Zwar ist 2026 nicht ganz das „Punisher“-Jahr, nach dem es zunächst ausgesehen hatte, doch zumindest über zwei Auftritte von Jon Bernthal als Frank Castle können sich Marvel-Fans in diesem Jahr freuen: in „The Punisher: One Last Kill“ und in „Spider-Man: Brand New Day“. Besonders die sogenannte Marvel Television Special Presentation nimmt dabei eine wichtige Rolle ein, denn sie dient zumindest auf dem Papier als Übergang zwischen dem letzten Auftritt des Punishers in der ersten Staffel „Daredevil: Born Again“ und dem kommenden „Spider-Man“-Abenteuer.
So richtig passt „The Punisher: One Last Kill“ allerdings weder an das Ende von „Daredevil: Born Again“ Staffel 1, wo Frank Castle aus der Gefangenschaft des Kingpin entkommt, noch wird hier unmittelbar zu „Spider-Man: Brand New Day“ übergeleitet. Vielmehr legen Regisseur und Drehbuchautor Reinaldo Marcus Green („King Richard“) sowie Co-Drehbuchautor und Hauptdarsteller Jon Bernthal den Fokus auf eine Art Psychogramm der Titelfigur – und auf jede Menge brutale Action.
Wenn ihr herausfinden wollt, wie genau „One Last Kill“ in die größere MCU-Erzählung passt, und sehen wollt, wie der Punisher unter den Gangstern, Gaunern und Ganoven des New Yorker Stadtteils Little Sicily aufräumt, könnt ihr das ab sofort tun. Denn „The Punisher: One Last Kill“ ist jetzt im Abo bei Disney+ verfügbar:
„The Punisher: One Last Kill“ ist zwar gerade einmal 48 Minuten lang, doch tatsächlich bringen Bernthal und Green in dieser knappen Laufzeit eine Menge unter: Die Special Presentation (so nennt Marvel seine lose Reihe von mittellangen Filmen) beginnt mit einem Frank Castle, der am absoluten Tiefpunkt angekommen scheint, was der Regisseur mit einer Reihe von Visionen und Wahnvorstellungen des traumatisierten Ex-Marines effektiv unterstreicht. Bevor sich Frank jedoch wie geplant das Leben nehmen kann, um wieder bei seiner ermordeten Familie zu sein, kommen zwei Dinge dazwischen:
Erstens hat Frank am Grab seiner Familie in einer wirklich berührenden und stark gespielten Szene eine Vision von seiner toten Tochter. Und zweitens trifft er vor seinem Unterschlupf auf Ma Gnucci (Judith Light), das Oberhaupt einer Gangsterfamilie, die er als Punisher ausgelöscht hat. Gnucci sinnt auf Rache und hat mit einem Kopfgeld dafür gesorgt, dass sämtliche Gangster im Umkreis auf Franks Versteck aufmerksam geworden sind.
Lohnt sich "The Punisher: One Last Kill" auf Disney+?
Das ist der Startschuss für die zweite Hälfte von „The Punisher: One Last Kill“, in der Regisseur Marcus Reinaldo Green ein zwanzigminütiges Action-Feuerwerk irgendwo zwischen „The Raid“ und „John Wick“ abbrennt. Und auch wenn der Marvel-Film nicht ganz an diese beiden Vorbilder heranreicht, hat es diese zweite Hälfte wirklich in sich:
Wenn in dem heruntergekommenen Stadtteil Little Sicily das totale Chaos und die pure Anarchie ausbrechen und jeder auf jeden losgeht, erinnert das beinahe an eine Live-Action-Variante von „GTA“, die immer wieder von bemerkenswerten Songs begleitet wird – von Louis Armstrong bis Hatebreed. Frank prügelt, sticht und ballert sich dabei aus seiner Wohnung, durch die Treppenhäuser und über die Balkone des Apartmentkomplexes, in dem er wohnt, bis er schließlich auf dem Dach landet, stürzt dann über ein Gerüst nach unten, prügelt, sticht und ballert sich noch eine Weile durch die Straßen bis hin in einen kleinen Laden in seiner Nachbarschaft.
Dabei nimmt es Frank in sehenswert choreographierten und ordentlich brutalen Actionszenen mit reihenweise Schlägertypen und Gaunern auf, die hinter dem Kopfgeld her sind, wächst aber auch langsam – ohne zu viel zu verraten – in eine neue Rolle hinein. Und hier könnte dann womöglich doch noch ein Anknüpfungspunkt für den eingangs bereits erwähnten „Spider-Man: Brand New Day“ liegen, in dem Jon Bernthal dann am 30. Juli 2026 als Punisher zurückkehrt. Das zeigt auch der erste Trailer, den ihr euch hier anschauen könnt:
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