Heute im TV: Dieser 4. Teil einer Kult-Reihe voller Stars schlug ganz souverän David Fincher im Box-Office-Duell
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

Das „Scary Movie“-Franchise scheint nicht totzukriegen zu sein. Aktuell ist Teil 6 in unseren Lichtspielhäusern zu erleben. Aufgrund seines Erfolges kramen die TV-Sender nun natürlich die vorhergehenden Parts aus dem Archiv – so wie heute Abend:

Seit Anfang Juni 2026 trifft „Scary Movie 6“ auf großen Anklang in den weltweiten Kinos. Wer Spaß an den Horror- und Blockbuster-Parodien hatte oder vielleicht erst einmal testen möchte, ob das Ganze überhaupt etwas für sie/ihn ist, kann sich zur Primetime den mit jeder Menge bekannten Gesichtern besetzten Vorvorgänger im Free-TV reinziehen.

Kabel Eins zeigt „Scary Movie 4“ am heutigen 17. Juni 2026 um 20.15 Uhr. Eine Wiederholung folgt noch in derselben Nacht um 1.40 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-12-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Disney+* streamen. Wer bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auch auf Blu-ray, DVD oder Video-on-Demand ausweichen:

Finchers "Panic Room" klar abgehängt

Eigentlich war alles dabei, damit nach dem wohl den Höhepunkt der Reihe darstellenden „Scary Movie 3“ auch der vierte Teil wieder ein echter Lacherfolg werden würde. Mit Anna Faris („House Bunny“) und Regina Hall („One Battle After Another“) standen die bewährten Hauptdarstellerinnen einmal mehr dem Cast vor. An ihrer Seite kehrten zahlreiche weitere, bereits in den Vorgängern zu sehende Stars wie Charlie Sheen („Two And A Half Men“), Carmen Electra („Baywatch“), Anthony Anderson („Scream 4“), Kevin Hart („Jumanji 1+2“), Chris Elliott („Verrückt nach Mary“), Simon Rex („Blink Twice“) und Leslie Nielsen aus „Die nackte Kanone 1-3“ zurück. Erstmals dabei waren unter anderem Bill Pullman aus „Independence Day“, Craig Bierko („Tödliche Weihnachten“), „Reservoir Dogs“-Legende Michael Madsen und der einstige Basketball-Superstar Shaquille O'Neal („Kazaam - Der Geist aus der Flasche“).

Und auch hinter der Kamera war Kontinuität angesagt. Wie beim Vorgänger übernahm „Die nackte Kanone“-Macher David Zucker die Regie, während Craig Mazin („Hangover 2+3“) und Pat Proft („Police Academy“) erneut das Drehbuch lieferten. Zu ihnen gesellte sich sogar noch Zuckers alter „Die nackte Kanone“-Kollaborateur Jim Abrahams. Gerade auch wegen dieses Comedy-Dreamteams ist der Film – speziell im Vergleich zu Teil 3! – allerdings eine satte Enttäuschung. Nicht nur sind die sich häufig auf billigen Ekel- und Toilettenhumor verlassenden Gags bis auf ein paar zu wenige Ausnahmen eher müde. Sie werden auch durch die Bank viel zu lange ausgewalzt. Wirklich Schwung nimmt der Film nie auf und wirkt deshalb trotz seiner kurzen Laufzeit von gerade einmal 83 Minuten inklusive Abspann, als wäre er doppelt so lang.

Das ist schade, denn mit den primär durch den Kakao gezogenen damaligen Blockbustern „Der Fluch“, „The Village“ und Steven Spielbergs „Krieg der Welten“ hatte man sich eigentlich drei Filme mit hohem Parodie-Potenzial ausgesucht. Und auch die weiteren persiflierten Streifen wie unter vielen weiteren „Brokeback Mountain“, „Million Dollar Baby“ oder „Saw“ boten sich für eine „Scary Movie“-Verarsche bestens an. Doch obwohl es natürlich ein paar Lacher hier und da gibt, mag der Funke aufgrund des schwachen Skripts und des mäßigen Timings bei der Umsetzung nur selten überspringen.

Scary Movie 4
Scary Movie 4
Starttermin 13. April 2006 | 1 Std. 23 Min.
Von David Zucker
Mit Anna Faris, Regina Hall, Leslie Nielsen
Pressekritiken
2,0
User-Wertung
1,9
Filmstarts
2,5
Auf Disney+ streamen

Ungeachtet seiner massiven Schwächen räumte „Scary Movie 4“ an den Kinokassen trotzdem wieder mächtig ab. Bei einem Budget von 40 Millionen Dollar nahm der Film am weltweiten Box-Office locker das Viereinhalbfache ein und war danach auch auf dem Heimkinomarkt ein Riesenerfolg. Dieser Triumph zeichnete sich bereits am Eröffnungswochenende in den USA ab, als „Scary Movie 4“ seine Herstellungskosten schon innerhalb der ersten drei Tage einspielte. Dieses Ergebnis reichte locker, um auf der Pole-Position der nordamerikanischen Kinocharts einzusteigen und den parallel gestarteten David-Fincher-Thriller „Panic Room“ (immerhin mit den Oscargewinner*innen Jodie Foster, Forest Whitaker und Jared Leto sowie dem damaligen Jungstar Kristen Stewart besetzt) souverän auf Rang zwei zu verweisen.

Darum geht’s in "Scary Movie 4"

Nachdem Cindy (Anna Faris) in „Scary Movie 3“ noch als Reporterin unterwegs war, arbeitet die Wasserstoffblondine jetzt als mobile Krankenpflegerin. Dummerweise lebt ihr erster Patient ausgerechnet in einem Spukhaus, das von dem Geist eines ermordeten japanischen Jungen heimgesucht wird. Zum Glück wohnt nebenan der mit der Aufzucht seiner Kids überforderte, ansonsten aber durchaus charmante Tom (Craig Bierko), in den sich Cindy umgehend verguckt.

Bevor die zwei sich allerdings ihren romantischen Gefühlen füreinander hingeben können, greifen außerirdische Tripods die Erde an. Auf der Flucht vor den superaggressiven Alien-Maschinen werden Cindy und Tom voneinander getrennt. Während der Familienvater seinen Nachwuchs vor dem sicher erscheinenden Tod bewahren will, folgt Cindy einem Hinweis. Behauptet der Geisterjunge doch zu wissen, wie die Invasoren besiegt werden können…

Falls ihr zum Abschluss noch erfahren wollt, was unser hausinterner „Scary Movie“-Experte, FILMSTARTS-Redakteur Pascal Reis, vom vierten Teil der Reihe hält, schaut euch einfach dieses erst im Mai 2026 entstandene, also sehr aktuelle Video vom FILMSTARTS-YouTube-Kanal an:

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