"Einer der schlechtesten Filme aller Zeiten": Rosamund Pike war sich sicher, dass dieser Sci-Fi-Actioner mit Dwayne Johnson ihre Karriere beendet
Melina Albandopulos
Melina Albandopulos
-Freie Autorin
Mit Disney begann ihre Liebe zu Filmen. Auf der nicht kürzer werdenden To-Watch-List befindet sich aber alles – von Musical bis Western.

Ein Film, in dem Rosamund Pike mitgespielt hat, ist ihr ganz besonders negativ in Erinnerung geblieben: „Doom – Der Film“ (2005) verabscheute sie regelrecht. Sie fand den Film so schlecht, dass sie sich sogar um ihre zukünftige Karriere sorgte.

Manche Filme sind so schlecht, dass man sie am liebsten einfach vergessen würde – erst recht, wenn man selbst in ihnen zu sehen ist. So geht es Rosamund Pike mit einem Film, in dem sie zu Beginn ihrer Karriere mitwirkte: „Doom – Der Film“ aus dem Jahr 2005. „Es war wohl einer der schlechtesten Filme aller Zeiten. Eine Katastrophe“, erzählte sie im Podcast How to Fail with Elizabeth Day. Die Schauspielerin fürchtete sogar, dass der Science-Fiction-Actionfilm das Ende ihrer Karriere bedeuten würde.

Doom
Doom
Starttermin 27. Oktober 2005 | 1 Std. 44 Min.
Von Andrzej Bartkowiak
Mit Karl Urban, Dwayne Johnson, Rosamund Pike
Pressekritiken
1,8
User-Wertung
1,9
Filmstarts
1,0

Bei „Doom – Der Film“ handelt es sich um eine Videospielverfilmung des polnischen Regisseurs Andrzej Bartkowiak – unter anderem bekannt für „Romeo Must Die“ (2000). Neben Rosamund Pike schlüpften auch Dwayne Johnson und Karl Urban in die Rollen von Marinesoldaten, die gegen böse Kreaturen ankämpfen.

Ebenso wie Pike (den Durchbruch hatte sie im Jahr 2002 mit „James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag“) war auch „The Rock“ zu dem Zeitpunkt noch ziemlich am Anfang seiner Schauspielkarriere. Mit Filmen wie „The Scorpion King“ (2002) und „Walking Tall – Auf eigene Faust“ (2004) befand er sich zwar im Aufwind, aber er war noch keineswegs der populäre Schauspieler, der er heute ist.

Darum geht's in "Doom – Der Film"

Einer auf dem Mars stationierten Forschungsgruppe untersucht das geheimnisvolle C24-Chromosom, das genetische Veränderungen hervorruft. Doch als das Testobjekt zu einer blutrünstigen Kreatur mutiert, soll eine Elite-Einheit unter der Führung von Sarge (Dwayne Johnson) der Sache auf den Grund gehen. Es folgt nicht nur eine grausame Schlacht gegen die Mutanten, sondern auch zwischen Sarge und dem Soldaten Reaper (Karl Urban) entfacht sich ein erbitterter Streit.

Doom
Doom
Starttermin 27. Oktober 2005 | 1 Std. 44 Min.
Von Andrzej Bartkowiak
Mit Karl Urban, Dwayne Johnson, Rosamund Pike
Pressekritiken
1,8
User-Wertung
1,9
Filmstarts
1,0

„Es war ein absoluter Reinfall“, berichtet Rosamund Pike im Podcast. Tatsächlich floppte der Film mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 58 Millionen Dollar (gegenüber einem geschätzten Budget zwischen 60 und 70 Milionen) und gerade einmal 18 Prozent auf der Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes gewaltig. Auch wir von FILMSTARTS hatten nur einen mickrigen Stern für die Gaming-Adaption übrig. Pike selbst las keine Kritiken, „aber man hat das Gefühl, man kann froh sein, dass man das überlebt hat“ (via Variety).

Vom ländlichen England auf den Mars

Doch wie kam es überhaupt dazu, dass die britische Schauspielerin in solch einem Trash-Actionfilm mitwirkte? War sie doch kurz zuvor noch als Jane Bennet in Joe Wrights Literaturverfilmung „Stolz und Vorurteil“ (2005) zu sehen gewesen. Während dieser Dreharbeiten – um genau zu sein befand sie sich in einen Reifrock gehüllt inmitten von Heuballen – erreichte sie auch der Anruf für „Doom – Der Film“. Und sofort sagte sie zu: „Ja, ich kann alles schaffen. Ich kann in meinem Reifrock auf diesen Heuballen springen, also kann ich bestimmt auch Zombies auf dem Mars töten.“

Eine Entscheidung, die sie später bereute. „Doom – Der Film“ war nicht nur ein desaströser Film, sondern auch völlig außerhalb ihrer Komfortzone. „Da waren Machos. Am Set lagen Gewichte. Jedes Mal, wenn eine Waffe zum Vorschein kam, war das für die ‚Doom‘-Fans wie eine heilige Reliquie.“ Pike wurde bewusst, wie ungeeignet sie eigentlich für die Rolle der Dr. Samantha Grimm in der Videospielverfilmung war.

Trotz des Flops ging es mit Pikes Karriere aber weiter aufwärts. So sah man sie neben Tom Cruise in „Jack Reacher“, in „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ (ihre wohl einprägsamste Rolle, die ihr eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin bescherte) oder als Kriegsreporterin in „A Private War“. Im Jahr 2025 wirkte sie mit „Hallow Road“ und „Die Unfassbaren 3 – Now You See Me“ in gleich zwei Projekten mit.

2019 unternahm übrigens Regisseur Tony Giglio mit „Doom: Die Vernichtung“ einen zweiten Anlauf, das Videospiel zu verfilmen. Allgemein sind Games eine beliebte Inspiration für Regisseur*innen. Um die einst erfolgreichste Videospiel-Adaption aller Zeiten, bei der zunächst alle Zeichen auf Mega-Flop standen, dreht sich der nachfolgende Artikel:

Dieser Fantasy-Blockbuster war auf dem Weg zum Mega-Flop – und stellte dann doch noch einen Weltrekord auf!

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