Endlich ist es so weit: „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ kommt nach Deutschland. Quentin Tarantinos zweigeteiltes Rache-Epos gibt es endlich als den einen zusammenhängenden Film zu sehen, den der Kultregisseur immer im Sinn hatte.
Wer sich mit Tarantino auskennt, weiß allerdings, dass es bei dem „Pulp Fiction“-Mastermind nicht nur um Inhalte, sondern auch um die Form der Präsentation geht. Quentin Tarantino gilt als einer der größten Verfechter des analogen Kinos – und setzt immer wieder bewusst auf Film statt Digital.
Es dürfte daher ganz im Sinne von Tarantino sein, dass der deutsche Filmverleih StudioCanal gleich zwei exklusive 70mm-Kopien hierzulande und in Österreich auf Tour schickt. Es gibt so einige wenige Möglichkeiten, „Kill Bill“ nicht nur in der inhaltlich besten Version zu sehen, die es jemals gab, sondern auch bestmöglich präsentiert. Die 70mm-Kino-Veröffentlichung von „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ ist die ultimative Fassung des Films.
Nur diese Kinos zeigen "The Whole Bloody Affair" in 70mm – eins sogar schon vor Kinostart
Wenn ihr „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ in 70mm im Kino sehen wollt, habt ihr dazu aber nur einige wenige Gelegenheiten. Schließlich gibt es nicht nur gerade mal zwei Kopien, es ist auch nur ganz wenigen Kinos in Deutschland und Österreich überhaupt technisch möglich, den Film so zeigen.
Den Auftakt macht die Schauburg Karlsruhe, wo das Werk bereits ab dem morgigen 10. April bis einschließlich 12. April läuft. Hier könnt ihr das Rache-Epos also fast eine Woche vor dem regulären Kinostart schauen.
Danach folgen weitere Stationen:
- Berlin, Zoo Palast – 16. bis 18. April
- Berlin, Delphi Filmpalast – 17. bis 19. April
- Hamburg, Savoy Filmtheater – 23. bis 26. April
- Hannover, Astor Grand Cinema – 1. bis 3. Mai
- Wien, Gartenbaukino – 10. und 11. Mai
- Essen, Lichtburg – 15. und 17. Mai
"Kill Bill" so gut wie noch nie
„The Whole Bloody Affair“ vereint „Kill Bill: Vol. 1“ und „Kill Bill: Vol. 2“ zu einem einzigen, rund viereinhalbstündigen Film – so, wie Quentin Tarantino es ursprünglich geplant hatte. Die Änderungen wirken auf den ersten Blick vielleicht nicht so umfangreich, aber sie sind entscheidend.
Vor allem entfällt der künstliche Cliffhanger zwischen dem ersten und dem zweiten Teil. „Kill Bill Vol. 1“ endete mit einer zu frühen Enthüllung für das Publikum, die wir nun – wie auch alles Übrige im Film – gemeinsam mit der Hauptfigur erfahren. Die Geschichte wirkt dadurch deutlich kohärenter und emotional runder, die Wirkung des jetzt auch richtigen Twists ist stärker.
Dazu kommen kleinere Erweiterungen wie mehr Brutalität durch ein paar zusätzliche Gewaltspitzen sowie einem nun komplett in Farbe belassenen Showdown im Haus der Blauen Blätter und die um rund acht Minuten und eine komplette, actionreiche Auseinandersetzung erweiterte Anime-Sequenz. Warum „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ damit endlich das große Meisterwerk ist, das Tarantino schon immer im Kopf hatte, erklären wir euch ausführlich noch in unserer FILMSTARTS-Kritik, die zum Wochenende erscheint.
70mm: Warum Tarantino genau diese Version liebt
Mit den von Tarantino präferierten 70mm-Filmkopien könnt ihr das Action-Epos endgültig in seiner vollen Pracht erleben. Das Format liefert noch einmal eine deutlich höhere Auflösung als die klassische digitale Projektion. Dadurch gibt es extrem feine Details und sichtbar mehr Bildtiefe sowie intensivere Farben und Kontraste. Das ganze Bild wirkt noch einmal lebendiger.
Gerade bei einem stilistisch so überhöhten Werk wie „Kill Bill“, das mit Farben, Blutfontänen und visuellen Zitaten spielt, sollte das für ein spürbar anderes Seherlebnis sorgen. Dass Tarantino analoge Vorführungen und insbesondere in 70mm so liebt, hat deshalb nichts damit zu tun, dass er in Nostalgie schwelgt, sondern es für ihn die authentischste Form des Kinos ist. Aber natürlich gilt: Wenn ihr es nicht zu eine der wenigen 70mm-Vorführungen von „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ schafft, weil sie terminlich nicht passen, nicht in eurer Nähe sind oder halt einfach zu schnell ausverkauft, lohnt sich das Kinoerlebnis auch in jedem anderen Lichtspielhaus. Nachfolgend haben wir auch noch einmal den englischen Originaltrailer für euch:
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