Der Predator: Der gefährlichste Killer im Universum! Normalerweise kennt man das tödliche Alien insbesondere als Antagonist, das in seinen Filmauftritten schon gegen Hollywood-Stars wie Arnold Schwarzenegger („Predator“), Danny Glover („Predator 2“) und Adrien Brody („Predators“) angetreten ist. Doch viel zu oft musste die intergalaktische Mordmaschine dabei die zweite Geige spielen, denn wirklich viel gab es in den ersten Kino-Auftritten nicht über die Yautja und deren Kultur zu erfahren.
Das hat sich jedoch in den letzten Jahren dank Regisseur Dan Trachtenberg geändert, denn der Filmemacher hat der Sci-Fi-Reihe mit „Prey“ und dem Animations-Schlachtfest „Predator: Killer Of Killers“ kräftig seinen Stempel aufgedrückt. Gerade der verstärkte Einblick in die Lebensweise der archaischen Aliens kam bei vielen Fans gut an. Einen ganz neuen Blick auf die blutdürstigen Kreaturen bekamen wir aber in dem 2025 erschienenen Sci-Fi-Actioner „Predator: Badlands“, denn hier schlüpfte erstmals ein Predator in die Rolle des Protagonisten.
Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, denn „Predator: Badlands“ ist eine launige Entdeckungsreise mit charmanter Buddy-Dynamik. Wer den Film im Kino verpasst hat, kann sich jetzt auf Disney+ selbst ein Urteil bilden:
Darum geht es in "Predator: Badlands"
Die Yautja sind ein kriegerisches Volk: Wer in den Clan aufgenommen werden will, muss seine Stärke beweisen und erfolgreich auf die Jagd gehen. Der junge Dek (Dimitrius Schuster-Kolomatangi) jedoch gilt in den Augen seines Vaters als das schwächste Glied der Familie – und soll dementsprechend ausgemerzt werden. Dek bleibt nur die Flucht auf den abgelegenen Planeten Genna.
Hier will Dek beweisen, dass auch in ihm das Herz eines wahren Jägers schlägt. Sein Ziel ist eine Beute, die selbst erfahrene Jäger in die Knie zwingen kann: der sagenumwobene Kalisk. Auf seiner gefährlichen Reise trifft Dek auf die synthetische Einheit Thia (Elle Fanning), die im Auftrag der Weyland-Yutani Corporation zu Forschungszwecken entsandt wurde. Nach einer folgenschweren Begegnung mit dem Kalisk fehlt Thia die untere Hälfte ihres Körpers – und sie ist entschlossen, diese wiederzufinden.
Mehr Abenteuergeschichte als Schlachtplatte
Normalerweise stehen die „Predator“-Filme für knallharte Überlebenskämpfe, bei denen sich Menschen mit begrenzten Ressourcen gegen eine hochtechnologisierte Kampfmaschine behaupten müssen. Das ist in „Predator: Badlands“ jedoch nicht so. Stattdessen liegt der Fokus hier – zumindest in der ersten Hälfte – auf der Erkundung des Planeten Genna. Und das bringt tatsächlich richtig Spaß und weckt Erinnerung an alte Abenteuer-Klassiker wie „Sindbads 7. Reise“. Hinter jeder Ecke warten hier neue Kreaturen, Szenarien und todbringende Gefahren auf das eigenwillige Duo – und somit natürlich auch auf das neugierige Publikum.
Zwar sieht man dem Sci-Fi-Actioner durchaus sein begrenztes Budget an, was den Unterhaltungsgrad der launigen Entdeckungsreise jedoch nur marginal schmälert. Leider kann ausgerechnet die Action in der zweiten Hälfte nicht ganz mithalten – was besonders verwundert, da dies doch eigentlich immer die Vorzeigedisziplin der „Predator“-Kracher war. Dennoch macht „Badlands“ eine ganze Menge richtig und bekommt von uns verdientermaßen 3,5 von 5 möglichen Sternen in der FILMSTARTS-Kritik.
Wie es mit dem Franchise weitergeht? Aktuell stehen über der Reihe jedenfalls große Fragezeichen, denn Dan Trachtenberg scheint sich in Zukunft anderen Projekten zuwenden zu wollen. Mehr dazu erfahrt ihr hier:
Aus für "Predator"-Franchise? Macher wechselt zu Disney-Konkurrent – belebt er dort ein Zombie-Franchise wieder?*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.