Killer-Clowns sind aus dem Horror-Kino nicht wegzudenken – seien sie monströse Erschrecker wie Pennywise aus „ES“ oder barbarische Metzler wie Art aus den „Terrifier“-Filmen. 2025 gesellte sich ein neuer, mörderischer Clown in die lange Riege an Horrorfilm-Killern: Frendo aus „Clown In A Cornfield“.
Basierend auf dem gleichnamigen Horrorroman* schlitzte dieser Maisfeld-Clown Jugendliche aus einer US-Kleinstadt ab – all dies unter der Regie von „Tucker & Dale Vs Evil“-Macher Eli Craig. Das habt ihr damals im Kino verpasst? Oder wollt ihr euch das erneut anschauen? So oder so: Jetzt gelangt Frendos Mordserie zu einem Streaminggiganten: Ab sofort ist „Clown In A Cornfield“ bei Netflix abrufbar!
Darüber hinaus könnt ihr „Clown In A Cornfield“ auf mehreren Plattformen als VOD beziehen, etwa bei Amazon Prime Video*. Und wenn ihr wissen wollt, wie die Geschichte weitergehen könnte: Die Romanvorlage zum Film hat bereits zwei Fortsetzungen. Die wurden im Gegensatz zu Teil 1 zwar noch nicht übersetzt, allerdings könnt ihr Teil 2* und Teil 3* der Frendo-Buchreihe im Original bei Amazon beziehen.
Darum geht es in "Clown In A Cornfield"
Die 17-jährige Quinn (Katie Douglas) ist erst kürzlich mit ihrem Vater (Aaron Abrams) in eine beschauliche Kleinstadt gezogen. Dort will die zweiköpfige Familie nach dem Tod von Quinns Mutter einen Neuanfang wagen – doch parallel dazu hadert auch der Ort damit, neu anzufangen: Als die lokale Maissirupfabrik abgebrannt ist, brach die örtliche Industrie zusammen. Davon hat sich die Wirtschaft im Ort noch immer nicht erholt, was zu Anspannungen in der Bevölkerung führt.
Viele machen Cole (Carson MacCormac) für den fatalen Brand verantwortlich, weil er gerne Amateur-Horrorvideos dreht, in denen er das Firmenmaskottchen Frendo als Killer-Clown uminterpretiert. Quinn dagegen findet Cole sympathisch und harmlos. Alsbald macht ein maskierter Killer im Frendo-Kostüm das Städtchen unsicher – aber auch die Spekulationen, wer hinter der Maske steckt, haben dramatische Folgen...
MAGA, Killer und Pointen
„Clown In A Cornfield“ ist weder ein geradliniger Slasher, noch übt er sich mit derartiger Freude in Genre-Parodie wie Craigs Kultklassiker „Tucker & Dale Vs. Evil“. Durch diese schwer zu kategorisierende Tonalität hat sich der Film vereinzelte Schelten seitens der Filmkritik eingefangen. So befand ihn Variety als Film, der mangelnde Originalität als Meta-Humor zu verkaufen versuche, und sich dabei in eine „postmoderne Indie-Grindhouse-Echokammer“ verirre.
FILMSTARTS-Autor Janick Nolting zählt derweil zur „Clown In A Cornfield“ lobenden Mehrheit: Zwar beklagt er, dass der Film weniger von den politischen Spitzen „gegen die aktuelle MAGA-Kultur in den USA“ bietet, für die der Roman bekannt ist. Trotzdem sei Craig immer noch ein „überraschend politischer Slasher“ gelungen, der noch dazu in seinen Kills „keineswegs zimperlich zur Tat schreitet“, mit Twists aufwartet und „mit ganz viel Situationskomik“ punktet.
Und wenn ihr noch mehr Horrorfutter für einen Streamingabend sucht, wie wäre es denn mit unserem folgenden Tipp:
Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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