"Ich wartete mit zwei Küchenmessern": "Twilight"-Star Robert Pattinson geriet an seine Grenzen, als er einen mysteriösen Horrorfilm sah
Sebastian Groß
Sebastian Groß
-Freier Autor
Manchmal fühlt er sich alt, weil er damals „The Big Lebowski“ oder „Matrix“ zum Kinostart gesehen hat. Andererseits konnte er damals „The Big Lebowski“ und „Matrix“ zum Kinostart sehen. Zum Glück behält er das für sich, außer jemand fragt ihn. Jetzt fragt ihn halt endlich.

Robert Pattinson gilt als wandlungsfähiger Schauspielstar zwischen Arthouse und Blockbusterkino. Doch ein Horrorfilm brachte ihn offenbar völlig aus der Fassung – so sehr, dass er zu ungewöhnlichen Maßnahmen griff.

„The Batman“-Darsteller Robert Pattinson hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Vom jugendlichen Publikumsliebling aus der „Twilight“-Saga wandelte er sich zu einem vielseitigen Schauspieler, der gleichermaßen Arthouse-Kino, anspruchsvolle Dramen sowie große Blockbuster meistert und dabei immer wieder bewies, dass er bereit ist, sich auf unkonventionelle, teils verstörende Rollen einzulassen.

Dabei sucht der Brite konsequent nach Abwechslung und scheut sich nicht davor, seine Figuren in ungewöhnliche, psychologisch herausfordernde Situationen zu führen. Auffällig bleibt jedoch, dass klassische Horrorfilme bislang kaum in Pattinsons Repertoire auftauchen. Das könnte daran liegen, dass er selbst vergleichsweise schreckhaft ist, wie er in einem Interview (via Far Out Magazine) verriet.

Mit Küchenmessern gegen die Angst: Robert Pattinsons bizarre Horrorfilm-Erfahrung

Pattinson erzählte, dass ein Horrorfilm eines Regisseurs, mit dem er zuvor gesprochen hatte, ihn derart verängstigte, dass er zu ungewöhnlichen Schutzmaßnahmen griff: „Er hatte einen Horrorfilm gemacht, und ich habe ihn mir angeschaut. Ich habe die ganze Zeit gedacht, jemand bricht in mein Haus ein, und saß deshalb auf meinem Sofa mit zwei Küchenmessern, wartend, dass die Person hereinkommt“, erklärte Pattinson. „Ich bin dann so eingeschlafen, mit den Messern quasi am Hals auf dem Sofa. Meine Freundin kam herein und meinte: ‚Was passiert hier?! Warum schläfst du mit zwei Messern im Gesicht?!‘“

Welcher Film oder welcher Regisseur hinter diesem Erlebnis steckt, ließ der Schauspieler offen. Dennoch existieren einige naheliegende Vermutungen. David Cronenberg, mit dem Pattinson bereits in „Cosmopolis“ (2012) arbeitete, ist bekannt für seine unheimlichen, körperlich wie psychologisch verstörenden Werke wie „Parasiten-Mörder“ (1975) oder „Die Fliege“ (1986).

Ein weiterer heiß gehandelter Kandidat ist „Smile“-Macher Parker Finn, dessen bevorstehendes Remake von „Possession“ Pattinson als Produzent – möglicherweise sogar zusätzlich als Hauptdarsteller – begleitet. Das Original „Possession“ (1981) gilt als Klassiker des psychologischen Horrors und verbindet Beziehungsdrama mit albtraumhaften Visionen, Besessenheit und emotionalem Kontrollverlust. Den Kultfilm könnt ihr aktuell gratis in der ARTE-Mediathek streamen*.

Diese Horror-Regisseure kommen ebenfalls infrage

Andere Möglichkeiten, welcher Filmemacher gemeint sein könnte, werden ebenfalls diskutiert. Dazu zählen etwa Matt Reeves („Cloverfield“), mit dem Pattinson für „The Batman“ (2022) zusammenarbeitete, David Slade („30 Days of Night“) oder „Der Leuchtturm“-Schöpfer Robert Eggers, dessen düster-atmosphärischer Stil hervorragend zu Pattinsons jüngerer Rollenauswahl passen würde. Manche Fans spekulieren sogar über Ari Aster, den Regisseur von „Hereditary“ (2018) – auch wenn bislang kein gemeinsames Projekt zwischen ihm und Pattinson angekündigt wurde.

Diese Episode zeigt einmal mehr: Hinter Pattinsons charismatischem, oft kühl wirkendem Auftreten verbirgt sich ein Schauspieler, der selbst bei vermeintlich harmlosen Filmsichtungen von intensiver Angst überwältigt werden kann. Gerade diese menschliche Reaktion macht ihn überraschend nahbar – und könnte zugleich den Weg zu einem eigenen Horrorprojekt ebnen. Schließlich besitzt er die Fähigkeit, sich tief in psychologische Extremsituationen hineinzuversetzen, auch wenn die Realität gelegentlich seine eigenen Nerven strapaziert.

Übrigens können sich selbst ausgewiesene Schauer-Expert*innen fürchten. So gestand Bestseller-Autor Stephen King kürzlich, welcher Horrorfilm ihn über Jahre hinweg verfolgte. Mehr dazu im folgenden FILMSTARTS-Artikel.

Dieser Horrorfilm verfolgt Stephen King seit Jahrzehnten: "Ließ uns in unseren Sitzen erstarren"

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