Neu im Heimkino: Dieser fast vergessene Thriller ist einer der ersten Filme mit Angelina Jolie
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

1995 war der Thriller „Hackers – Im Netz des FBI“ noch ein wirtschaftlicher Misserfolg, der noch dazu von der Filmpresse zumeist ein Schulterzucken erntete. Mittlerweile hat er sich eine eingeschworene Fangemeinde erarbeitet – sicher auch dank Jolie!

Mitte der 1990er-Jahre war Angelina Jolie praktisch unbekannt: Ihren winzigen Auftritt in einer Komödie von 1982 ausgenommen, drehte sie bis dahin bloß einen einzigen Langfilm – den kaum beachteten Sci-Fi-Actioner „Cyborg 2“ von 1993. Und auch ihr nächster abendfüllender Kinofilm war noch kein Kracher:

Hackers - Im Netz des FBI“ nahm 1995 bei einem Budget von 20 Millionen Dollar an den Kinokassen nicht einmal acht Millionen Dollar ein – und die Kritiken fielen eher schwach aus. In den drei Jahrzehnten, die seither vergangen sind, entdeckten aber viele Filmfans den Thriller für sich. Teils aus Interesse an Jolies Anfängen, teils aus Neugier auf die exzentrische Darstellung der Hacking-Szene, teils aus ironischer Begeisterung für den dick auftragenden Elektro-Soundtrack und die noch stärker übertriebenen Dialoge.

Diesem Kultstatus hat „Hackers“ womöglich auch sein Heimkino-Upgrade zu verdanken: Am 30. April 2026 erscheint eine Blu-ray-Neuauflage von „Hackers“ mit einem gegenüber der Erstauflage von 2017 optimierten Master.

Als Bonusmaterial gibt es eine Featurette, die sich retrospektiv mit „Hackers – Im Netz des FBI“ befasst, sowie Interviews mit diversen Cast- und Crew-Mitgliedern. Und wenn euch eine Blu-ray nicht genügt: Schon 2025 ist der Thriller in 4K als limitiertes Mediabook erschienen. Das könnt ihr bei Amazon* und im Shop von Capelight Pictures* beziehen.

Das ist "Hackers"

Schon im Alter von elf Jahren verdiente sich Dade Murphy (Jonny Lee Miller) mit einem beeindruckenden Cyberangriff die Anerkennung der Hackerszene. Jetzt, sieben Jahre später, tut er sich am College mit talentierten Gleichgesinnten zusammen, darunter Kate (Angelina Jolie) alias 'Acid Burn' und Emmanuel (Matthew Lillard) alias 'Cereal Killer'.

Als das jüngste Mitglied der Clique, Joey (Jesse Bradford), zufällig herausfindet, dass ein Virus gezielt die Systeme einer Mineralölfirma angreifen soll, geraten es die jungen Computerasse ins Visier des skrupellosen Ex-Hackers Eugene 'The Plague' Belford (Fisher Stevens). Der will mit einem Computerwurm ein millionenschweres Verbrechen vertuschen und beschließt, den Jugendlichen sämtliche Schuld in die Schuhe zu schieben...

Was folgt, ist für FILMSTARTS-Senior-Redakteur Daniel Fabian „gewissermaßen das filmische Pendant zu einer 'Best/Worst Of The 90s'-Party: Ausgefallene Frisuren, exzentrische Outfits und Dialoge, wie sie junge Leute in der Ära von Tic Tac Toe und Co. nun mal geführt haben, lassen ältere Zuschauer*innen unweigerlich in Erinnerungen schwelgen, während jüngere ein ebenso schrill-schrulliges wie authentisches Bild des Jahrzehnts präsentiert bekommen.“

Ein zeitloses Filmvergnügen mit rasantem Tempo und perfekter Schlusspointe (und frei von Fremdschamfaktor) stellen wir euch derweil im folgenden Beitrag näher vor:

Durch und durch genial: Einer der besten Filme aller Zeiten feiert ENDLICH seine 4K-Premiere im Heimkino

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