TV-Tipp ohne Werbung: Seht heute ein absolutes Thriller-Meisterwerk des 21. Jahrhunderts!
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Ihr steht auf Heist-Thriller, mögt Neo-Noir-Ambiente und seid auch gegenüber prickelnder Erotik nicht abgeneigt? Dann läuft am späteren Abend exakt der richtige Film für euch im TV. Denn bei „Femme Fatale“ handelt es sich um ein 5-Sterne-Meisterwerk.

Brian De Palma hat eine erstaunliche Reihe brillanter Filme gemacht – viele davon zählen zu den besten Kinowerken des 20. Jahrhunderts. Wir nennen hier jetzt nur drei Titel: „Scarface“, „Die Unbestechlichen“ und „Carrie“. Aber es gibt noch viele weitere – schaut einfach mal in die Filmografie des Amerikaners rein. Mit „Femme Fatale“ konnte der Meisterregisseur auch im 21. Jahrhundert noch ein absolutes Thriller-Highlight abliefern, das ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet:

3sat zeigt „Femme Fatale“ am heutigen 17. Juli 2026 um 22.25 Uhr. Eine Wiederholung ist auf absehbare Zeit offenbar nicht vorgesehen. Alternativ könnt ihr den FSK-16-Titel aktuell aber bei Amazon Prime Video streamen. Und das sogar gratis. Ihr braucht dafür kein Abo. Ein simples Kundenkonto reicht aus und es kann losgehen:

Jede Menge Spannung mit heißer Erotik und cleveren Twists

Dass Brian De Palma es versteht, Spannung aufzubauen, dürfte wohl jeder ernsthafte Fan des Mediums Film wissen. Mit einem ausgesprochen attraktiven Hauptdarsteller*innenpaar in Form von Rebecca Romijn („X-Men“, in einer Doppelrolle) und Antonio Banderas („Leid und Herrlichkeit“) gelang es dem Thriller-Experten offenbar auch problemlos, eine erotisch knisternde Atmosphäre zu erschaffen. Die großartigen Kostüme und ein vom einheimischen Chef-Kameramann Thierry Arbogast („Das fünfte Element“, „Die purpurnen Flüsse“) atemberaubend eingefangenes Paris als Kulisse erledigten da den Rest. Auf keinen Fall vergessen dürfen wir im Falle von „Femme Fatale“ aber die cleveren Story-Wendungen, die der Drehbuchautor De Palma hier regelrecht zelebriert. Sorgfältig vorbereitet und doch immer wieder überraschend macht es richtig Spaß, sich von den Figuren und ihren Handlungen auf eine falsche Fährte locken zu lassen, nur um dann den Boden unter den Füßen weggezogen zu bekommen.

Unsere FILMSTARTS-Kritik spricht „Femme Fatale“ fünf Sterne zu – die nur sehr selten vergebene Höchstnote. Gelobt wird darin nicht nur die in Sachen Tempo absolut pointierte und auch in Bezug auf die filmische Ästhetik keine Wünsche offenlassende Inszenierung am Beispiel der atemberaubenden Heist-Sequenz zu Beginn. Sie und weitere oft minutenlang ohne Dialoge auskommende Szenen bersten geradezu vor Spannung. Ein ganz wichtiges Element für das Gelingen des Films ist dabei der Score von Ryuichi Sakamoto („Der letzte Kaiser“) mit Anklängen an die Arbeiten von Alfred Hitchcocks Stammkomponisten Bernard Herrmann („Vertigo“).

De Palma arbeitet hier wiederholt mit Traumsequenzen, die die Neo-Noir-Stimmung des Streifens effektiv unterstützen beziehungsweise sogar erst entstehen lassen. „Femme Fatale“ ist nicht nur in diesen Momenten voller versteckter Hinweise und wiederkehrender Motive. Achtet einfach mal auf das überlaufende Aquarium oder auf das Wasserglas im Flugzeug. Auch die immer wieder zu sehenden Uhren sind keinesfalls nur zufällig im Bild. Und wer genau hinschaut, was gelegentlich im Hintergrund passiert, wird dort schon mal Figuren an Orten entdecken, an denen sie eigentlich gar nichts verloren haben.

Femme Fatale
Femme Fatale
Starttermin 27. März 2003 | 1 Std. 55 Min.
Von Brian De Palma
Mit Rebecca Romijn, Antonio Banderas, Peter Coyote
Pressekritiken
3,5
User-Wertung
3,2
Filmstarts
5,0
Im Stream

„Femme Fatale“ ist ein faszinierender Thriller, der mehr als nur Spannung und Erotik zu bieten hat. Denn auch visuell hat der Bildermagier Brian De Palma hier Virtuosität und Intelligenz, Affekt und Emotion meisterhaft vereint.

Darum geht es in "Femme Fatale"

Beim glamourösen Filmfestival in Cannes präsentiert das Model Veronica (Supermodel Rie Rasmussen) bei einer der großen Premieren anstelle eines Kleidungsoberteils ein zehn Millionen Dollar teures diamantenbesetztes Schmuckensemble. Doch eine Diebesbande um die als Fotografin getarnte Laure Ash (Rebecca Romijn) versucht, das Geschmeide im Rahmen eines ausgeklügelten Raubzugs zu entwenden.

Als der Coup dann allerdings nicht wie geplant abläuft und in einem Blutbad endet, hintergeht Laure ihre Komplizen (Édouard Montoute und Eriq Ebouaney) und kann sich mit der Beute allein absetzen. Für ihre weitere Flucht benötigt Laure aber neue Papiere, die sie in Paris zu beschaffen gedenkt. Dort trifft sie durch eine Kette von Ereignissen auf eine ihr zum Verwechseln ähnelnde Frau namens Lily (ebenfalls Romijn), deren Identität sie schließlich übernimmt, um in die USA zu verschwinden.

Sieben Jahre später ist Laure – weiterhin als Lily! – die Ehefrau des ahnungslosen US-Botschafters Bruce Hewitt Watts (Peter Coyote aus „E.T. - Der Außerirdische“) und kehrt in die französische Metropole zurück. Als es dort dem Paparazzo Nicholas Bardo (Antonio Banderas) gelingt, ein Foto von ihr zu schießen, das landesweit in den Medien erscheint, ruft das natürlich die einst von ihr geprellten und mittlerweile wieder aus dem Gefängnis entlassenen Gauner auf den Plan. Doch Laure ist nicht bereit, ihr neues Leben einfach so wieder aufzugeben…

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Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.
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