony Mackie, Brian Geraghty
Pressekritiken
4,8
User-Wertung
4,0
Filmstarts
4,5
Im Stream

„Tödliches Kommando - The Hurt Locker“ gehört zu den wenigen großen und international beachteten Filmen, die sich mit dem 2003 von den USA unter dem Vorwand angeblicher Massenvernichtungswaffen begonnenen Irakkrieg auseinandergesetzt haben – und der zu einem Zeitpunkt ins Kino kam, als der Konflikt noch in vollem Gange war: Erst 2011 zogen die letzten US-Kampftruppen offiziell aus dem Irak ab.

Im Zentrum steht ein Einsatz des US-Bombenräumkommandos, das unter extremen Bedingungen Sprengsätze entschärft und dabei mit ständiger Lebensgefahr, psychischem Druck und den Spannungen innerhalb der Einheit konfrontiert wird. Die namhafte Besetzung umfasst u.a. Jeremy Renner („The Avengers“), Anthony Mackie („Captain America: Brave New World“), Evangeline Lilly („Ant-Man And The Wasp“), Guy Pearce („Iron Man 3“) und Ralph Fiennes („Konklave“).

Der mit immersiver Digital-Handkamera umgesetzte Film betrachtet den Krieg tendenziell kritisch, fesselt aber zugleich – wie für Regisseurin Bigelow typisch – auch als die reine Erfahrung in den Mittelpunkt stellende Studie über die psychischen Extrembelastungen der Soldaten und ihr paradoxes Bedürfnis nach Adrenalin.

Auf FILMSTARTS.de gab es für das „ambitionierte Action-Kriegsdrama“ herausragende 4,5 von 5 Sternen, während es in einer von der New York Times beauftragten Umfrage unlängst auf Platz 68 der besten Filme des 21. Jahrhunderts gewählt wurde. Damit handelt es sich bei „Tödliches Kommando - The Hurt Locker“ zugleich um den nach „Inglourious Basterds“ zweitbesten Kriegsfilm der letzten 25 Jahre.

Auf unsere Liste der zehn besten Kriegsfilme aller Zeiten laut den Bewertungen der FILMSTARTS-Community hat es das Werk dagegen trotzdem nicht geschafft. Wenn ihr wissen wollt, welches Meisterwerk auf dem Siegerpodest steht, dann lest direkt im folgenden Artikel weiter:

4,52 von 5 Sternen! Das ist der beste Kriegsfilm aller Zeiten – laut den deutschen Zuschauern

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.

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